Gemeindeblatt für die Jüdischen Gemeinden Preussens
- Journal
- Gemeindeblatt für die Jüdischen Gemeinden Preussens
- Volume
- 15 (1937)
- Issue
- 5 (1.5.1937) inkl. Mitteilungen der Gemeinden (Magdeburg, Bremen, Nordwestdeutschland, Halle, Stettin, Pommern und Tilsit)
- Date
- 1937-05-01
- Page
- Seite 14 (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
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Mai 7.15 Uhr 9 Uhr 9.28 Uhr 4.— 5. Juni 7,15 Uhr 9 Uhr 9.36 Uhr Der Lernabend am Schowuaus findet am 15. Mai im Anschluß an den Abendgottesdienst im Theodor Lauter-Haus, Kuhlenwall 28, statt. Familiennadiricbten ®araii*woh: 5. Juni 1937 Moritz Rosenberg, Sohn des Herrn Josef Rosenberg und Frau Anna geb. Knecht, Charlottenstraße 64. Vermählung: 29. 4. 1937 Fräulein Auguste Schärf mit Herrn Jo van der Hock, Amsterdam, Kribbestr. 27. Silberne Hochzeit: 28. 5. 1937 Jacob Cohn und Frau Frieda geb. Nathan. * Es ist beabsichtigt, im Mai 1937 einen Anfänger-Kursus und einen Fortgeschrittenen-Kursus für Hebräisch zu eröffnen. Meldungen sind zu richten an das Büro der Jüdischen Gemeinde, Junkerstr. 2. * Das Wohlfahrtsamt bittet um Überlassung von Kleidungsstücken, insbesondere Herrensachen, sowi'e von Matratzen. Auf telefonischen Anruf (22417) werden die Sachen abgeholt. — Die Sprechstunden des Wohlfahrtsamtes finden Montag bis Freitag in der Zeit von 9—11 Uhr statt. In der Synagogen gemeinde Ruhrort fanden Neuwahlen des Vorstandes statt. Es wurden gewählt die Herren: Berthold Benjamin, Max Keller, Hauptlehrer Fritz Kaiser, Jakob Hillmann; — Zum Vorsitzenden wurde Herr Benjamin bestimmt. Jubiläumsfeier der jüdischen Schule Duisburg Aus Anlaß des 10 jährigen Bestehens hatte sich am 21. 3. die Schulgemeinde zu einer Jubiläumsfeier eingefunden. Der vorgehende Sabbatgottesdienst war zu einem Festgottesdienst ausgestaltet, in dem der Synagogenchor „Die Himmel erzählen des Ewigen Ehre“ aus der „Schöpfung“ zum Vortrag brachte. Am Samstag, dem 20. 3. hatten sich abends zahlreiche ehemalige Schüler zu einem gemütlichen Beisammensein mit dem Kollegium der Schule eingefunden, bei dem in fröhlicher Weise ehemalige Erinnerungen ausgetauscht wurden. Bei der eigentlichen Jubiläumsfeier, eröffnet durch einen Schülerchor, konnte der Schulleiter, Herr Frank, die zur Feier erschienenen Eltern, ehemaligen Schüler, das Kollegium, die Vorstände der Gemeinden Duisburg und Ruhrort, die Vertreter der Organisationen, den Vertreter des Vereins israel. Lehrer Rheinlands und Westfalens, Herrn Katzenstein-Steele, sowie die Lehrer der Schulen aus Nachharstädten begrüßen. Die Schulabteilung der Reichsvertretung, sowie zahlreiche Schulen hatten schriftliche Glückwünsche gesandt. Herr Frank gedachte in ehrenden Worten der Männer in unserer Gemeinde, die vor Jahren den Kampf um die Errichtung einer jüdischen Schule in Duisburg erfolgreich geführt hätten, und denen wir zu demütigem Dank verpflichtet seien, insbesondere der Herren Dr. Epstein, Max Simon, und der verewigten Herren Kolskj und Edmund Levy. Nach den Begrüßungsansprachen des Herrn Brodinger als Vertreter der Elternschaft und im Aufträge des Vorstandes der Gemeinde, des Herrn Kaiser als ehemaligen langjährigen Leiter der Schule, des Herrn Rabbiner Dr. Neumark, des Herrn Benjamin im Namen der Synagogengemeinde Ruhrort und des Herrn Lehrer Katzenstein im Aufträge des Vereins isr. Lehrer hielt Herr Frank die Festrede, in der er einen Rückblick auf die Entwicklung der Schule gab. Von 54 Kindern mit 2 Klassen habe sie sich zu einem stolzen, geachteten Schulsystem mit zeitweise 5 (jetzt 4) Klassen und über 200 Kindern entwickelt. Die ehemaligen Gegner seien ebenfalls zu Freunden der Schule geworden. Uber 500 Schüler seien in diesen 10 Jahren durch die Schule hindurchgegangen, fast 200 von ihnen habe in Erez oder in anderen Ländern eine neue Heimat gefunden. Er dankte dem Kollegium für die treue Mitarbeit, der Gemeinde für die materielle und ideelle Unterstützung der Schnlarbeit, der Elternschaft, die in zahlreichen Elternabenden und Schulfeiern Einblick in die Schularbeit gewinnen konnten. 14