Jüdisches Gemeindeblatt für die Synagogen-Gemeinden in Preussen und Norddeutschland
- Journal
- Jüdisches Gemeindeblatt für die Synagogen-Gemeinden in Preussen und Norddeutschland
- Volume
- 15 (1937)
- Issue
- 8 (1.8.1937)
- Date
- 1937-08-01
- Page
- Seite 14 (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
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Jüd. Gemeindeblatt f. d. Synag.-Gem. in Preußen/NorddeateAland 1. August 1937 15. JhrgyNr. 8 MITTEILUNGEN DERISIAEIITECHEN GEMEINDE BREMEN UND DER SYNAGOGEN-GEMEINDEN NORDWESTDEUTSCHLÄNDS Aus dem Jahresbericht Die Generalversammlang der Isr. Gemeinde fällt der vorgerückten Zeit wegen aus. Folgende statistische Angaben aus dem vorgesehenen Jahresbericht sind bemerkenswert: Am 1. Januar 1936 war die Zahl der beitragzahlenden männl. weibl. Gemeindemitglieder. . 164 52 männl. weibl. hiervon wanderten aus 7 1 verzogen nach auswärts 4 3 verstarbeu 5 1 traten a. d. Gemeinde aus 2 0 18 5 146 47 Zuwachs durch Binnenwanderung 8 2 durch Neu-Aufnahmen 14 4 22 6 Zahl der Mitglieder am 31. Dezember 1936 168 und 53 Mithin ein Gesamtzuwachs von nur 5 Personen. Anders gestaltet sich die übersieht bei der Statistik über die gesamte jüdische Bevölkerung, die am I. Januar 1936 aus männl. weibl. 586 645 Personen bestand. Zus. 1231. männl. weibl. Hiervon wanderten aus 50 30 Verlust durch Binnenwanderung 37 49 Insgesamt verstarben 12 8 99 87 487 558 Zuwachs durch Binnenwanderg. 66 70 Zahl der Geburten 2 2 68 72 Gesamtzahl am 31. Dezember 555 630 zusammen 1185 Dies bedeutet einen Wanderungsverlust von 46 Personen (31 männl. und 15 weibl.) und eine Tendenz langsamen Abgleitens im HinbHck auf die Gesamtziffem: 1. Jan. 1936 1231, 1. Jan. 1937 1185, 1. April 1937 1170, 1. Juni 1937 1135. Die Auswanderung des Jahres 1936 verteilte sich auf folgende Länder: Australien 3, Belgien 5, Brasilien 2, Chile 4, Dänemark 2, Danzig 2, Ecuador 1, England 2, Italien 6, Litauen 2, Niederlande 7, Österreich 1, Palästina 12, Paraguay 1, Spanien 2, Süd-Afrika 4, Tschecho-Slowakei 1, Uruguay 3, Vereinigte Staaten von Nord-Amerika 20, insgesamt 80, Die Zahl der betreuten Durchwanderer, die im Jahre 1935 noch 162 Personen betrug, ging 1936 auf 111 zurück; die Zahl der inländischen Durchwanderer überwog die der ausländischen und staatenlosen um ein Beträchtliches. Die Eheschließungen verminderten sich von 10 (1935) auf 5 (1936). Eine Revision der Gemeinde hinsichtlich ihrer Verwaltung, Rechnungsführung und Etatgestaltung fand am 7. und 8. Juni 1936 im Aufträge der Reichsvertretung der Juden in Deutschland statt. Die eihgehende Prüfung erfolgte durch Herrn Stadtrat a. D. Dr. Michel (Berlin). Der 34 Seiten starke Bericht gelangte in den Sitzungen des Vorstands und Gemeinderats vom 29. Juli und 13. August ausführlich zur Besprechung. Als Ergebnis der Revision stellte der Prüfer fest, daß die Gemeinde Bremen in ihrer Verwaltung und Finanzgebarung einen guten Eindruck macht und daß die Geschäftsführung Anerkennung verdient; es wird empfohlen, die Rechnungsablage alljährlich durch einen unbeteiligten beeid. Wirtschaftsprüfer revidieren und die Nachprüfung auch beim Altersheim vornehmen zu lassen. Was insbesondere das Wohlfahrtswesen anbetrifft, so heißt es in dem Bericht: Die aufgewandten Mittel zeigen, daß im Verhältnis zur Größe der Gemeinde Bremen eine wohlorganisierte, hochwertige Wohlfahrtspflege geübt wird und daß sie sachlich richtig gegliedert ist. — Die vorgeschlagene Wirtschaftsprüfung wurde am 11. und 12. März 1937 durchgeführt. Als Prüfer fungierte der beeid. Diplomkaufmann, Herr Dr. Ludwig Batzner (Berlin), der im Aufträge der Reichsvertretung zugleich die Buchführung der Jüd. Darlehnskasse und der Jüd. Winterhilfe prüfte und auf Wunsch des Gemeindevorstands auch eine kursorische Wirtschaftlichkeits-Prüfung beim Jüd. Altersheim vornahm. Herr Dr. Batzner gewann bei seinen Erhebungen in voller Übereinstimmung mit Herrn Df. Michel den Eindruck, daß das Rechnungswesen bei der Bremer Gemeinde mit Sorgfalt gehandhabt wird und daß das angewandte System als voll ausreichend anzusehen ist. Lückenlos geprüft wurde die Erfassung und Verbuchung der Steuerleistungen in 1936. Es wurde die Überzeugung gewonnen, daß die Veranlagung der einzelnen Beitragspflichtigen genau auf Grund der vom Finanzausschuß erlassenen Richtlinien erfolgt und daß das Einziehungswesen recht sorgfältig bearbeitet wird. BENUTZT UNSERE GLÜCKWUNSCH-ABLÖSUNGEN! Erhältlich im Gemeindebüro Gartenstr. 7 und im Hotel zum Falken, Falkenstr. 26-27. Jüdisches Wohlfahrtsamt, Bremen. Weitere Nachrichten aus Bremen auf der nächsten Seite. Sdnvanc Butrn betreue« sie zuverlässig. \ Solide Preise (£? 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