Jüdischer Almanach
- Journal
- Jüdischer Almanach
- Volume
- 5682 - 1921/22
- Article
- Reden gehalten am 12. Juli 1920 auf dem Albert Hall Meeting in London
- Date
- 1921-01-01
- Page
- Seite 209 (sequence 11)
- Language
- German
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]Vh\ ßalfour die Gründe auseinanderzufetzen. Sine Tolle halbe Stunde lang dokterte ich an der f^rage herum, und ich weiß auch jetzt noch nicht, ob ich sie klarstellte. Hb er das Hrgument, das schließlich wirkte, war, glaube ich, das folgende: Ich fragte 1>?r. ßalfour: „Stellen Sie sich Tor, daß jemand Ihnen paris an Stelle Ton London anbieten würde; würden Sie es nehmen?" Da drehte fich J^lr. ßalfour um und Tagte: „Hber wir haben ja London schon." Darauf erwiderte ich ihm: „]VIr. ßalfour, es ist richtig, Sie haben London, aber wir haben Jerusalem schon seit langer Leit, und wir haben die HbTicht, es zu behalten." Darauf fragte ]Vfr. ßalfour: „Gibt es Tiele Juden, die so denken wie Sie?" Und meine Hntwort lautete: „In RußlandundOfteuropakönnen Siedle Straßen mit solchen Juden pflastern." Und hier, )VIr. ßalfour, ist die Hntwort. Ulir stehen heute am Vorabend Tielleicht der größten Stunde in unserer Geschichte; die Stunde hat geschlagen, da uns die JVIöglicbkeit gegeben ist, unser altes Reim neu aufzubauen, und ich bin ganz sicher, daß kein Jude, was immer er Torher gedacht haben mag, in diesem Hugenblich abseits steht, und daß dies der einzige mögliche und der einzige passende Uleg ist, auf dem wir unsere Dankbarkeit, sowohl ]YIr. ßalfour wie der JSation, die er in so herrlicher UleiTe Tertritt, ausfprechen können. Unsere Schwierigkeiten werden groß fein, und manche 14 Lkamizer, FUmanacb 209