Soncino-Blätter
- Journal
- Soncino-Blätter
- Volume
- I. Band 1925-1926
- Date
- 1925-01-01
- Page
- Seite 2 (sequence 8)
- Language
- German
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- Homer 1× ep/1025156
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wäfeöcter Hektar, vorzieht, Homer zu sein und die Helden geschrieben zu haben. Mysterium der zeugungswilden Phantasie und der mit dem Worte zeugenden, das an alle Entartung des Juden rührt, auch an sie, an die Krankheit des Wortspielens, des hemmungslosen Formulierens, der wilden Witzelei, der UnunterbrorhfP gpgprnrhpnpn AvgnTii+innynH wifr an* der Krankheit-am Worte die Heikng^ durchFsyctoänalyse, die Wieder* herstellung erkrankter Seelen durch Menschen » mittels des menschlichen Wortes sich ermöglichte. Und das Geldmachen durch das geschriebene Wort in der Zeitung und im Buche — überallher zentral in den Juden vor* ustoßeiv erlaubt es, das unheimliche,,das Wort. Aber auch in jenem großartigen Sinne, der den anderen weit mehr, den Westlichen, verlören* gegangen als den Juden: daß sie nämlich, wenn &-ans Tun geht, stand* halten. Daß sie nicht kneifen, nicht vor der G&wal£_und nicht vorm Tode. Daß sie als Söhne der Idee so frei sind, »Tote auf Urlaub« zu, sein (Levine). Daß, was sie geschrieben haben, sie nicht »interpretieren« hinterdrein. Daß sie hinterher niemals zu denen gehörten, die »es nicht ewesen waren«, Luxemburg, Landauer, Levin£, Eisner, Rathenau, Fechen* ach, Mühsam, Toller — das sind die Namen von Juden , die mit Schreiben begannen und vor Konsequenzen nicht, gekrönten Häuptern gleich, an Desertion* dachten. oder_-Qie-schwedisehe Gardinen den schwedischen Garneelen vorzogen — gesehen durch blaue Brillen. Ihnen war wie Herzj und Lassalle die Brücke gangbar, die vom Wort zur Tat führt, und die große deutsche Geister niemals anerkannt haben — Zeitgenossen wie Klassiker... ~ - Und außer dieser weltlichen Sphäre erschließt uns das Wort auch noch die geistliche: die Veflötung des Juden mit dem Buch als Geist, als Glaube, als Welt und Werkzeug der Heiligung, als Macht des Herzens und des Überverstandies: alles,vwas mit dem Worte »Heilige Schrift«, »Volk des Buches« an Erlebnis in Bewegung gesetzt ist, wäre Thema^und Gegenstand dieser Untersuchung, wenn man ihr nicht Grenzen setzen müßte und vor so enormer Unternehmung nur Bescheidenheitund Selbst* bescheidung den endlichen,. zeitbefangenen Verstand des Schreibenden retten könnte. Darum versucht man sich hier nur an zweien der Facetten, die wir, das, Thema schnell einmal um und um drehend, hier aufblitzen ließen kristal* lisch und geschliffen: am Buch als Gegenstand, am Juden als Leser und Macher von Büchern. Denn kein Ding auf der Welt gibt es, das in der Hand des Juden ihn wesentlicher und leidenschaftlicher anließe als das Buch, dieser Block bedruckten Papiers mit weißen Rändern, schwarzen Zeilen, am Rücken durch Fäden gebunden und gehüllt in Deckel aus fL r ■ - ' '•' •' . \ ' . '. ■ ••' . ' ' •; ,J.' .__;,■>•—•...• . ■■ ■ ' •----i------ r. f.;S ■ tT-, £- i