Gemeindeblatt für die Jüdischen Gemeinden Preussens
- Journal
- Gemeindeblatt für die Jüdischen Gemeinden Preussens
- Volume
- 15 (1937)
- Issue
- 5 (1.5.1937) inkl. Mitteilungen der Gemeinden (Magdeburg, Bremen, Nordwestdeutschland, Halle, Stettin, Pommern und Tilsit)
- Date
- 1937-05-01
- Page
- Seite 17 (sequence 17)
- Language
- German
- Belongs to
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MITTEILUNGEN JERSVNAGOGENGEMEINDE ZU STETTIN UND DER SVNAGOGEN-GEMEINDEN POMMERNS Dank der Winterhilfe Die Tätigkeit der diesjährigen Winterhilfe ist beendigt! Vielen, sehr vielen ist geholfen -worden, vielen sind die Sorgen des Alltags erleichtert oder ganz abgenommen worden. Niemand hat unter Hunger oder Kälte zu leiden gehabt. Und mit innerlicher Befriedigung kann festgestellt werden, daB im allgemeinen die Aufgaben erfüllt werden konnten, die uns auf Grund der Organisation der Jüdischen Winterhilfe gestellt waren. DaB wir dazu in der Lage waren, haben wir mit in erster Linie den zahlreichen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern, jung und alt, zu verdanken, die sich in selbstloser, opferfreudiger Weise zur Verfügung gestellt hatten. Auf dem Gebiete der monatlichen Eintopfsammlung, der Pfundspende, bei der Ausgabe von Bekleidung und überall sonst konnten wir in jeder Beziehung auf unsere Hilfskräfte rechnen; sic haben in höchstem MaBe Anteil an den Erfolgen gemeinsamer Tätigkeit, und ihnen gebührt ein groBcr Teil unseres Dankes. Wenn wir aber überhaupt etwas von den uns gestellten Aufgaben erreichen konnten, so war das nur möglich durch die uns von unseren Gemeindemitgliedern in opferbereiter Weise dafür bereit gestellten Mittel, und mit besonderer Anerkennung heben wir hervor, daB uns solche auch vielfach von Spendern zugingen, die selbst durch die Not der Zeit darauf angewiesen waren, die Wohltaten der Winterhilfe in Anspruch zu nehmen. Möchten sich an diesen vom Glück vernachlässigten Spendern doch diejenigen ein Beispiel nehmen, die auch heute noch m der Lage sind, oft sogar reichlich, zu geben, es aber doch über sich gebracht haben, sich abseits der Gemeinschaft zu stellen. Unser Dank an alle, die uns so durch Geldspenden bedacht haben, erstreckt sich aber auch auf die zahlreichen Spender von Sachwerten, in der Hauptsache Bekleidungsstücken, die als wertvolle Bereicherung unserer Kleiderkammcr zugute kamen. Diese ebenso notwendige wie wohltätige Einrichtung bleibt auch nach SchluB der Winterhilfe bestehen; wir bitten deshalb auch an dieser Stelle wieder: Vergeßt die K1e1derkammer nicht! Allen, die sich in irgend einer Form an unserer Winterhilfe beteiligt haben, sei nochmals unser herzlichster Dank ausgesprochen verbunden mit dem Wunsche auf weitere erfolgreiche Mitarbeit bei der nächsten Winterhilfe. Der Vorstand der Synagogen Gemeinde. Bildungswesen der Gemeinde Fortsetzung der Lehrvorträge von Herrn Rabbiner Rieht e r über „die Entwicklung des jüdischen Gottesdienstes“ am Sabbath nachmittag zwischen Mincha und Maariw. Öffnungszeiten der Provinzialkleiderkammer: Montag nachmittags von 8'/* bis 4Vs Uhr; Mittwoch nachmittags von 3Vt bis 4*/t Uhr; Freitag vormittag von lO'/z bis M‘/s Uhr. Amtliche Bekanntmachungen der Synagogen-Gemeinde Stettin Synagogensteuer Wir bitten um baldige Cberwctaug etwaiger Biekatiade aus dem Verwaltungsjahr 1936/37, damit unnötige Mahn- oder Einziehungskosten erspart bleiben. Der Verstand der Syaagafea Gemeinde. Kassenstunden: Montag bis Freitag von 9—13 Uhr, Postscheckkonto: Stettin 1624. Bankkonten: Genossenschaftsbank Iwria, Dresdner Bank, Girokasse 1706. Wohlfahrtsamt der Synagogen-Gemeinde Stettin und Jüdische Winterhilfe Desenent; Herr Loais Lcwy, Heumarkt 8, Telefon: 307 12. Sprechstunden: Dienstag und Donnerstag V*9—Vtll Uhr. Sprechstunden, von Frau Riess (Vorsitzende des Israelitischen Frauenvereins): Mittwochs 10 bis 11 Uhr, Rosen garten 9—10, Hof part. Sprechstunden der Fürsorgerinnen Rosengarten 9—10, Hof part.; Montag 15Vt—16V« Uhr, Dienstag von llVs—12*/» Uhr. Mittwoch und Freitags von 81/* bis 9Vt Uhr. Fernsprecher 26883. Die Ausgabe von Kraakropflegeartlkein findet nur noch während der Sprechstunden der Fürsorgerinnen gegen Empfangsbescheinigung der Entleiher statt. Es lat rataam, alle Fl »gaben an die Behörden vorher mit den Fürsorgerinnen an besprechen. Veränderungen im Personenstand Ehesehlieünagen: Georg Klein mH Erika Caspar!; Walter Rosenbaum mit Edith Baden; Ludwig Simonsohn mit iHilda Moser. Todesfälle: 30. 3. 37 Julius Salomon (67 J.); 3-. 4. 37. Paula Klein (66 J.); 3. 4. 37 Franziska Lisser (90 J.); 12t 4. 37 Hermann Birnbrey (54 J.); 17. 4. 37 Margarethe Saenger (65 J.). Vorankündigung Wir beabsichtigen, Anfang Mai vor den Mitgliedern der Stettiner Synagogen-Gemeinde vorzuführen: „Hatikwah“. Dokumente einer Hoffnung. Ein Tatsachen-FUm vom Wachsen und Werden des Palästina-Aufbaus. — Der genaue Termin wird noch durch direkte Einladungen bekanntgegeben. Stettiner Zionistische Vereinigung. Statistische Uebersicht des Personenstandes der «ynagogen-Qometade Stettin für die Monate Januar, Februar, Mäm 1937 Oeberlee Btasegaeafea IbeaebllaSantim Hilrillt Kaebeu Uadebee Somme Knaben | MSdehen nnt 20 20-25 26-30 31—35 36—40 41-50 Somme lUnser Frame Boom - 1 1 3 - U. P. M. F. U.|, V. p. u. r. u. r. der Bhwchl - 1 i -1- -.1 2 -1- 3 - - 1 3 2 1 “ Todesfälle bt»2J. 7—tS ■(ent. wetbl 2t—30 31—«O 41-30 31—60 01—70 71—00 81—90 •ber 90 Seme A Betritt# eee der aas dem Gemeinde J ödestem free tl Zalp rsn 14 14 16 19 8amme der Zeftece 18 26 44 i 13 Summe 26 33 - I 16 1 l 19 Somme 13 21 Summe der Abgtage X 33 3* 36 T