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Allgemeine Israelitische Wochenschrift · 1895-04-05 · 14 (5.4.1895) · p. Seite 226

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Journal
Allgemeine Israelitische Wochenschrift
Volume
4 (1895) Bestand UB Frankfurt
Issue
14 (5.4.1895)
Date
1895-04-05
Page
Seite 226 (sequence 14)
Language
German
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Seite 220. JescHurun. Nr. 14. Verehrer noch die Verdächtigungen »nd Schinähnnge» seiner antisemitischen Verlcunider verdient. Er ist eben, wie Dr. Rothenbücher sagt, ein „harmloses" und veraltetes Buch. Doch enthält er — und dies ist das zweite, das hier erwähnt werden sollte — ziemlich viele und in religionsgeschichtlicher Beziehung recht interessante „christliche Anklänge", d. h. manche Lehren und Denkmethoden, die sehr stark an einige Züge des paulinischen und des späteren Christentums erinnern. So z. B. die Lehren von der Weltschöpfung durch das göttliche Wort, von dem vorirdischen Leben und dem sühnenden Leiden eines Messias, und die ganze Art der Bibelerklärung. Schwerlich sind diese Eigentümlichkeiten daraus zu erklären, daß der Verfasser des Sohars im Xlll. Jahrhundert mit oder ohne Bewußtsein kirchliche Einflüsse in sich ausgenommen hätte; eher weisen sie auf gemeinsame Quellen hin, aus welchen er und vor ihm die Urheber der christlichen Theologie geschöpft haben. Uebrigens ist das, was Herr Rotheubttcher durch Tholuck und Jo-st über den Sohar, und durch eine von 200 deutschen Nabbinern im Jahre 1893 veröffentlichte Bekenntnisschrift über die Moral des Talmuds seinen Lesern hier gicbt, nur sozusagen eine Vorspeise, die ihren Appetit für die folgenden Schüsseln zu reizen bestimmt ist. Die Hauptgerichte, die er auftischt, sind eine sehr scharfe, aber durch sicher beglaubigte Thatsacheu unterstützte Charakteristik einiger gelehrten Stimmführer'des Antisemitismus, namentlich der Herren Brimann, Ecker nnd Nohling; dann eine beredte und mit sehr starken (Gründen ausgerüstete Zurückweisung der von den Antisemiten gegen die Juden erhobenen Anklagen, besonders eine schlagende Widerlegung dessen, was mit Angaben einer schlechten oder gefälschten Statistik von einem „jüdischen Verbrechertum" gefabelt wird; und schließlich einige praktische Vorschläge zu einer der Christenheit sowolst als den Juden Nutzen und Segen bringenden Lösung der Judenfragc. In diesem letzten Kapitel liegt offenbar die das ganze Büchlein veranlassende, beherrschende und gestaltende einheitliche Absicht. Wer sie aber merkt, wird, wenn er nicht schon im voraus unheilbar verstimmt ist, für den Verfasser und für seine leider immer noch zeitgemäße Gabe dankbar gestimmt werden._ Briefkasten. Hrn. Lebrer K. in Mannheim. Es ist gegen jede redaktionelle Gepflogenheit, Entgegnungen aufznnehmen ans Angriffe, die i» anderen Blättern gestanden haben. Hrn. S. Str., Rüdesheim. Wir haben keine Antwort erhalten. Hrn. S. S-, Grätz. Zur Aufnahme nicht geeignet. MW Kkintiilde. Gottesdienst. der alten Shnag. morg. 81, Uhr, in den übrigen Shnag. morg. U Uhr. , Predigt Vorm Uhr: Alte Synag. Hr. Rabb. Dr. Rosenzweig, Freitag, deu K. April inworin. 10 Uhr: Neue Shnag. Hr. alle» Synagog. Abend« 7 Uhr.!Rabb. Dr. Ungerleider, Kaiscrstr.- Lonnabend, den v. AprilSynag. Hr. Rabb. Dr. Wcisse, in der alten Synag. Morg.!U/rLi,idenstr.-Shnag. Hr. Rabb. Dr. Uhr, in den übrigen Shnag. Morg.^Stier. 9 Uhr. Dienstag, den t». April in Wotteodienst an den Wochen allen Shnag. abends 7 Uhr. tagen Morg. i» der alten Shnag. Mittwoch, den Nt. April in n. Kaiserstr.-Synag. 10/r Uhr, in der alten Synag morg 8H2 Uhr, der neuen Synagu. Lindenftr.-in den übrigen Shnag. morg. 9 Synag. 7 Uhr. Abends in allenUhr. Synagogen 0 Uhr. Festgottesdienst. Montag, de» X. April allen Synag. abends 7 Uhr. Dtenstag, den v. April m in Predigt Vorm. N'/s Uhr: Alte Synag. Hr, Rabb. Dr. Weisse, Vorm, 10 Uhr: Neue Synag. Hr. Rabb. Dr. Stier, Kaiscrstr.-Shnag. Hr. Rabb. Dr. Mahbanm, Lindcustr.- Synag Hr. Rabb. Dr. Rosenzwcig. Knüller Dneilistafkl. Ktirrnanitäts-Wersirr „Oswvrl (tteschäftssiihrcnder Ausschuß: Vorsitzender: Hr. bl. Michaelis, Jnvalidenstr. 145. Fernsprecher: Amt III, Nr. 82!>4. Schriftführer: Hr. Ludwig Ries;, Stralanerstr. 33. Fernsprecher: Amt V, Nr. 1296. Rendant; Hr. S. Dewitz, Wallnertheatersrr. 2t). Vereins-Syndici: t. Hr. Rechtsanwalt Cohn, Spandanerstr. 36—37. Fernsprecher: Amt I, Nr. 2378. (Sprechstunde für Vereinsmitgliedcr nachm. 4- '0. 2. Hr. Rechtsanwalt Lehmann, Andreasstr. 02. lSprcchst. nachm. 3'/2—l,V2). Vereinsärzte; t. Hr. Dr. Löwcnstein, Kl. Frankfurterstr. 5. Fernsprecher: Amt VIl, Nr. 2492. (Sprechst. 8—9 u. 4—5). 2. Hr. Dr. Samter, Wilhelmstr- 12. Fernsprecher: Amt LI, Nr 1929. (Sprechst. 8—9»/, n. 4Ve 6). Vereinsöote: Hr. I. Lapidas, Amalicnstr. 8. „Kvmilus 6bs880llim", Israel. Vokltliätigkeits-Verein- Franken-, Mitwen- ». Varlehns- Anterstützungskaffe. ' GeschästSsührender Ausschuß: Vorlitzender: Hr. F. Rosenthal, Landsbergcrstr 7<>. (Sprechst. in Vcreinssachcn vorm. 8—!>). Schriftführer: Hr. F. Rchfeld, Tragonerstr. 7. Rendant: Hr. I. Baschwitz, Fricdrichstr. 123. Hontrolenr: Hr. Rechtsanwalt Goldschmidt, Rosenthalerstr 19. Fernsprecher: Amt 111, Nr. 730. Vereinsarzt: Hr. Dr. Margoniner, Lothringerstr. 50. Fernsprecher: Amt HI, Nr. 878. (Sprechst. 8 9 „. 4—5). Vereinsvote: Hr. M. Ascher, Anklamerstr. 12. vio «lioajalii iz-s lll'L-l'siar <ioa Verein« lindst. am „ „ . . ... .o, Edle Prüder und Schwestern! Uontsx;, den 8. hprll trüb vH-2 llhr in weiten Kreisen bekannt im Verein s'MKvr Ivan t'loiitw, sein dürste, werden die jüdischen Bsnt. I> at.aaao 20. «tat.!.. Epileptiker ans der Heilnnd Pflege- Voi'tl'Lß' Anstalt Carlshof bei Rastcnburg, äer liukdiiier Or. kosenLvslb-die.in Begleitung eines Krankcn- Uvitrit.t.«erlclitl-un8eii (8 Korb Wärters an Sabbat- und Festtagen iidnliob) kn Ni ». laidnr .fand,!m, mm Gottesdienste Herkommen, mit IUi«al)stküirLl,8tra.88s 2 oävr am koscheren, ihnen zuträglichen Speisen Linsano; de« 8aal«a erboten, und Getränken versehen. Es sind vor llsbsrsoliurm wird am fünf Jahre her,, als wir das heilige Irme vertbeilt. Werk begannen nnd, dank den edlen vor V« rata n,i. Brüdern und Schwestern, ist es uns gelungen, bis zu dem hentigen.Tage unsere heilige Aufgabe voll und ganz llm Zss-:.. L L.VL tu Aamburx. vür disso im .4. nxust. <1. ,1. oin/nwoibvndo 8^na- K-0A0 wird oi» mnaiiraliaol, z-oliildotor Oant„r Koanobt. wololior oinon 4 ati>nm>ASn Oiiar r.u loiton Imt. Eobatt, 2000 ly. auaasr ^ut-on Xobonsiimalimon. — Kolllnnxvu iitttor Itolkllxung: von /vuxulsseu sind baldigst < L» rioliton an vorrn orit < Ltavonlia^on. vam bur;-. ^dmi ra I i titt-< atraaav 17. < 'unser Kassenbestand erschöpft ist, bitten wir um Weitere Unterstützung »Spenden nimmt das mituntcrzeich- ' nete Vorstandsmitglied, Herr Moritz Meyer entgegen und wird über den .Empfang öffentlich quittiert. Rastcnbnrg, im Nissan >5055. Das Komitee: M. Meyer, -.VzarlinSky, Vorst, d. Synag.- Vorst, d. Ehewra Gemeinde. Kadischa. » A. Davidsohn, » Knltusbcaintcr._ tI>ie Vorbeternnd Religionslehrer- und Schächter-Stelle ist vakant. »Gehalt Mk. 7lX1, Nebencinkommen '3—400 Mk. nebst freier möblierter t» Pessach-Predigten v. Rabb.Wohnnna n. freiem Brauch. Dr. Kohn Inowrazlalv. (Heft III) Ad. Vmanuel, Vorstand, Preis: 80 Pfg. > Simmer», Rheinpr.

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