Kokhve Yitsḥaḳ
- Journal
- Kokhve Yitsḥaḳ
- Volume
- 16 (1862)
- Issue
- 28 (1862)
- Date
- 1862-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 6)
- Language
- Hebrew, German
- Belongs to
- journal issue
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Vorwort. Wir fielen uns hiermit verpflichtet, einer hohen kaiserlichen Akadeniie der Wissenschaften zu Wien, fiir die, in frenndlich wohlwollender Würdigung unseres vieljährigen mühevollen und nicht ganz verdienstlosen literarischen Streben«, zur Förderung und Fortsetzung unsere« heiligen Institutes, in großherziger Mnnisicenz uns gewährte Subvention unsern tiesgesiihltesten Dank öffentlich ausznsprechen. Die hohe kaiserliche Akademie der Wissenschaften hat es hierinit, wie schon oft, aus's ancrkennenswürdigfle beurkundet, daß kein Gebiet des Wissens ihrem theiliiehmendcn Interesse fremd und ferne stehe, kein Zweig der Literatur außerhalb des Bereiches ihrer Beachtung und väterlich fürsorgenden Pflege sich befinde, und daß sie jegliche Saat eines ernsten, gemeinnützigen und verdienten Sttebcns und Wirkens mit dem wohlthätigen Than aneisernder Aufmunterung nud thalkräftiger Unterstütznng der Erhaltung, der Förderung und dem Gedeihen zuznführen wisse. Sie hat, indem sie nach gütevollcr prüfender Einsichtsnahme von dem Wirken und Schaffen, wie von den heilbringenden Leistungen nnscres seit sechzehn Jahre» mit aller Mühe und Selbstaufopferung sortgcführten Sammelwerkes, durch welches — wie wir dies mit befriedigtem Selbstbewußtseiu als allbekannt voraussetzen dürfen, wir zu einer Zeit allenthalben vorherrschender Apathie und eingerissener totaler Bergessenheit im Gebiete der cbräischen Literatur einen zündenden Lebensfunken der Auferstehung in die Todesnacht allgemeiner thcilnahmsloscr frostiger Erstarrung schleuderten und das nun herrschende rege Leben und Wirken in diesem verödeten Gebiete zn schassen und hervorzurufen so glücklich warcn — indem sie, sagen wir, unser zur Kräftigung eines geweihten Literaturzweiges und sich gottlob als segeubringend bewährendes Institut ihrer hohen Aegide zu würdigen gernhete, hat sic einen neuen Lorbeer in den reichen Kranz ihrer bisherigen unsterblichen Verdienste um Wissenschast und Kunst geflochten und eine rühmliche Denksäule im Bereiche der altehrwürdigen heiligen Literatur und Gottessprache sich begründet, in deren Namen wir hier, dem Forum der Oessentlichkeit gegenüber, hiemit nochinals unfern wärmsten Dank ehrfurchtsvoll auszusprechen uns beehren, welchen sie sreundlichst genehmigen wolle. Wien, im October 1862. M. E. Stern.