Jüdisches Gemeindeblatt für die Synagogen-Gemeinden in Preussen und Norddeutschland
- Journal
- Jüdisches Gemeindeblatt für die Synagogen-Gemeinden in Preussen und Norddeutschland
- Volume
- 15 (1937)
- Issue
- 9 (1.9.1937)
- Date
- 1937-09-01
- Page
- Seite 11 (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
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su - Jfld. Gondiidebblt f. d Synäg-Gem. in Preußen/Norddeutscfaland 1. SepteiW1 Wjff Schabtet Cbol IuumM Swkkath, SB. September 1*87. TboravorleSung: 2. Buch Mou 33,12—34,26. 4. Buch Mose 29,38—31. „Wenn ihr den Ertrag de* Lande* eintammelt“ (3. Bach Mote 23,39). Dieter siebente Monat (TUehri) *oü in die Zeit de* Eintammelm falten. Hieran* geht hervor, daß ihnen (den Kindern Israel) befohlen wurde, Schaltjahre einzusetzen; denn, wenn keine Schaltang *tattfinden würde, fiele er zuweilen in die Mitte de* Sommer* oder de* Winter* (Torat Kohanim). Zum lOO. Todestag Rabbi Akiba Egers Die Schulverwaltung der Berliner Jüdischen Gemeinde hat '..i;-V.U :c-, ' ThoravorJesung: 5. Buch Mose 29,9—39,20. Haftara: Jeaaia 61,10—11; 62,1—12; 63,1—9. ,J)aß du in ■ den Bund. eintretest“ . . . durch ein Hindurchgehen; *o machten es diejenigen, die in einen Bund eintraten, daß sie recht* und link* eine Scheidewand errichteten und dazwischen hindurehgingen, wie es heißt; (Jeremia 31,18) da* Kalb, da* sie entzweitchnitten und zwischen dessen Stücken sie hindurchgingen (Rasehi). ‘ „Ich habe heute zu Zeugen gegen euch eingesetzt den Himmel und die Erde“ . . . die ewig bestehen; und wenn euch da* Böse treffen wird, werden eie Zeugen sein, daß ich euch oor allem diesen gewarnt habe (Targum jeruschalmi). Schabbat „Wajtleeb“, Schabbat Sch uw a, 11. Septbr. 1937. Thora Vorlesung: 5. Buch Mose 31,1—31,30. Haftara: Hosea 14,2—10; Joel 2,15—27. „Solltest du diese Thora uorlesen“ . . . der König las oor vom Anfang de* 5. Bache* der Thora auf einer. Erhöhung von Holz, die man im Vorhof (de* Heiligtums) errichtete (Sota 41 a). „Denn er wird nie vergessen werden vom Munde seiner Nachkommenf . . . dies ist eine Verheißung für Israel, daß die Thora niemals ganz von ihren Nachkommen vergessen werden würde (Sabbnt 138 b). Sebabbat „Hasrahm“, 18. September 1937. Thoravorlesung: 5. Buch Mose 32,1—32,52. Hoftara: 2. Samuel 22,1—51. „Es riesle wie Regen meine Rede", . . . das ist das Zeugnis, das ihr aussagen sollt, daß ich oor euch die Thora oorgetragen, die ich Israel gegeben, die Leben für die Welt i*t; wie der Regen Leben für die Welt ist; wie der Himmel Tau und Regen hinab/allen läßt (Rascht). „Kommt da* Verderben von ihm"t . . . Wie der Targum tagt: das Verderben kommt oon ihnen und nicht von Ihm. sich durch ihren Dezernenten Dr. Alfred Klee an die Schulleiter und Religionslehrer der Berliner Gemeinde gewandt mit der Aufforderung, den am 13. Tischri — 18. September — d. Js. stattfindenden 100. Todestag Rabbi Akiba Egers würdig zu begehen. Diese Anregung hat der Preußische Landesverband jüdischer Gemeinden aufgenommen und seinerseits die Rabbiner und Lehrer seines Betreuungsgebietes gebeten, auf der Kanzel, im Vortragssaal und im Unterricht des berühmten Posener Oberrabbiners zu gedenken. Auch der Religionsunterricht und die Geschichtsstunde erscheinen zur Behandlung dieser überaus charakteristischen Persönlichkeit geeignet. Seine Tätigkeit als Rabbiner an kleinen und großen Gemeinden des preußischen Ostens, sein Wirken im Rahmen der politischen und kulturellen Emanzipationsbestrebungen seiner Zeit, seine Bedeutung als Forscher und Lehrer, aus dessen Schule bedeutende Lehrer hervorgegangen sind, seine Stellung als einer der bedeutendsten religiösen Rechtsgutachter, aber auch seine vornehme und gütige Persönlichkeit, nicht zuletzt seine Rolle, als Gegenstand der jüdischen Volkssage 'werden sicherlich Anlaß, zu förderlichen Erörterungen für alle jüdischen Kreise bilden können. [JÜDISCHE GEMEINDE DUISBURG Zu Rsusehhasehowoh! L’scbonoh tau wohl Ein gutes neues Jahr! Mit diesem altes trauten Wunsch grüßen wir alle unsere Gemeindemitglieder an der Schwelle des jüdischen Jahres 5898. Wie schwerwiegend aber ist der Inhalt, den die Zeit diesem schlichten allen Wort gibt! Viele sind aus unserem Kreise hinausgezogen in ferne Lande, um neu ihr Leben aufzubauen, die Jungen voran; in Wehmut und Sehnsucht blicken die Alten ihnen nach, manche sind ihnen auch schon gefolgt. Aber um so fester hat die Not uns, die Zurückbleibenden, geeint. Sie verbindet uns zu gegenseitiger Hilfe und zum gemeinsamen Tragen des Leides, aber nicht in Verzagtheit und Kleinmut, sondern in dem Bewußtsein, daß die Bande zwischen der Ferne und der Nähe fest geknüpft bleiben, und daß uns zur Seite die Hoffnung steht, die Israel von je her begleitet hat Das ist der Segen der Jüdischen Gemeinde, die als festes Bollwerk' im Strudel der Zeiten dasteht, als Heimat der Seele und Schutz in Sorge und Not. Sie zu stärken und in allen Erschütterungen der Zeit aufrecht zu erhalten, ist unsere wichtigste Aufgabe. Wir haben soeben einen neuen Schritt zu ihrer Festigung getan. Die drei Gemeinden im Bereich der Großstadt Duisburg haben beschlossen, sich zur Einheitsgemeinde zusammenzuschließen. Sie wollen die Kräfte vereinen zu gemeinsamer Arbeit und zu gemeinsamer Hilfe. . Der Gedanke der jüdischen Zusammengehörigkeit bat so in der Zeit der Not einen neuen Sieg errungen, und neue Zuversicht und neue Kraft wird uns allen daraus erwachsen. Der Hüter Israels behüte auch das neue, große Werkt So gilt der Gruß zum neuen Jahr dem weiteren Kreise, allen jüdischen Brüdern der Gesamtstadt, allen Mitgliedern der bisherigen Gemeinden Duisburg, Hamborn und Ruhrort. Laßt uns in jüdischer Treue und jüdischem Glauben für eine glückliche Zukunft auch im neuen Jahre gemeinsam arbeiten! L’schonoh tauwoh! Der Vorstand und das Rabbinat der Jüdischen Gemeinde zu Duisburg. Zeiten des Gottesdienstes Sonntag, den 5. September 7 Uhr S’lichaus Rausch haschonoh Sonntag, den 5. September 19 Uhr Abendgottesdienst . und Ansprache Montag, den A. September 8 Uhr Festgottesdienst mit Predigt Uhr Abendgottesdienst 19 ttAMBOAtir MARXLOH - BERGER & Co Hamborn bringwn Hwrbstneohelten . in größter Auswahl Anzeigenschluß am 24, jeden Monats OaligiwhiltsposttH ■ U T ■ t N t 0 ■ proStBcfc awr 15.—, 17.—0.21— K4 rtmiit nr ppa NidMoc. Uatuet oder GeW xmriA he) Nidu*tf»lle». H*»dds- -tstliite>,H.te*aHrl Auch in ueuea Jahr ommm* Mn> godlogon vprotaw, dorh Pn> Jstlos Stagor, Daiibwg, Wllhslittr. 2. — Verfangen .SMMhrg, MeSi oder besuche« Sie Midi. Idtm E GS. Zu den Feiertagen MaAsprta, Orbrthsihw, xJSstss. UtcrworKelsadtr u. eilt Wfartt«« so hehre hei S2.MJMM