Jüdischer Almanach
- Journal
- Jüdischer Almanach
- Volume
- 5682 - 1921/22
- Article
- Theodor Herzl, Der Palästina-Aufbauplan in seinem Roman: Altneuland
- Date
- 1921-01-01
- Page
- Seite 118 (sequence 17)
- Language
- German
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reichlich für ihn zu tun, wenn er auch weniger Zugochfen aufzubringen hatte. Wir brauchten immer noch genug Pferde, Milchkühe, Schafe, Geflügel und entsprechende Futteruorräte für all das Getier. Vieser Zwischenfall hatte sich bald nach Brownftones Rückkehr aus Rumänien abgespielt. Jetjt schickte ich ihn nach Holland, der Schweiz und Ungarn, um gutes Vieh einzukaufen. Statt der Ochsen mußten wir uns nun Kohlen für die Pflüge besorgen. Das war die Sache Rübenz'. Damals war die asiatische Kohle noch nicht so leicht erreichbar wie jetzt. Rübenz deckte sich den voraussichtlichen Bedarf an Kohle in England durch einfachen Depefchenwechfel. Innerhalb uierundzwanzig Stunden war das erledigt. Es war einer der glücklichen Momente, in denen einem der Kulturfortfchritt fühlbar wird. Denn schon das hielten wir damals für eine kolossale Errungenschaft. Sie war es auch. Wir hatten damals noch nicht die Wafferkraft des Toten-Meer- Kanals. Heute brauchen wir ja nicht mehr die englische Kohle, um den Boden von Palästina zu pflügen. Auch das Cokomobil, das am Feldrande stand, ist für uns eine altertümliche Erscheinung geworden. Wir haben jetzt untere Drähte, in denen die Kraft vom Jordangefälle, vom Toten-Meer-Kanal oder von den Bächen des Libanon und Hermon weit übers ganze Land den Pflügen zugeleitet wird. Statt der Kohle haben wir das Walter. Dies waren in großen Zügen meine ersten Vorkehrungen. Schon war aber die Maschine in Gang, von Alladino kamen günstige Rachrichten über den Landkauf. Steineck meldete, daß er im Monate März in Haifa eine Ziegelei 118