Gemeindeblatt für die Jüdischen Gemeinden Preussens
- Journal
- Gemeindeblatt für die Jüdischen Gemeinden Preussens
- Volume
- 15 (1937)
- Issue
- 6 (1.6.1937) inkl. Mitteilungen der Gemeinden (Magdeburg, Duisburg, Halle, Bremen, Nordwestdeutschland, Stettin und Pommern)
- Date
- 1937-06-01
- Page
- Seite 15 (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
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MITTEILUNGEN DER SVNAGOGEN-GEMEINDE ZU STETTIN UND DER SYNAGOSEN-SEMEINDEH POMMERNS Zuschriften für diesen Teil des Blattes sind za riditen an das Verwaltungsbüro der Synagogen>Gemeinde, Stettin, Rosengarten 9»10 Juni 1937 Der neue Palästina-Film „Hatikwah“ in Stettin Am Mittwoch, d. 12. M a i 1937, zeigte die Stettiner Zionistische Vereinigung in zwei überfüllten Veranstaltungen den neuen Palästina-Film „Halikwa — Dokumente einer Hoffnung“. Der Film, der in geschickter Form die KntWicklungsstadien der Aufbauarbeit in Erez Jisrael veranschaulicht, hält sich fern von jeder Propaganda und läßt die Bilder — als eindringlichste Sprache — auf die Zuschauer wirken. Der — aus vorhandenem Bildmaterial der Archive zusammengestellte — Bildstreifen unternimmt als „historisches Dokument“ erstmalig den Versuch, besonders wichtige Ereignisse aus der Geschichte der modernen Palästina-Kolonisation im Bilde wieder aufleben zu lassen. So verdienen u. a. die Aufnahmen vom Einzuge Sir Herbert Samuels in Palästina, von der Grundsteinlegung für die Hebräische Universität auf dem Skopus und vom Bau des Ruthenberg-Kraftwerkes eine besondere Beachtung. In einer eindrucksvollen Gegenüberstellung des Landes von dem Beginn der zionistischen Pionier-Arbeit bis zur Gegenwart wird den Zuschauern auf den verschiedenen Gebieten der Landwirtschaft, Industrie, des Städtebaues, oder in kultureller, sozialer und verkehrstechnischer Hinsicht erst richtig zum Bewußtsein gebracht, welche Energien durch die Idee des Zionismus im jüdischen Volke wieder geweckt wurden. Der Film, der in ,Stettin als Auftakt der Schekel-Akfjon 5696/97 gezeigt wurde, stärkte sicher die Opferbereitschaft für Palästina und wird das Verständnis für die; einzigartige Aufgabe, die uns Juden heute gestellt ist, vertieft haben. Einen Appell in diesem Sinne richtete auf der Abend-Veranstaltung Herr Rab. Richter an die Zuhörer. Auf der Veranstaltung am 'Nachmittage, die fast von der gesamten Gemeinde-Jugend besucht war, hielt Georg Kopydlowski die einleitende Ansprache. Reisesteuerkasse Opfert beim Antritt Eurer Erholungsreise den Betrag eines einzigen Ferientages bei der Genossenschaftsbank Iwrla auf Konto R 20 oder auf deren Postscheckkonto 811, Amtliche Bekanntmachungen der Synagogen-Gemeinde Stettin Synagogensteuer Wir erinnern hierdurch an Zahlung der am 15. Mal fällig gewesenen 1. Voraussahlungsrate auf die Synagogensteuer 1937/38. Der Vorstand der Synagogen-Gemelnde. Kassenstunden: Montag bis Freitag von 9—12 Uhr. Postscheckkonto: Stettin 1624. Bankkonten: Genossenschaftsbank Iwria, Dresdner Bank, Girokasse 1706. Wohlfahrtsamt der Synagogen-Gemeinde Stettin Dezernent: Herr Louis Lewy, Heumarkt 8, Telefon: 307 12. Sprechstunden: Dienstag und Donnerstag V*»—V*ll Uhr. Sprechstunden von Frau Riess (Vorsitzende des Israelitischen Frauenvereins): Mittwochs 10 bis 11 Uhr, Rosengarten 9—10, Hof part. Sprechstunden der Fürsorgerinnen Rosengarten 9—10, Hof part.; Montag 15 V*—16V*Uhr, Dienstag von ll1/*—121/* Uhr. Mittwoch und Freitags von 8Vs bis SM/t Uhr. Fernsprecher 26883. Die Ausgabe von Krankenpflegeartikeln findet nur noch während der Sprechstunden der Fürsorgerinnen gegen Empfangsbescheinigung der Entleiher statt. Es ist ratsam, alle Eingaben an die Behörden vorher mit den Fürsorgerinnen zu besprechen. Arzt des Israelitischen Wohltätigkeits- und Beerdigungsvereins und des Israelitischen Frauenvereins: Herr Dr. Meyer, Augusta“ platz 3. Sprechstunden: 8*/*—10V* und 151/*—17 Uhr. Telefon 20090. Sonntags keine Sprechstunde. Auswärtige Kranke, die sich in hiesigen Krankenhäusern oder Privatkliniken befinden und von unseren Krankenpflegeorganisationen besucht werden möchten, wollen ihre Adressen schriftlich oder telephonisch unserem Verwaltungsbüro Rosengarten 9—10, Telefon 26663, aufgeben. Jüdische Durchwanderer sind stets an das Gemeindebüro zu verweisen, da nur dort geeignete Unterlagen vorhanden sind, um deren Angaben nachzuprüfen und Bedürftigkeit und Würdigkeit festzustellen. Für Weiterbeförderung und Zehrgeld wird dann dort gesorgt. Wohnungen der Beamten: Rabbiner Karl Richter, Friedrich-Karl-Str. 27. Sprechstunden Montag bis Freitag 11—12 Uhr. Fernsprecher: 26583. Dr. Rosenberg, Friedrichstr. 4, Oberkantor Rainowitz, Elisabethstr. 4. Bücherei. Rosengarten 9-IO. Unentgeltliche Ausleihe von Büchern aus allen jüdischen Wissensgebieten. Reichhaltige Belletristik. Lesezimmer mit Zeitschriften aller Richtungen. Anslelh- und Lesestunden: Dienstag 17'/«—l*1/, Uhr. Alle Bücher, die länger als 4 Woehen entliehen sind, sind sofort znrüekzogeben I Rückgabe von Büchern nnr während der Aasgabeselten in der Bücherei (n i c h t im Verwaltungsbüro der Gemeindel). Bekanntmachungen von Todesfällen und Beerdigungszeiten werden, ebenso wie andere wichtige Gemeindeangelegenheiten, in dem für Bekanntmachungen bestimmten Gitterkasten an der Hoffront der Synagoge veröffentlicht. Öffnungszeiten für den Friedhof: Sonntag- bis Freitag 8 bis 17 Uhr. Bei vorkommenden Sterbe fällen ist umgehende Benachrichtigung des Bestattungskommissars der Chewra kadi schah, Herrn A. Fein, Stoltingstr. 44, Telefon 32630, außerdem Mitteilung an unser Verwaltungsbüro, Rosengarten 9—10, Telefon 26663, erforderlich. Wir bringen in Erinnerung, daß die Beerdigungskosten an die Gemeinde und Chewra kadischah in voraus zu zahlen sind, da unter den heutigen Verhältnissen keine dieser Organisationen in der Lage ist, die notwendigen Barauslagen zu machen. Die sonstigen rituellen Leistungen der Chewra kadischah und des Frauen Vereins werden stets ehrenamtlich ausgeführt. 45