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Jüdisches Gemeindeblatt für die Synagogen-Gemeinden in Preussen und Norddeutschland · 1937-11-01 · 11 (1.11.1937) · p. Seite 9

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Journal
Jüdisches Gemeindeblatt für die Synagogen-Gemeinden in Preussen und Norddeutschland
Volume
15 (1937)
Issue
11 (1.11.1937)
Date
1937-11-01
Page
Seite 9 (sequence 9)
Language
German
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11 JftcL Gcmeindeblatt £ d, Synag.-Gem. in Freoflen/NorMsitlsddand .?*v/ 1. Nordriitf tm ~ Synagogen-GemeindcMAGDEBLlRG Gon—dl«n«f Hn November 1917 Schabbat 0. November IS. 20. . 27. Mincha Ausgang 16,45 17,22 16,80 17,12 16,30 17,03 16,16 16,56 Am Freitag, den 5. und 19. Nov. 1937 findet nach dem Gottesdienst durch Herrn Rabbiner Dr. Wilde eine Kidduschfeier für die Jugend statt. — Am Sonntag, den 28. November 1937 abends Chanuka-Festfeier mit Predigt — Wochentags morgens Beginn 7,30 Uhr. An Sonn- und staatlichen Feiertagen 8,30 Uhr. Wochentags abends: Beginn 16,45 Uhr. Freitag abends: Beginn 17,16 Uhr. Sonnabend morgens 10 Uhr. FaaslBennacfcHrhlra. Im Monat Oktober verstarben: Pauline Groß, Bernhard Nathan. Todesfall. Am Freitag, dem 15. 10. 1937, verstarb nach langem, schweren Leiden Herr Bernhard Nathan, stellvertretendes Mitglied des Vorstandes der Synagogeen-Geineinde Magdeburg. Er hat dem Vorstand seit Ende 1928 angehört. Die Gemeinde wird ihm allezeit ein ehrendes Andenken bewahren. Der Vorstand der Synagogen-Gemeinde. An Sabbathen und Feiertagen ist der Friedhof für Besucher geschlossen. In dringenden Ausnahmef&IIen wird der Zutritt — nach vorheriger Benachrichtigung des Inspektors — Fernruf Nr. 40320 ermöglicht werden. Israelitische Beerdigungsgesellschaft. Aufforderung cur Steuerzahlung. Aufruf fOr dl« ÜMBadw Wlnturhüfu An alle Frauen und Männer der Sgnagogengemeinde Magdeburg1 Professor Norman Bentwich, einer der hervorragendsten Männer des englischen Judentums, führte in einer Ansprache auf der Konferenz der jüdisch-christlichen Gesellschaft (Society of Jews and Christians) in London folgendes aus: „Die mosaische Gesetzgebung strebt die soziale Gerechtigkeit an; die Thora ist im wesentlichen ein Kodex der sozialen Gerechtigkeit. ln der rabbinischen Entwickelung der jüdischen Überlieferung wird Wohltätigkeit im Sinne der Fürsorge für den Armen als die Hauptpflicht für den Menschen dargestellt. Sogar diejenigen modernen Juden, die sich Dom religiösen Leben völlig entfernt haben, bewahren in der Regel das Gefühl ihrer Verpflichtung zu Wohltun und Förderung der sozialen Fürsorge.“ Die Juden in Deutschland sind vom Schicksal dazu berufen worden, die ruhmvolle TraditioiT unserer Gemeinschaft zu wahren- und fortzuentwickeln. Damit ist jedem einzelnen von 1 uns eine soziale Verpflichtung von größter Tragweite auferlegt. Wenn ein immer kleiner werdender Kreis von Menschen eine ständig anwachsende Zahl Hilfsbedürftiger zu betreuen hat,' dann ist gesteigerter Opferwille die notwendige Voraussetzung für das Gelingen dieses Werkes. liehe Lebensmittelverteilung bestreiten können. Wir bitten, schließlich auch au bedenken, dafi am Ende des Monats November das Chanukkahfest beginnt, das uns ganz besonders die Pflicht auf erlegt, durch refeb* Gaben auch in die Wohnung des Ärmsten unserer Gemeinde Freude zu tragen. Abschließend geben wir bekannt, daß die nächste Sammlung für die Ein topf - und Pfundspende am Sonntag, dem 14. November stattfindet. Wir haben die Jüdische Winterhilfe im Vertrauen auf die gesteigerte Opferbereitschaft aller Gemeindemitglieder begonnen. Möge für uns bereits zu Channkkah die Gewißheit bestehen, daß auch die dritte Jüdische Winterhilfe ihre großen Aufgaben zu erfüllen vermag. Auswuuderungsberatuug. Beratung für die Jca-Siedlung in der Sprechstunde des Answanderungsberaters. — Auswanderungsberatung durch die Beratungsstellen des Hilfsvereins, Herrn Dr. Wachtel, Leipzig C 1, Goetbestraße 1III. Sprechstunde: in Magdeburg am 3. lt. 1937, vormittags von 8.30 bis 12.30 Uhr. Provlazialverband für jüdische Wohlfahrtspflege In Sachsen-Anhalt, Gr. Schulstr. 2 b ptr. Jüdischer Central verein. Unsere regelmäßige Sprechstunde in jüdischen Angelegenheiten mit Ausnahme von Unterstützungssachen findet am Donnerstag, dem 18. November, von 16 bis 19 Uhr. in der Wohnung des Herrn Max Sabatzky, Köuigstraße 1511, statt. Sie kann von jedem Mitglied der jüdischen Gemeinde besucht werden. Die fälligen Gemeindesteuerbeträge sind bis zum 5. eines jeden Monats zur Vermeidung von Verzugszinsen, Mahn- und Hebegebühren an unsere nachstehenden Zahlstellen: 1. Gemeindesekretariat, Gr. Schulstraße 2 c, ptr., 2. Postscheckkonto Magdeburg Nr. 4370, 3. Bankgeschäft Meyer & Blumenthal, Magdeburg, Kantstraße 2, 4. Bankgeschäft Nußbaum A Rothschild, Magdeburg, Viktoriastraße 11, zu überweisen oder einzuzahlen. Wichtige Bekanntmachung! _ Die Staatspolizei verlangt von uns regelmäßige Meldungen über Abgang und Zugang der Juden in Magdeburg. Wir müssen daher laufend und ordnungsgemäß ein Kataster führen und ersuchen demzufolge dringend im eigenen Interesse alle Gemcindemitglieder, zu diesem Zweck jede Veränderung im Haushalt, sei es durch Fortgang einzelner Familienmitglieder, sei es durch Wohnungswechsel oder Zugang, unverzüglich unserem Sekretariat, Gr. Schulstr. 2 c, mitzuteilen. Die Erfahrungen des ersten Monats der Jüdischen Winterhilfe zwingen uns, jeden zu bitten, ihre Opferbereitschaft so groäzügig wie nur möglich zu zeigen und •■»ei der Bemessung der Spenden über die rü htlinienmäßigen Sätze hinauszugehen. Wir richten an alle die Mahnung, auch in diesem Jahre uns in den Stand zu setzen, daß wir die gleichen Hilfeleistungen wie früher ge vähren können. Insbesonders weisen wir darauf hin, daß die Sammlung für die „Pfundspende“ nicht wörtlich zu nehmen ist und sich nicht auf ein einziges Pfund bereitsustelhnder Lebensmittel zu beschränken hat, vielmehr bitten wir dringend, die „Pfundspende“ bzw. die Geldablösunghierfür so reichlich zu bemessen, daß wir aus diesen Eingängen allein unsere allmonat- Spreehstuaden des Herrn Rabbiner Dr. Wilde finden Sonntag, Dienstag und Donnerstag von 11 bis 12 Uhr, Ludolfstr. 1. statt. Tel.: Nr. 25039. _ l Wirtschaftshilfe der Synagogengemeiade Magdeburg, Abteilung Darlehnskasse. Sprechstunden: Montag, Dienstag, Donnerstag und Freitag 12—1 Uhr, Große Schulstr. 2 b ptr., Telephon: 21765. Das Palästina-Amt teilt alt: Zweigstelle Magdeburg des Palästina-Amtes bei Herrn Lehrer Rosenberg, Gr. Schulstr. 2 c. Sprechstunden: Mittwoch 5—7 Uhr. — Wirtsebaftsberatung für Palästina und Ubersee nach telefonischer Anmeldung bei Herrn Walter Heinemann, Kaiser-Wilhelm- Platz 2. Fernsprecher: 23526. Jüdische Gemeinde DUISBURG Reprisen tan tenwahlen Die Liste der (iemeindemitglieder, welche Stimmberechtigung für die im Januar 1938 stattfindenden Repräsentantenwahlen haben, liegt in der Zeit vom 1. bis 8. 11. 1937 einschließlich zur Einsicht aus. Einwendungen gegen die Liste sind bis zum Freitag, dem 12. 11. 1937, schriftlich bei dem Unterzeichneten Vorstaiid aozubringen. Wahlberechtigt sind satzungsgemäß nur männliche, volljährige und unbescholtene Gemeindemitglieder, welche mit der Zahlung der Gemeindesteuer für die Zeit vom 1. 10. 1934 bis 30. 9. 1937 nicht im Verzüge sind (§ 7 der Gemeindesatzungen). Der Vorstand der Synagogen-Gemeinde. Wegen Platzmangel bitten wir, die an den hohen Feiertagen zurückgelassenen Zylinder abholen zu lassen. Wohlfahrtaateffe. Die Bestände unserer Kleiderkatnreor sind nahezu erschöpft. Wir bitten daher um Überlassung von WSsche- und Kleidungsstücken, um den von uns betreuten Personen auch durch Sachleistungen helfen zu können. Gottesdienst« im November 1937 Vorabrad Morgens Nachm. Abends 5.- 0. Nov. 16,45 9 17 17,43 12.-13. . 16,30 9 16,45 17,32 19.-20. „ 16,30 9 16,40 17,24 26.-27. . 16,80^ 9 16,30 17,18 28. . 16,30 Chtnuka-OottMdJeaat u. Predigt 3.- 4. Dez. 16,30 9; 16,16 17,15 -Jagend-Oottsed«». FamlUen-Naehriehtea. Barmizwoh 27. 11. 1937: Fritz Jäkubowitz, Sohn von Frau T. Jäkubowitz, Hamborn, Kaiser Wilhelmstr. 78a. — Verlobung 10. 10. 1937: Fräulein Leni Lion, Meiderich, Biesenstr. 57, mit Herrn Herbert Liebmann, Hamborn, Krügerstr. 3. —■ Vermählung 12. 10. 1937: Fräulein Trude Coben, Duisburg, Wallstraße 30, mit Herrn-Fritz Sommer, Meiderich, Gartsträucherstr. 104. — Geburtstag 15. 11. 1937: Emil Raphael, Hamborn, Kaiser Wijhelmstr. 279, 75 Jahre. — Sterbefälle: 2. 10. 1937 Frau Jente Deutscher, Hamborn, Kaiser Wilhelmstr. 271; 3. 10. 1937 Franz Sperber, Duisburg, Breite Str. 26; 10. 10. 1937 Frau Estera Weichselbaum, Duisburg, Wilhelmstr. 2; 17. 10. 1937 Heinrich Scheibe, Duisburg, Nahestr. 30. An unsere Gerne!adewUtgHederl Wenn dieses Blatt in Ihre Hände kommt, trennen uns noch wenige Wochen von Chanukkah. Auch unseren Hilfsbedürftigen soll ein rechtes. Chanukkafest bereitet werden, dazu müssen alle beitragenl Wir bitten, uns über die regelmäßigen Spenden zur Winterhilfe hinaus Kleidungsstücke, Wäsche und dergl. zur Verfügung zu stellen; auch gut erhaltene Sachen aus eigenen Beständen, mit denen wir eine Chanukkahfreude machen können, wären uns sehr erwünscht. Ebenso Spiele für die Kinder und sonstige Sachen, die zu Geschenkzwecken geeignet sind, sind uns willkommen. Auf telefonischen Anruf wird jeder Gegenstand gern abgebolL Wir bitten alle Mitglieder unserer Gemeinde im ganzen Stadtbezirk daran zu denken, daß Chanukkah mehr als jede andere Festzeit dazu benutzt werden soll, durch Spenden Freude zu bereiten. i C9

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