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Mitteilungen des Reichsausschusses der Jüdischen Jugendverbände · 1929-07-01 · 2 (7.1929) · p. Seite 8

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Journal
Mitteilungen des Reichsausschusses der Jüdischen Jugendverbände
Volume
2 (1929). Bestand UB Ffm
Issue
2 (7.1929)
Date
1929-07-01
Page
Seite 8 (sequence 8)
Language
German
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Mitteilungen des Reichsausschusses der Jüdischen Jugendverbände Wohnungen mit. ■) und 4 Wohnräumen wohnen, den üblichen Erfahrungen iihei' die (! rolle der Wohnungen widersprich!. Wenn auch die Erhe biing' bei etwa 200(MM) Jugendlichen durchgeführt worden ist, so kann dieses Ergebnis nach unserer Erfahrung dennoch keine Allgemeingiill igkeit beanspruchen. Ein Hinweis auf die Enlstohung dieser sehr günstigen Feststellung hinsichtlich der Wohnverhältnisse kann vielleicht die Tatsache sein, daß von den Befragten ein verhältnismäßig großer Teil aus Klein- oder Mittelstädten, der geringere Teil aus Großstädten Der größte Teil der statistischen Untersuchungen ist der Erforschung der Arbeitsverhältnisse der Jugendlichen gewidmet, liier können schon die Ueberschriften der einzelnen Tabellen einen Einblick in die Reichhaltigkeit, des Buches gewähren: Dauer der Lehrzeil, Arboitsweg. Lage der Arbeitszeit, Länge der Arbeitszeit, Ueberstunden, Arbeits Schluß a.ui Sonnabend, A u l'rä.u um ngsa rbei ton nach der A rbei (szei I, Nonn lagsarbeit, Bern fsschulsl linden, du rcbscbnitll icher Arbeitstag, Lohn Verhältnisse. Wenn man davon ausgeht, daß auch heute noch die Mehrzahl der jugendlichen jüdischen Erwerb.sfäligen in kaufmännischen Berufen tätig ist, so zeigt sich deren ungünstige Benifsla.ge auch nach Mewes in der großen Zahl der jugendlichen Erwerbslosen, in der ungünstigen Lage der A rboitszeif, im späten Arbeitsschluß am »Sonnabend und dein späten Arbeitsschluß auch an den übrigem Wochenlagen. Wir lassen hier ein Zitat von Mewes folgen: „Bei dieser Gelegenheit sei überhaupt auf die Lage des kaufmännischen Personals hingewiesen. In den großen Warenhäusern und in den kleineren Ladengeschäften gibt es keinen freien Sonnabend-Nachniillag und auch sonst an anderen Wochentagen keine K reizeil. in ausreichendem Maße. Von morgens 8 oder!) Uhr Iiis abends um 7 Uhr muß gewöhnlich gearbeitet, werden." Der zweite Teil der Untersuchungen von Mewes ist den „jugendpflegerischen Leistungen der öffentlichen und freien Körperschaften" gewidmet, liier erscheinen — nicht durch die Schuld des Verfassers - die Zahlenangaben als nicht immer zuverlässig. Besonders was die Leistungen der Städte auf dem Gebiete der Jugendpflege angeht, die durch einen besonderen Fragebogen festgestellt worden sind, so scheint hier nicht immer eine klare Trennung der einzelnen Etatpositionen erfolgt zu sein. Die Statistik über die Größe der J ugendverbände leidet unter demselben Mangel wie die Darstellung der Größe in der Ausstellung „Das junge Den Ischland". Zur jüdischen Jugendbewegung werden nur der Deutsch-jüdische Wanderbund Kameraden mit 1500 Mitgliedern und der Verband der jüdischen Jugendvereine Deutschlands mit 4400 Mitgliedern unter 21 Jahren gerechnet. In der Jlauptzusaminenstellung auf Seite 157 fehlen die jüdischen Verbände als besondere Gruppe vollständig: Die Kameraden rechnen zur Gruppe der biindischen Jugend, der Verband der jüdischen Jugendvereine Deutschlands wird in die insgesamt aus zwei Bünden bestehende Kubrik der „sonstigen Verbände" gerechnet, so daß für den Außenstehenden der Eindruck entsteht, daß es eine Gruppe jüdische Jugend überhaupt, nicht; gibt. Die Nichterwähnung derjenigen jüdischen Jugendbiiude, die dem Keichsaussc.huß der deutschen Jugendverbände nicht angehören, gibt überdies ein schiefes Bild über die Größe der jüdischen Jugendbewegung. Es ist zu wünschen, daß diese Mängel bei einer etwaigen Neuauflage des Buches abgestellt werden. 8 Drucket« Blko, Berlin SW 19, Kurstr. 34-35

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