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Jahrbuch für Israeliten · 1863-01-01 · 21 auf das Jahr 5624 -1864 · p. Seite 100

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Journal
Jahrbuch für Israeliten
Volume
21 auf das Jahr 5624 -1864
Date
1863-01-01
Page
Seite 100 (sequence 117)
Language
German
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IRI
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100 konnten, da die gezeichneten Summen die Höhe der erforderlichen Mittel bereits überstiegen. — Im Februar veröffentlichte die ״Alliance israelile universelle“ ihren zweiten Jahresbericht, aus welchem zu ersehen war, daß die qu. Gesellschaft innerhalb Frankreichs bereits 8 Localcomite's zähle, sonst aber in Italien— und hier namentlich in Vercelli — den meisten Anklang gefunden habe. — Am 16. Februar hat in Colmar eine Versammlung der Rabbinen und Gemeinderepräsentanten von Elsaß und Lothringen stattgefunden. — Der berühmte Komponist I. E. F. Hale'vy aus Paris starb im Monat März zu Nizza, woselbst er seiner angegriffenen Gesundheit wegen seit einigen Monaten seinen Aufenthalt genommen hatte. Die Straße, in welcher er gewohnt und seinen letzten Athemzug gethan, ward nach dem Beschlüsse des Gemeinderaths von Nizza mit dem Namen ״Rue Halevy“ belegt. Seitens der kaiserl. Regierung ward — unter Zustimmung beider gesetzgebender Körper — der Wittwe Hale'vy's ein Iahresgehalt von 5000 Frcs. als ״Nationalbelohnung" festgesetzt. Behufs Errichtung eines Hale'vy-Monuments waren Anfangs August schon über 25,000 Frcs. gezeichnet. — Von Emile Perire wurde in Bordeaux eine israelitische Handels- und Ge- Werbeschule und vom Rabbiner und Director Weißkopf in Paris eine höhere israelitische Religionsschule gegründet. — Im Frühjahr 1862 ward von israelitischen Damen in Paris zu Gunsten armer Glaubensgenossen eine Wohlthätigkeits-Lotterie eröffnet und dieser sowohl vom Kaiser als auch von der Kaiserin ein kostbares Stück gespendet. Das Unternehmen an sich hatte einen so glänzenden Erfolg, daß es sogleich in anderen französischen Städten, wie in Metz, Nancy, Straßbürg rc., Nachahmung fand. — Im Juni kam auf der Bühne von Marseille das von einem dasigen Israeliten, Mr. Adolphe Carcaso nne, verfaßte fünfactigeDrama ״DieBelagerungvon Marseille" zur Aufführung und ward mit überaus großem Beifall ausgenommen. — Dem von der Kaiserin ins Leben gerufenen Verein ״La sociele du prince imperial“, welcher zum Zwecke hat, Geschäftsleuten und Handwerkern unverzinsliche Darlehen zu gewähren, ist von dem israelitischen Banquier M. Bisch o fsheim ein Geschenk von 25,000 Frcs. mit dem Bemerken überwiesen worden, daß er hoffe, es würde Seitens des Vereins, wenn dieser seinem Programm treu bleibe, bei Ausübung seiner Wohlthaten niemals ein Unterschied der Confessionen gemacht werden. Die Kaiserin hat Herrn M. Bischofsheim eben so dankend als zustimmend geantwortet und zu Mitgliedern des Localcomite's für Paris, außer dem Großrabbiner und sei-

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