Gemeindeblatt für die Jüdischen Gemeinden Preussens
- Journal
- Gemeindeblatt für die Jüdischen Gemeinden Preussens
- Volume
- 15 (1937)
- Issue
- 4 (1.4.1937) inkl. Mitteilungen der Gemeinden (Magdeburg, Duisburg, Bremen, Nordwestdeutschland, Tilsit, Halle, Stettin und Pommern)
- Date
- 1937-04-01
- Page
- Seite 12 (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
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M a g d e b n r g Damen« Herren* Kinder« . Textifwaren aller Art Teppidic * Gardinen * Läuferstoffe Schuhwaren ■vMUaateat ■ini«i>iia»«i ■i«ib-ms»«i KAUFMAU/ Israelitisch«* Altersheim e.V, WBtnMBB ■BHBB s MoatSf, den 1?. April 1937, abend* 6 Uhr im Gemeiadeblm, Gr. Schal*trabe 2 c TAOBSORDNUNO : 1. Bericht de* Vorstandes aber Vereiaaaagefefeoheiten 2. Rechoaoftberidit de* Kassierers 3. Batlastonp des Vorstandes 4. Verschiedene* Der Vorstand Rabbiner Dr. Wilde Der Rechnungibericht liegt im Sekretariat des Gemeinde' hanses zur Einsichtnahme aas. i ilnfeiSlumM« uorer Garantie des UMtlHPlCBI kauft nndhol,.bßucJ1Jia||er ZtKholtkcs’r. 20 / Telefon 21006 , HOSENjeder^rt. auch Anfertigung nach Angabe Hosen -Vertrieb Jakobstraße 50 Ihre Pelzsachen pflegt und schützt vor Vermottnnf ■Usearalk, Kürschner jetzt Blauebeistraße 9II <an der |akobikirche> fcnrWw. 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Adolf Staadecker, Grünstr. 49, 70 Jahre. Sterbetille: 1. 3. 1937 Frau Anna Schärf geh. Hermann, Musfeldstr. 92; 7.3. 1937 R.-A. Paul Löwe, Neckarstr. 52, 18. 3. 1937 Siegmund Gottschalk, Marienstr. 12. Jüdischer Central-Verein e. V. Ortsgruppe Duisburg. Zu Dienstag, den 2. März hatte die Ortsgruppe Duisburg des Central-Vereins für Duisburg und Nachbarorte zu einem ' Vortrag des geschäftsführenden Syndikus des Central-Vereins und Hauptschriftleiters der „C.-V. Zeitung“, D r. Alfred Hirschbergs, eingeladen. Der Einladung war in überraschend größer Zahl Folge geleistet worden, sodaß nicht alle Erschienenen Platz finden konnten. Der Vorsitzende der Ortsgruppe Duisburg, Hauptlehrer Fritz Kaiser, eröffnete die Versammlung mif warmen Worten der Begrüßung. Dr. Alfred Hirschberg wies einleitend darauf hin, daß sein Thema „Ausblick in jüdische Zukunft“ nichts mit Prophetie zu tun habe. Es komme heute darauf an, nüchtern und klar aus den gegebenen Tatsachen unsere Zukunft planvoll zu gestalten. Unsere jüdische Gemeinschaft stehe vor der Aufgabe, für einen sehr großen Teil ihrer Menschen, vor allem ihrer Jugend, Auswanderungsmöglichkeiten zu schaffen. Diese Aufgabe könne nur in Zusammenarbeit aller jüdischen Stellen in Angriff genommen werden. Es müsse festgestellt werden, daß der Auswanderungsstrom im letzten Jahr seine Richtung insofern geändert habe, als er sich nicht mehr wie früher zum größten Teil nach Palästina, sondern in überseeische Länder gerichtet habe. Die Gründe hierfür lägen auf der Hand. Es erwachse dadurch jedoch die Verpflichtung, dafür Sorge zu tragen, daß in jenen Ländern gewaltiger Ausdehnung unsere Menschen nicht als Einzelne versickerten und dem Judentum verloren gingen, sondern daß sie wertvolle Glieder der jüdischen Gemeinschaft blieben und sich als ebenso wertvoll für ihre neuen Heimatländer erwiesen. Die Erziehung müsse selbstverständlich feste jüdische Werte vermitteln. Sie müsse aber darüber hinaus unsere Menschen mit den Kulturgütern Europas verwachsen bleiben lassen. Der C.-V. habe bekanntlich nie unsere schrankenlose Assimilation an unsere Umwelt gefordert, sondern für unseren Bereich eine Synthese zwischen jüdischem Erbgut und Kulturgut der Umwelt erstrebt. Es dürfe nicht vergessen werden, daß auch heute die meisten Staaten verlangten, daß die Einwanderer bereit und fähig seien, sich dem kulturellen Leben der Nation einzuordnen. Die Ausbildung aber müsse unsere Menschen instand setzen, in den Berufszweigen, die in ihren neuen Heimatländern erwünscht seien, Vorbildliches zu leisten. Darüber hinaus müsse erstrebt werden, daß unsere Menschen den Zusammenhalt bewahren, daß Gemeinden und jüdische Einrichtungen gegründet werden. Zur Förderung der Gemeinschaftsauswanderung habe sich der Jüdische Central- Verein maßgebend an der Schaffung und Erhaltung des Auswandererlehrgutes Groß-Breesen beteiligt, das nach menschlicher Haltung und vermitteltem Wissen Höchstforderungen an seine Insassen stellt. Der Redner schloß mit einer Deutung der jüdischen Geschichte, indem er ein Wort des Historikers Grätz wiedergab: Die Juden als das Volk der Hoffnung würden ebenso ewig sein wie die Hoffnung selbst.' Wer Vieles bringt wird jsds*< slwo» bringen. Überzeugen Sie *rd> 1 Verlangen Sie Vorführung derMusieroder betuchen Sie gediegen und preiswert, durch fm Mm &**. total. ViltoBtr. 2 Leeres großes Zimmer mff fließendem Wasser zu vermieten •der 3 M—iserdew. R. W«lssf*ld, Sonnenwall 35 Leeres Zimmer von MaSer o: Todner zesgebt. Oefl. Abeebot unter- K. 1* tn aas Gemein« debOro, Junkertutr.2 Anzeigenschluß am 34. jeden Monats - 12