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Gemeindeblatt für die Jüdischen Gemeinden Preussens · 1937-04-01 · 4 (1.4.1937) inkl. Mitteilungen der Gemeinden (Magdeburg, Duisburg, Bremen, Nordwestdeutschland, Tilsit, Halle, Stettin und Pommern) · p. Seite 14

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Journal
Gemeindeblatt für die Jüdischen Gemeinden Preussens
Volume
15 (1937)
Issue
4 (1.4.1937) inkl. Mitteilungen der Gemeinden (Magdeburg, Duisburg, Bremen, Nordwestdeutschland, Tilsit, Halle, Stettin und Pommern)
Date
1937-04-01
Page
Seite 14 (sequence 14)
Language
German
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Kunst eines Volkes, das sein Leben in Keilschriften- und auf Stein ausgeführten Skulpturen und Friesen aus Muscheln und Lasurstein, in Schmuckgegenständen ans Gold und SUber, in Tengefäßen und steinernen Waffen der heutigen Zeit für die Ewigkeit übermittelt hat. Durch den Anblick der rekonstruierten Tempel- und GrnftbiMer konnten sich die Versammelten ein Bild machen von dem in vorsintflutlicher Zeit auageübten Kultus und dem täglichen Leben eines für diese Epoche erstaunlich hoch entwickelten Volkes. Eine dem Noah-Kapitel der Bibel parallele, aus Keilschriften übersetzte Erzählung über die Sintflut beschloß die hochinteressanten Ausführungen, die von der aufmerksam lauschenden Versammlung mit verdientem großen Beifall aufgenommen wurden. E. S. Jüdische Winterhilfe Bremen In der Zeit vom 1. Oktober 1936 bis 31. März 1937 hatten die BSehaen-Samaslugen folgendes Ergebnis: Kaiser-Friedrich-Loge RM 3.22 Hotel zum Falken 11.30 durch Herrn J. Keller 1.50 durch Herrn W. Podolsky »♦ 2.80 Synagogen-Konzert (Winawer-Chor) ♦* 18.43 Sportgrupp« »Schild« Keren Hajessod-Vortrag Rabbiner »» 40.— Dr. Hahn - Essen u 24.90 Hotel znm Falken 16.29 Gemeindebüro 3.28 RM 121.72 Anläßlich Beendigung der Winterhilfs-Saison 1936/1937 sprechen wir allen Spendern, Helfern und Helferinnen unsern herzlichsten Dank für die bewährte Hilfe aus. Nur durch die vertrauensvolle dauernde Zusammenarbeit konnten die erforderlichen Mittel bereitgestellt werden, um die Not des Winters zu überwinden. Bremen, 31. März 1937 Jüdische Winterhilfe Bremen Vorfrag Rabbiner Dr. Hahn, Essen Rabbiner Dr. Hahn ans Essen sprach am Mittwoch, 3. März in der Synagoge über „Palästina vor der Königlichen Kommission“ und verstand es, die zahlreich erschienenen Zuhörer durch seine Ausführungen zu fesseln. Herr Dr. Hahn, der erst vor kurzer Zeit Palästina bereist halte, vermochte ein anschauliches Bild des Aufbaues zu geben und erklärte, daß er, obwohl selbst kein Zionist, dafür um Verständnis werben wolle, daß man den Aufbaukräften in Erez Israel, zu denen in erster Linie die Chaluzim gehörten, einen kaum abzutragenden Dank schulde. Wie auch immer das Urteil der von der englischen Regierung wegen der Araberunruhen eingesetzten Königlichen Kommission ausfalle, vor dem Urteil der Geschichte könne die Jndenheit Paläst'nas bestehen, denn gerade in den Zeiten der Unrnhen sei ihre Haltung vorbildlich diszipliniert gewesen. Am Schlüsse seiner temperamentvollen Rede bat Herr Rabbiner Dr. Hahn die Mitglieder der Israelitischen Gemeinde Bremen, dem — in hervorragendem Maße auch den aus Deutschland stammenden Juden zugutekommendem — Palästina-Aufbauwerk durch reichliche Spendenbeiträge Verbundenheit nnd Mithilfe zu bekunden. Wir wollen von Herzen hoffen, daß dieser Appell eines Nichtzionisten, der unser Land und unser Aufbauwerk persönlich kennen gelernt hat, in 4en Herzen unserer Gemeindemitglieder solch starken Widerhall gefunden hat, daß die anschließende Aktion des Keren Hajetsod als großer Erfolg zu buchen war. A. C. * « Za einem Kontert des Hambnrger Hasnmlt-Ckor hatte die Kulturkommission auf Sonntag, 14. März, in die Synagoge eingeladen. Daß nur 36 Besucher anwesend waren, war für die 30 Künstler, die Veranstalter und Besucher Reicher maßen deprimierend. Trotzdem bot der Chor unter Leitung des Qberkantor Lieber sein Bestes und dürfte sich überall hören laoaen. Besonderes Lob verdienen die Solisten, während die Besetzung des zweiten Basses hätte besser sein können. Das Programm war reichhaltig und geschmackvoll zusammengestellt,' Der schwache Besuch des Konzerts sollte der Kulturkommission eine Mahnung sein, nur solche Veranstaltungen zur Durchführung zu bringen, für die hei den Gemeindemitgliedern größeres Interesse vorausgesetzt werden darf. Die wenigen Besucher jedoch wissen der Kulturkommission für den künstlerischen Genuß Dank. Kraftwagen-Eigentümer werden erneut darauf aufmerksam gemacht, daß jeder Wagen mit Angabe der Art und Zeichen bis zum 5. jeden Monats im Gemeindebüro zu melden ist. Meldepflichtig sind ferner: Änderungen im Bestand, auch Tausch und Verkauf. — Meldungen haben ohne besondere Aufforderung zu erfolgen. Jeder Autobesitzer ist für Durchführung der Meldungen persönlich verantwortlich. Ober „Väter and Söhne, das Generatlonsproblem“ sprach am 11. März Herr Oberrabiner Dr. Carlebach (Hamburg) in offener Loge. Einweihung des neuen Beetsaales in Zeven Zeven, Provinz Hannover. Am Sonntag, 26. Februar fand in Zeven die Einweihung eines Betsaales der Gemeinde statt. Eine außerordentlich große Anzahl von Mitgliedern der Gemeinde, der Nachbargemeinden Bremervörde, Stade, Basbeck und Rothenburg hatte sich zu dieser Feier eingefunden. Der Verband jüdischer Gemeinden Schleswig-Holsteins und der Hansastädte war durch dessen Sekretär und durch Herrn Möller, den Vorsitzenden der Kultuskommission vertreten. Als Ehrengast war Herr Oberrabiner Dr. Carleba'ch erschienen, der die Weiherede übernommen hatte. Nach dem Minchahgebet und der Rezitation des 30. Psalms wurde die Thorahlolle in feierlichem Umzng eingeführt. Sodann begrüßte Herr Prediger Gordon, Harburg Wilhelmsbarg, als Seelsorger der Kleingemeinden die Gäste und die Gemeinde.' Ausgehend von dem Wanderschicksal der Juden, schilderte der Redner die Entstehung dieses neuen Betraums, dessen wichtigste Teile aus der aufgelösten Synagoge in Deutsch Eylau stammen. — Gemeinsamer Gesang beschloß diese, für die Kleingemeinden der Umgebung von Zeven wohl unvergeßlich« Feierstunde. Während seiner Ansprache überreichte Herr Prediger Gordon dem Vorsitzenden der Gemeinde Zeven, Herrn S. Neugart e n, zur Uehernahme in die Gründungsakten das Bild der Synagoge Deutsch Eylau, das vor deren Auflösung aufgenommen worden ist. Nicht nur Juden wandern, auch ijire Gotteshäuser wandern! MITTEILUNGEN agogengemihndiF TILSIT Gottesdienste im April IQ37 PeMaeh: Vorabend Morgens* Mincha Ausgang Freitag, 2. April (7.Tag) 18,10 8,30 16 — Schabbat, 3. April (8.Tag) 18,10 8,30 16 19,05 Predigt u, Seelenf. Schabbat Wochenabschnitt Vorabend Ansgang 10. April Scheinmi (Neumondsweihe) 18,25 19,20 13. „ Tasria, Mezora 18,40 19,36 24. . Achare, Kedoschim 18,55 19,50 1. Mai Emor 19,10 20,05 Jeden Scbabbat-Morgen S. Jeden Schabbat-Mincha 16. 'Bosch Codesch Ijar: Sonntag, den 11., u. Montag, den .12. April. Lag bä-Omer: 18. Ijar 29. April. 14 Wochentag-Morgen regelm, 7,16. Wochentag-Mincha u. Maariw: 4. bis 8. Apr. 18,25; 11. bis 15. April 18,40; 18. bis 22. April 18,55; 26. bis 29. April 19,10; 2. bis 6. Mai 19,25. Jahrzeiten {Chewra Thillim). 23. Nissan (4. 4.)-Rischa Rachmann; 28. Nissan (9. 4.) Debora Guttmann; 2.-Jjar (13. 4.) Taube BerloWilz; S. Ijar (14. 44' Hillel Finkeistein; '7. Ijar (18. 4,f Aron-Britz; 9. Ijar (20. 4.) Meyer Wisguraki; 11. Ijar (22. 4.) Salomon Friedheim. Paul Werblowsky; 13. Ijar (24. 4.) Henriette Fabian; 16. Ijar (27.4.) Anna Britz; il. Ijar (28. 4.) Kantor Moses -Jaffe;’ 18. Ijar.. (29. 4.) Hermann Kallenbach. Isaak Garfunkel; 20. Ijar (1. 5.) Jakob Segall. ,

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