Soncino-Blätter
- Journal
- Soncino-Blätter
- Volume
- I. Band 1925-1926
- Date
- 1925-01-01
- Page
- Seite 109 (sequence 126)
- Language
- German
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77. Wer hat von meinem Busen weg dich gestohlen^ Wer hat dich, meine Leibesfrucht, zum Verlassenen gemacht?« 78. Und als ich nicht vermochte (ihr Weinen) zu ertragen -Und meinen Kummer in.meinem Innern, zu verbergen,-—== 79. Da habe ich sie verlassen und bin gegangen meinem Könige dienen, Den mir Gott gegeben hat als meinen Wohltäter. 80. Und also irre ich umher und ruhe nicht und bin unstät Und wohne inmitten Edom unterm V^llg, das mir RrWe«r -mbitf— 81. l^hjjndekejne Heilung fiir mein Hehres*- Un^veFbnhgt das Schicksal in die Fugen, das mich irre gehenläßt und— S2f Ich^chätze die Tage~der Mühsal und die Nächte gering [demütigt? Und ich ziehe ihnen den Tod vor, (wie geschrieben steht) »Ach, 83. Das Leben liegt schwer auf mir und die Tage [daß doch ...« Wie der Sand des Meeres auf meinem Nacken und meinem Rücken. 84. Was für ein Gewinn ist an einem Leben der Kümmernisse? Schön ist für mich gekommen mein Ende, das mir bestimmt ist. 85. Dem, Her bitter ist in seiner .Seele/dem ist T eher. Tn^, - Ich habe genug und noch das Wenige ist mir zu viel! 86. Was harre ich noch auf eine Menge von Tagen und Jahren, Gutes zu erleben, wie ein Bär, der Jungen beraubt, auf der Lauer? 87. Die Tage sind Pfeile und ihr Bogen ist In der Höhe des Himmels das Schicksal, das auf mich anlegt und 88. Zum Ziele bin ich gesetzt für seine Pfeile [mich schießt. Und sie umschwirren den KrelsT^nich^usmeiseT — 89. Wohlan, ich will mich wenden, zu meinem einzigen Sohne zu reden, Daß er mich nicht weiterhin betrübe 1 90. Mein Erstgeborener, merk auf! erkenne, daß du ein Sohn von Weisen bist, Von solchen, die gleich einem Propheten weise sindl . 91. T^tTWeisheit ist dir vererbt. O laÖ doch ja nicht weiterhin die Jugendtage, du mein Liebling, verloren seinjh^ 92. Auf 1 siehe zu, mein geliebter Sohn, zu lernen das Lesen der (heiligen) Schriften und das Verstehen meines Briefes, 93. Mischnah zu lernen und Talmud zu lernen Nach den dreizehn Regeln und nach den Fragen und Antworten! 94. Wie kann ich noch an mich halten bei deiner Übertretung? Dies ist meine Krankheit und mein Fieber und meine Hitze. 95. Dies zerreißt wie das Messer der Magd meine Brust Und nicht wie das Messer des Barbiers. 96. Dies bringt in mein Herz Ermattung, Den Blitz des Schwertes tief in meinen Leib und meine Eingeweide. 109