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Jüdisches Gemeindeblatt für die Synagogen-Gemeinden in Preussen und Norddeutschland · 1938-06-01 · 6 (1.6.1938) · p. Seite 13

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Journal
Jüdisches Gemeindeblatt für die Synagogen-Gemeinden in Preussen und Norddeutschland
Volume
16 (1938)
Issue
6 (1.6.1938)
Date
1938-06-01
Page
Seite 13 (sequence 13)
Language
German
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IMhch— Q>nMibl«lt Mr dto Sy—gog— O—«hdw hi hMlM/NwddMlicklMd 1. Jmi mi Synagogen-Gemeinde MAGDEBURG C*lleHlieule n Juni 193$ Scb.bbat Vorabd. Mort* Miacba Am|. 3. — 4.6. 18,30 9.30 — — 4. — 5.6. 19.1X1 9.30 — — (Schawuot) l.T.g: Mädchen-Einsegnung 10.00 — — Ea werden eingeaegnet: Suse Merxbach, Eva Riese, Hannelore Wuruaer, Irmgard Zander. 5. — 6.6. II Tag: 19.00 9.30 — — Predigt xum 80. Geburtstag von Claude Montefiore, anschließend Seelenfeier: — 10.00 — 21.31 10.—11.6. 18.40 9.30 20.45 21.37 17. —18.6. 18.30 9.30 21.00 21.42 24.-25.6. 18.30 9.30 21.00 21.44 Woehentagsgottesdienst: 7 und 20 llhr. Ad Sonn- und gesetxlicben Feiertagen 8 Ubr. Familiennachriehtea. Geburt: Am 18. 5. erfolgte die Geburt des Kindes Joan- Eva Brownbill, Tochter des Herrn F. Abraham Brownbill und Frau Hanny, geb. Frühmann. — Todesfälle: In der Zeit vom 19. 4. bis 19. 5. versterben: Frau Jete Tenenbaum, geb. Ardel, Erfurt; Herr Theodor Jacobi; Herr Eugen Ascher; Herr Dr. Mor. Spanier. Wichtige Bekanntmachung! Die Staatspolizei verlangt von uns regelmäßige Meldungen über Abgang und Zugang der Juden in Magdeburg. Wir müssen daher laufend und ordnungsgemäß ein Kataster führen und ersuchen demzufolge dringend im eigenen Interesse alle Gemeindemitglieder, zu diesem Zweck jede Veränderung im Haushalt, sei es durch Fortgang einzelner Familienmitglieder, sei es durch Wohnungswechsel oder Zugang, unverzüglich unserem Sekretariat, Gr. Schtilttr. 2 c, mitzuteilen. Aufforderung zur Steuerzahlung. Die bisherigen monatlichen Gemeindesteuerbeträge sind gemäß Vorstandsbeschluß vorläufig, d. h. bis zur Zustellung der neuen Steuersettel, auch weiterhin zu zahlen. Die fälligen Gemeindesteaerbeträge sind bis zum 5. eines Monats snr Vermeidung von Verzugszinsen, Mahn- und Hebegebühren an unsere nachstehenden Zahlstellen: 1. Gemeindesekretariat, Gr. Schulstraße 2 c, plr., 2. Postscheckkonto Magdeburg Nr. 4370, 3. Bankgeschäft Meyer ft Blumenthal, Magdeburg, Kantstraße’2, 4. Bankgeschäft Nußbaum & Rothschild, Magdeburg, Viktoriastraße 11, zu überweisen oder einzuzahlen. Wirtschaftshilfe der Synagogen-Gemeinde, Magdeburg, Abteilung Darlehnskasse. — Sprechstunden ab 1. Januar 1938: Montag, Dienstag, Mittwoch und Donnerstag von 18—19 Uhr. Cr. Schulstr. 2 b ptr. Tel. 21765. Wir bitten dringend um Zurverfügungstellung brauchbarer Kleidungs- und Wäschestücke für unsere Kleiderkammer. Provinzialverband für jüdische Wohlfahrtspflege in Sachsen-Anhalt, Gr. Schulstraße 2 b ptr. Das Palästina-Amt teilt mit: Zweigstelle Magdeburg des Palästina-Amtes bei Herrn Lehrer Rosenberg, Gr. Schulstr. 2 c. Sprechzeit nach Vereinbarung. — Wirtschaftsberatung für Palästina und Uebersee nach telefonischer Anmeldung bei Herrn Walter Heinemann, Kaiser-Wilhelm- Platz 2. Fernsprecher: 23526. Sprechstunden des Herrn Rabbiner Dr. Wilde finden Sonntag, Dienstag und Donnerstag Von 11 bis 12 Uhr, Ludolfstr. 1, statt. Tel.: Nr. 25039. Die Sprechstunde des Landesverbandes Mitteldeutschland des Jüdischen Central- Vereins findet am Mittwoch, 18. Mai, von 16—19 Uhr, Königstraße 15, U, bei Max Sabatzky, statt. An Sabbaten und Feiertagen ist der Friedhof für Besucher geschlossen. In dringenden Ausnahmefällen wird der Zutritt — nach vorheriger Benachrichtigung des Inspektors, Fernruf Nr. 40320 — ermöglicht werden. Fünf Jahre Hilfe und Aufban. ’ Der Zentralausschuß für Hilfe und Aufbau kann nunmehr auf eine Tätigkeit von fünf Jahren zurückblicken. Während dieser Zeit wurden namhafte Beträge für Wanderung, Berufsausbildung, Schul- und Erziehungswesen, Wirtschaftshilfe und Wohlfahrtspflege bereitgestellt. Die Mittel hierzu wurden zu einem wesentlichen Teil durch eine Beteiligung breitester Kreise an der „Blasen Karte“ aufgebracht. Deshalb rufen wir alle Gemeindeangehörigen erneut auf: „Gebt uns Euren regelmäßigen Beitrag zur Blauen Karte“. Nachruf. — Am 19. Mai 1938 verschied im gesegneten Alter von 84 Jahren der im wohlverdienten Ruhestand lebende Herr Dr. Moritz Spanier. Er hat lange Jahre die Jugend unserer Gemeinde unterrichtet und ihr die - Ideale unseres Glaubens nahegebracht. Darüber hinaus hat er immer seinen Mann gestanden, wenn es galt, für die Ehre unserer Gemein- Schaft einzutreten und jüdisches Wissen zu verbreiten. Sein Andenken wird in unserer Gemeinde fortleben. Der Vorstand der Synagogen-Gemeinde. Die Repräsentanten-Versammlung der Sy nag »gen-Gemeinde. Jüdische Gemeinde DUISBURG CoUetdieDlUfilefl ins Juni 1938: Vorabd. Morgs. Nachm. Abends 4. Juni 19.15 9.00 — 21.35 5. Juni Schfwuot 21.35*) 9.00 6. „ Schawuot 20.30 9.00 11. „ 19.15 9.00 20.40 21.42 18. „ 19.15 9.00 20.45 21.46 25. „ 19.15 9.00 20.45 21.48 2. Juli 19.15 9.00 20.45 21.45 •) Anschließend Lernabend im Theodor-Lauter-Haus. Families-Nachrichten. Geburt: 10. Mai 1938:' Martha Frank, Tochter von Herrn Schulleiter Emil Frank und Frau Eva geb. Neumark, Duisburg, Kettenstraße 2. Bar* miivo: 28. Mai 1938: Max Rak, Sohn von Herrn Levi Rak und Frau Maria geh. Feigenblatt, Duisburg, Beekfitraße 70; 2. Juli 1938: Gerhard Amberg, Sohn von Herrn Oskar Amberg und Frau Frieda geb. Gans, Duisburg, HindeoburgstraSe 44; 70. Geburt»* tag; 6. Juni 1938: Adolf Neustädter, Hamborn, Im Birkenkamp 2. Sterbefalle: 11. Mai 1938: Arthur Burg, Hamborn, Holtener Straße 129; 11. Mai 1938: Samuel Kaufmann, Beek, Frankenatr.^ 10; 17. Mai 1938: Dr. Alex Klein, Ruhrort, Harmonie- ■traße 56. Bekanntmachung Die Zahlung der am 15. Mai 1938 fällig gewesenen Voraussahlung auf die Kultussteuer für das I. Quartal 1938 (1* Mars bis 30. Juni 1938) wird hiermit angemahnt. Nach dem 8. Jupi 1938 erfolgt kostenpflichtige Einsiehung. Vorstand der Jüdischem Gemein dr Duisburg Israel. Männer- und Franenverein Groß- Duisburg. Um den bereits beschlossenen Zusammenschluß der Männer* and Frauenvereine in der Gesamtgemeinde herbeisufiihren, findet am Donnerstag, dem 9. Juni 1938, eine gemeinsame Generalversammlung der Mitglieder der bisherigen Vereine statt, in der der neue Vorstand der susammengeschlossenen Israelitischen Männer- und Frauenvereine gewählt werden soll. Wir bitten alle Männer und Frauen unserer Gemeinde, die den Vereinen noch nicht angehören, ihren Beitritt su erklären. Die Anmeldungen werden beim Wohlfahrtsamt unserer Gemeinde, KuMenwall 28, oder auch noch in der Generalversammlung entgegengenommen. Erholnngsftirsorge. Mit dem Beginn des Sommers tritt wieder die so sehr wichtige Frage der Erholung für die gesundheitlich geschwächten Kinder in den Vordergrund. Wie alljährlich, sollen auch in diesem Jahr Erholungsstellen auf dem Lande gesucht werden. Wenn es auch immer schwerer geworden ist, Freistellen dafür tu bekommen, so hoffen wir doch, daß durch die persönliche Mitarbeit unserer Gemeindemitglieder, um die wir dringend bitten, noeh Familien ausfindig gemacht werden, die Kinder bei sich aufnehmen, gegebenenfalls auch gegen einen mäßigen Kostensats. Für die erholungsbedürftigen Kinder, die nicht verschickt werden können, soll noch Möglichkeit eine Örtliche Fürsorge für die Ferienseit eingerichtet werden. Wir hoffen, daß wir für die hohen dafür erforderlichen Kosten reichliche Spenden aus dem Kreise unserer Gemeindemitglieder erhalten werden. Auch die Büchsen des Frauenvereins dienen diesem Zweck. Sorgt dafür, daß sie reichlich gefüllt sind. Kleiderkammer. Die Kleiderkammer unserer Gemeinde ist dringend auf ständige Zuweisungen von brauchbaren Kleidungsstücken jeder Art angewiesen. Eine von uns betreute Familie benötigt einen Kleiderschrank, um dessen Ueberlassung wir bitten. Wohlfahrtsamt der Jüdischen Gemeinde. Gemsindenhtnd Am 28. April 1938 fand in der Synagoge Junkernstraße eia Gemeindeabend statt, zu welchem der Preußische Landesverband jüdischer Gemeinden Herr« Dr. Ernst Fränkel als Redner entsandt hatte. Der Gemeiadevorsitsende Herr Dr. Kaufmann begrüßte den Redner and seine musikalischen Begleiter, Fräulein Hildegard Lippatadt und Herrn Manfred Setfall und dankte dem Preußischen Landesverband dafür, daß er neben seiner aaaaatgfeltigen Betreuung des jüdischen Gemeinden auch das Moment der seelischen Erhebung nicht vernachlässige. Der Redner gab unter dem Thema „Schicksal und Sendung“ in großen Zügen einen Ueberblick über den Gang der jüdischen Geschichte, die immer wieder zum jähen Abbruch langer friedlicher Epochen geführt hat, in der es aber unsere Väter durch die Kraft ihree religiösen Glaubens vermocht haben, ans jedem traurigen Ende einen neuen hoffnungsvollen Anfang entsprechend der Sendung des Judentums zu machen. Gemeindevertretung. Nach längerer Pause ist dang Mai die Gemeindevertretung zu einer Sitiuag »berufen worden. In ihr berichtete der Gemcindersitzende über die Aendernsgen, die in der Gelinde Verfassung durch das Gesetz über n» jüdischen iltusvereiniguagen vom 28. Min 1938 iea. Er wies mit Nachdruck darauf hin, daß durch Mt« Gesetz in der Verbindung zwischen Gemeindetgliedern nnd Gemeinde keine Aeaderuag emtretea sei und daß die Gemeinde als solche, wenn ch in veränderter Rechtsform, weiter bestehe und stehen bleiben müsse. Der Vorsitzende gab dann ms umfassenden Bericht über die Ereignisse in r Gemeinde, ihre Entwicklung und ihre Tätigkeit ihread dm letzten Rechnungsjahres. Er wies darauf i, daß die Vereinigung der drei Gemeinden, die nmehr vüUig durchgefünrt sei, eine Kräftigung des 13

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