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Soncino-Blätter · 1925-01-01 · I. Band 1925-1926 · p. Seite 44

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Journal
Soncino-Blätter
Volume
I. Band 1925-1926
Date
1925-01-01
Page
Seite 44 (sequence 56)
Language
German
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VON BÜCHERN UND VON BÜCHERSAMMLERN AUS DEM TESTAMENT DES RABBI JUDA IBN TIBBON Juda B. Saul Ibn Tibbon (1120 bis nach 1190), ein spanischer Arzt, der_ sich durch^ Übersetzungen aus dem Arabischen ins HebraiscEe einen Namen gemacht hat, richtete gegen 1160 eine Epistel an seinen jungen Sohn Samuel, deren hebräischen Text unter Zugrundelegung einer Handschrift der Bodleiana Moritz Steinschneider (Berlin, 1852) mit einer biographischen Skizze in deutscher Sprache und Hirsch Edelmann (The path of goodmen. London, 1852) mit einer englischen Übersetzung herausgaben. . . Ich habe dich ausgezeichnet, indem ich Fach tätest, so daß, wenn du ein Buch suchst, dir viele Bücher verschaffte, damit du nicht du auf der Liste feststellen kannst, in welchem nötig haben solltest, von irgend jemandem Fach-es' steht, anstatt die Bücher durchein» ^hVTJuch zu borgen, wie du es bei den anderzuwerfen, so wäre das ein ausgezeich* meisten Schülern siehst, die herumrennen, neter Plan. Ebenso verfahre mit den Kästen, um Bücher zu suchen, und sie nicht finden, Achte auch auf die einzelnen Blätter in den während du, Gott sei Dank, verleihst, aber Bänden und Konvoluten, hebe sie auf und nicht borgst. So überreichlich habe ich dich schätze sie nicht gering; denn sie enthalten bedacht, daß du darunter Sachen doppelt sehr Wertvolles, das ich sammelte und auf* und dreifach hast. Ich habe dich ferner mit schrieb. Verliere kein Schriftstück und keinen Bücherivaus allen Wissenschaften versehen Brief von all meiner Hinterlassenschaft. _und hoffe, daß du für alle darin Rat finden Sieh oft in dein Verzeichnis (Katalog), um wirst. dich zu erinnern, welche Bücher du besitzt. ... Mein Sohn, mach deine Bücher zu dei* Deinen Büchern^widme besondere Sorgfalt, nen Gefährten; laß deine Bücherkästen und—Bedecke deine—Gestelle mit einem^Vör? *regale deine Gärten und dein Paradies sein; hang, schütze sie vor Wasser von oben, vor nähre dich in ihren Obstgärten, pflücke ihre Mäusen und jedem Schaden; denn sie sind Rosen, sammle ihre Früchte, ihre Würzen dein Schatz. und Myrrhen; und "wenn du müde werden .. .Weigere dich nicht, jemandem Bücher zu solltest, so wende dich von Garten zu Garten, leihen, der nicht die Mittel hat, sie zu kaufen, von Furche zu Furche, von Anblick zu An« aber nur wenn er die Gewähr bietet, daß blick; denn dann wird dein Verlangen von er sie dir zurückgibt. Du weißt ja, was unsere neuem erwachen, und dein Geist wird Ge« Lehrer (Ketubot III, 1) zu dem Vers: fallen daran finden. »Wohlstand und Reichtum sind in seinem .; . Revidiere deine hebräischen Bücher Hause, und seine Rechtschaffenheit währet jeden Monatsersten, die arabischen alle zwei ewig« gesagt haben: »Du sollst nicht denen Monate einmal und die Sammelbände alle das Gute vorenthalten, denen es gebührt.« Vierteljahr und bringe alles in gute Ordnung, Wenn du jemandem ein Buch leihst, notier damit du nicht nötig hast, ein Buch zu suchen, es dir, ehe du es aus dem Hause gibst, und wenn du es brauchst, sondern seinen Platz wenn er es zurückbringt, streiche die Notiz im Gestell oder im Kasten weißt. Und wenn durch. Jeden Pessach und Laubhüttenfest du die Bücher, die in jedem Fach sind, auf laß alle Bücher, die du verliehen hast, zur eine Liste schriebst und diese Liste in das rückgeben. Übers, v. L. de J. 44

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