Jüdischer Almanach
- Journal
- Jüdischer Almanach
- Volume
- 5682 - 1921/22
- Article
- 1840, Aufruf an das Jüdische Volk!
- Date
- 1921-01-01
- Page
- Seite 11 (sequence 4)
- Language
- German
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gesucht, nirgends geliebt, die Verschiedenheit des semitisch-südlichen Urstammes von den blonden Abkömmlingen des Nordens ist zu unvertilgbar in Körper und Seele gezeichnet, als daß je eine Ausgleichung möglich wäre, wir stnd keine Deutschen, keine Slaven, auch nicht welsche oder Griechen, wir stnd die Kinder Israels, Stammverwandte der Araber, welche ihre ruhmbedeckten Waffen vom Kaukasus bis an die Säulen des Herkules getragen. Das Gastrecht bei fremden Völkern in Anspruch zu nehmen, zwang uns unsägliches Unglück, aber nicht ewig sollten wir, unter ihre Züße getreten, des heiligen Namens — Vaterland — entbehren. wir hätten ein Vaterland, das Erbe unserer Väter, schöner, fruchtbarer, dem Verkehr wohl gelegener, als manche der gepriesensten Striche des Erdbodens. Umgeben vom schluchtenreichen Taurus, den lieblichen Gestaden des Euphrats, den Hochsteppen Arabiens und des felsigen Sinai, zieht sich unser Stammland längs des Mittelländischen Meeres hin, bekränzt von den turmhohen Federn des Libanon, dem hundert kleine Zlüffe und Bäche entquellen, Fruchtbarkeit über die schattigen Talgründe, Wohlhabenheit über die genügsamen Bewohner verbreitend. Ein herrliches Landl Bm tiefsten Busen des Meeres, das drei Weltteile verbindet/ über das schon die Phönizier, unsere Brüder, ihre zahlreichen Klotten bis an die Gestaden Mbions und die reichen Küsten der Litauer sandten/ nahe dem Roten sowohl als dem persischen Meere, den ewigen Bahnen des Weltverkehrs/ auf dem Wege von Persien, Indien, ans Kaspische und 11