Mannheim
Compact Memory

Jüdisches Gemeindeblatt für die Synagogen-Gemeinden in Preussen und Norddeutschland · 1938-02-01 · 2 (1.2.1938) · p. Seite 11

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdisches Gemeindeblatt für die Synagogen-Gemeinden in Preussen und Norddeutschland
Volume
16 (1938)
Issue
2 (1.2.1938)
Date
1938-02-01
Page
Seite 11 (sequence 11)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
90% known words query
IRI
…/10279739-10021755-10021743--124-3981511
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

2 entity mentions

r U.HVBJNr.2 OeaMlndebteff Nb «ff« In IW Synagogen-Gemeinde MAGDEBURG"] Gottesdienste ia Febntr 1988 VoraM Mor|«u Naeka. Abeads 4. 5.2. 17.30 10 17.15 1742. 11.-12. 2. 17.30 10 17.15 18.03 18.-19.2. 18.00 10 1740 18.16 25.-26. 2. 18.00 Predigt 10 17.45 18.28 Am Freitag, dem 25. Februar, abends 18 Uhr Predigt: Die Schekelsammlung der Winterhilfe. An jedem Sabbat um 10.30 Uhr Schrifterklärung. Am Freitag, dem 4. und 18. Februar, nach dem Gottesdienst: Kidduachfeier für die Jugend. Wochentagsgottesdienst um 7.30 Uhr und 17 Uhr. An Soun- und gesetzlichen Feiertagen um 8.30 Uhr. __ Auf Grund der am 20. Januar 1938 stattgefundenen Wahl aur Repräsentantenveraammlung aind — 1t. Einheitaliate — gewählt worden: 1. alt. Repräreutanten für die Zeit vom 1. April 1938 bia 31. Mära 1944: Dr. med. Kurt Karger, Ernat Lev;, Rudolf Zoreck, Joachim Freiberg, Samuel Freund, Morita PreBler, Goldachmiedebrücke 3—4; 2. ala Repräaentant für die Zeit vom 1. April 1938 bia 31. Mära 1941: Benno Kallmann; 3. ala Repräaentanten-Stellvertreter für die Zeit vom 1. April 1938 bia 31. Mära 1944: Max Heynemann; 4. ala Repräaentanten-Stellvertreter für die Zeit vom 1. AprO 1938 bia 31. Mära 1941: Leopold Simonaohn. Dem Repräaentanten-Kolleginm gehören bis zum 31. März 1944 noch weiter folgende Herren an: Abraham Friedler, Bernhard Ketten, Moritz PreBler, Johannisberg 15, Moritz Rothschild, Georg Schaefer, Dr. Winter. Herr Nathan Aronaohn wurde am 4. 12. 1937 ala stellvertretendes Vorstandsmitglied in den Vorstand der Synagogen- Gemeinde gewählt. Faaailiennaekricbten. Trauung; Im Monat Januar 1938 erfolgte die Trauung von Herrn Abner Rand und Frau Regina, geb. Froehzwajg, sowie die Trauung von Herrn Berthold Harsberg und Frau Gertrud, geh. Neugarten. — Todesfälle: im Monat Januar 1938 verstarben: Herr Emil Brauer, Frau Auguste Münser, geb. Böhm. An Sabbaten und Feiertagen ist der Friedhof für Besucher geschlossen. In dringenden Ausnahme fällen wird der Zutritt — nach vorheriger Benachrichtigung des Inspektors, Fernruf Nr. 40320 — ermöglicht werden. Israelitische Beerdigungsgesellschaft. Aufforderung zur Steuerzahlung. Die fälligen Gemeindesteuerbeträge aind bia zum 5. eines Monats zur Vermeidung von Verzugszinsen, Mahn- und Hebegebühren an unsere nachstehenden Zahlstellen: L Gemeindesekretariat, Gr. SchulatraBe 2 c, ptr., 2. Postscheckkonto Magdeburg Nr. 4370, 3. Bankgeschäft Meyer & Blumenthal, Magdeburg, KantstraBe 2, 4. Bankgeschäft Nußbaum & Rothschild, Magdeburg, ViLtoriastraße 11, an überweisen oder einzusahlen. Wichtige Bekanntmachung! Die Staatspolizei verlangt von uns regelmäßige Meldungen über Abgang und Zugang der Juden in Magdeburg. Wir müssen daher laufend und ordnungsgemäß ein Kataster führen und ersuchen demzufolge dringend im eigenen Interesse alle Gemeindemitglieder, zu diesem Zweck jede Veränderung im Haushalt, sei es durch Fortgang einzelner Familienmitglieder, sei es durch Wohnungswechsel oder Zugang, unverzüglich unserem Sekretariat, Gr. Schulstr. 2 e, mitzuteilen. Proviuxialverband für jüdische Wohlfahrtspflege ia Sachsen-Anhalt, Gr. Schulstraße 2 b ptr. Answan de niagsfce rat ung durch die Beratungsstelle des Hilfsvereins, Herrn Dr. A. Wachtel, Leipsüg C 1, Goethestraße 1 III. — Die Auswandernngsberatungssprechstunde des Herrn Dr. Wachtel, Leipzig findet a m Montag, dem 7. Februar 1938, zwischen 10% und 13% Uhr in den Räumen ' des Provinzialverbandes, Große Schulstr. 2 b statt. Sprechstunden des Herrn Rabbiner Dr. Wilde finden Sonntag, Dienstag und Donnerstag von 11 bis 12 Uhr, Ludolfstr. 1, statt. Tel.: Nr. 25039. Wirtschaftshilfe der Synagogen-C emeinde, Magdeburg, Abteilung Darlehnskasse. — Sprechstunden ab 1. Januar 1938: Montag, Dienstag, Mittwoch und Donnerstag von 18—19 Uhr, Gr. Schulstr. 2 b ptr. Tel. 21765. Das Palästina-Amt leih mit: Zweigstelle Magdeburg des Palästina-Amtes bei Herrn Lehrer Rosenherg, Gr. Schulstr. 2 e. Sprechstunden: Mittwoch 5—7 Uhr. — W i r t - schaftsber atusg für Palästina und Uebersee nach telefonischer Anmeldung bei Herrn Walter Heinemann, Kaiser-Wilhelm- Plats 2. Fernsprecher: 23526. Jüdischer Centralveretn E. V. Die nächste Sprechstunde des Landesverbandes Mitteldeutschland des C.-V. findet am Mittwoch, dem 16. Februar, von 16 bis 19 Uhr, Königstr. 15IL, bei Sabatzky, statt. Sie kann von jedem Mitglied der jüdischen Gemeinde besucht werden. Jüdisch« Winterhilf« Unsere nächste Eintopf- und Pfundspendensammlung findet am Sonntag, dem 13. Februar, statt. Wir weisen ferner darauf hin, daß den Gemeindeangehörigen im Laufe des Monats Februar eine Benachrichtigung über eine wichtige, für Sonntag, den 27. Februar, geplante Sonderaktion zu Gunsten der Jüdischen Winterhilfe xugehen wird. Verteilang der Kohlenkarten am 8. Februar, der Lebensmittel am 22- Februar. Jüdische Gemeinde DUISBURG Die Zeiten des Gottesdienstes Vonbend Mortfeo* Nadiflk Absuds 4.— 5. Febr. 17 9 1740 iai2 11—12. „ 1740 9 17.40 1844 ia—19. „ 1740 9 1740 1846 25—26. „ 1740 9 18 18.48 4— 5. März 18 9 1415 1849 Faasilien-Naehrichten. Gebartstag 2. 3. 1938: Levi Bloch, Ruhrort, Amtsgerichts- Straße 4, 70 Jahre. — Goldene Hochzeit 5. 2. 1938: Leopold Liff nnd Frau, Hamborn, Königatr. 83. Vereinigung der Hilfsvereine. Am 29. Dezember 1937 faßten die bisherigen Vorstände der drei Männerand Frauencbeivrot im Stadtgebiet Dnisburg in gemeinsamer Sitzung den Beschluß, ihre Vereine zu je einem Gesamt verein der Männer und der Frauen zusamnsenauschließen. Zum einstweiligen Vorstand sind die Vorsitzenden der bisherigen Vereine bestimmt worden. Damit ist auch für die Wehlfahrtsarbeit der Vereine die letzte Folge aus der Vereiaignng der Gemeinden gezogen worden. Die endgültige Konstituierung des Vorstandes wird ia einer demnächst stattfindenden Mitgliederversammlung erfolgen. Marionettentheater. Auch in diesem Jahre konnten wir es dankbar begrüßen, daß der Provinaialverband für jüdische Wohlfahrtspflege in der Rheinprovinz im Rahmen seiner Winterhilfsarbeit wiederum das jüdische Marionettentheater Köln dazu verpflichtete, vor unserer Schuljugend, zu der auch die Jugend der Nachbargemeinden hmsugesogen wurde, zu spielen. In zwei NachmittagsVorstellungen wurde diesmal das biblische Stück „Simson“ vorgeführt. Die Aufführung Staad unter der Leitung von Fräulein JöhHnger, der auch die prächtige Inszenierung und die charakteristische Gestaltung der Künstlerpuppen zu danken sind. Die flüssigen, oft humorvollen Verse, der Art eines Puppenspiels gut angepaßt, sind von Fräulein Dr. Bereut verfaßt. Die Aufführungen erweckten bei den jugendlichen Zuhörern begeisterte Aufnahme. Jüdischer Kulturbund Rkeia-Ruhr. Zu einem Lieder- und Duettenabend hatte der Jüdische Kulturbund Rhein-Ruhr die Altistin Paula Salomon (Lindberg) und den Baßbaritoo Wilhelm Guttmann verpflichtet. Die schon hochgespannten Erwartungen wurden neck übertreffen durch die Darbietungen der beiden Künstler. Es war eine glückliche Idee, beide Künstler- Persönlichkeiten au einer „musikalischen Ehe** zu vereinen. Noch selten hörten wir ein solch echtes, frischfrohes Um-die-Wette- Singen. Man konnte den Künstlern ihre Freude am Musizieren anmerken, die dann auch auf das Publik tun übersprang, das für seinen begeisterten Beifall viel schöne Zutaten dankbar catgegennahm. — Durch alle Zeiten und Musikepochen, in das Musikleben mancher Völker und durch alle Erlebnistiefen der menschlichen Seele führten uns ihre Lieder von slawischen Volksliedern über moderne Vertonungen japanischer Motive von Max Kowalski, Arien klassischer Opern sum jüdischen und hebräischen Volkslied, aur Horra und zu lustigen Kanons. Beide beherrschen nicht nur ein modulations/ähiges umfangreiches Klangregister, sondern erfassen auch seelisch und darstellerisch die jeweiligen Inhalte nnd wissen sie zu einer stark charakteristischen Formgebung au bringen. Wenn es der Raum verbietet, auf Einzelnes eiuzugehen, so seien doch hervorgehoben die ganz prächtigen Darbietungen der Ballade des Nelusko aus „Die Afrikanerin“," die Arie des „Figaro“ und das Lied des Mephisto aus „Faust“, die von dem gewaltigen Stimmmaterial und der Gestaltungskunst von Wilhelm Guttmann Zeugnis ablegten. Besonderen Beifall fanden auch die hebräischen nnd "jüdischen Volkslieder in der. Interpretation durch Paula Salomon. — An dem Erfolg des Abends hatte Willy Salomon als Begleiter am Flügel nicht unerheblichen Anteil. 11

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.