Gemeindeblatt für die Jüdischen Gemeinden Preussens
- Journal
- Gemeindeblatt für die Jüdischen Gemeinden Preussens
- Volume
- 15 (1937)
- Issue
- 3 (1.3.1937) inkl. Mitteilungen der Gemeinden (Tilst, Duisburg, Halle, Stettin und Pommern)
- Date
- 1937-03-01
- Page
- Seite 16 (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
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Bar Mlzwa. 6. März: Stefan Grodszinsky, Sohn des Herrn Paul Grodszinaky und Frau Elfriede geb. Demant, Skaisgirren. Sprechzeiten im Gemeindehaus, Schulstr. 13 Gemeindebüro: (Montag bis Freitag 9—12 Uhr vor - mittags. — Rabbiner Dr. Rösel: Montag, Dienstag, Donnerstag 11—12 Uhr vormittags. — Frau Alma Wilk, Vorsitzende des Frauenvereins: Montag und Donnerstag 11 bis 12 Uhr vormittags. Jahrzeiten (Chewra Thillim). 18. Adar (1. 3.) Rosa Schulz; 19. Adar (2. 3.) Isaak Epstein; 20. Adar (3. 3.) Fanny Feinstein; 21. Adar (4. 3.) Abraham Dobrin; 22. Adar (5. 3.) Israel Dembinsky. Pauline Taube Winkler; 24. Adar (7. 3.) Salomon Feinstem; 28. Adar (11. 3.) Marcus Laser; 29. Adar (12. 3.) Hirsch Neumark; 2. Nissan (14. 3.) Rebekka Lewinsohn; 7. Nissan (14. 3.) Rebekka Lewinsohn; 7. Nissan (19. 3.) Siegmund Bräude; 8. Nissan (20. 3.) Leib Friedländer; 14. Nissan (26. 3.) Basche Wartelsky; 17. Nissan (29. 3.) Moses Wyan. Ephraim Garbatzky; 18. Nissan (20. 3.) Dora Jakobsohn; 23. Nissan (4. 4.) Rischa Rachmann. Bekanntmachungen der Jüdischen Winterhilfe Pfmndspende. Im Monat.März nehmen wir mit Rücksicht auf das Peßachfest wie im Vorjahr keine Pfundspende entgegen. Wir bitten aber herzlichst um Ablösung durch Geldspenden, die das Gemeindebüro bis zum 16. März in Empfang nehmen wird. Bekanntmachungen des Gemeindevorstandes Unser Gemeinderabbiner Herr Dr. Rösel hält am 2. Peßachtage im Rahmen des Gottesdienstes einen Vortrag über: „D on Isaac Abravanel“ aus Anlaß der 500. Wiederkehr seines Geburtstages. Wir nehmen Veranlassung, unsere Gemcindemitglieder auch an dieser Stelle auf den Vortrag hinzuweisen. Seelenfeier. Anträge auf Verrichtung von El mole rachamim-Gebeten während der Seelenfeier müssen vor Beginn des jeweiligen Festes dem Gemeindebüro oder Herrn J. Jaffe, Schulstr. 13, übermittelt werden. Später eingehende Anträge können wegen der damit verbundenen Unzuträglichkeiten keine Berücksichtigung mehr finden. MITTEILUNGEN DER (JÜDISCHEN GEMEINDE DUISBURG Zeiten des Gottesdienstes Abends 5.— 6. März 18 12.—13. . 18 19.—20. . 18.30 Peßaeh-Gottesdienst Morgens 9 9 9 Abends 19.01 19.15 19.25 26. März: Abends 6,30 Uhr; 27. März: Morgens 9 Uhr 27. März: Abends 7 Uhr; 28. März: Morgens 9 Uhr; 1. April Abends 6,30; 2. April: Morgens 9 Uhr; 2. April: Abends 7 Uhr 3. April: Morgens 9 Uhr. F amilien-Nachrichte n Vermählungen: 21. Februar 1937: Fräulein Elia Schwarzbart, Heerstr. 2 mit Herrn Max Weißfellner, Fuldastr. 7; 28. Februar 1937: Fräulein Else Levy mit Herrn Siegfried Wurzel, Angerstr. 9. 75. Geburtstag: 13. März 1937: Herr Gustav Marx, Fruchtstraße 26. IO jähriges Bestehen der jüdischen Schule. Mit Ablauf des Schuljahres kann die Jüdische Volksschule Duisburg auf die Zeit ihres zehnjährigen Bestehens zurückblicken. Als der damalige Vorstand der Jüdischen Gemeinde mit dem Plan der Errichtung einer jüdischen Schule an die Oeffentlichkeit trat, wurde er von einem Teil der Gemeindemitglieder, die die Notwendigkeit einer jüdischen Schule verneinten, heftig bekämpft. Schließlich wurde nach längeren Verhandlungen durch die Stadtverwaltung die vor der Auflösung stehende jüdische Schule Ruhrort in ein städtisches Schulgebäude im Stadtteil Kasslerfeld — etwa mitten zwischen Duisburg und Ruhrort —- verlegt und damit die Jüdische Volksschule in Duisburg begründet. Am 1. April 1927 wurden 54 Schüler aus Duisburg angemeldet, so daß zunächst 2 Klassen eingerichtet wurden. Als Lehrer wurden der damalige Lehrer der Ruhrorter Schule, Herr S. Rosenthal (inzwischen verstorben) und der Lehrer E. Frank, der bisher als jüdischer Lehrer an einer allgemeinen Schule in Duisburg tätig war, übernommen. Nach der im Juni 1927 erfolgten Pensionierung des Herrn Rosenthal wurde Herr Lehrer Kaiser-Ruhrort an seine Stelle berufen und mit der Schulleitung betraut. — Schon im ersten Jahre ihres Bestehens stieg die Schülerzahl auf 80 Schüler, und bei einer Schülerzahl von 105 Schülern wurde bald die dritte Lehrstelle eingerichtet,- die ab Ostern 1929 Herr Israel vom Philantropin Frankfurt übernahm. rEinen bedeutenden Aufstieg erfuhr die Schule durch ihre Verlegung nach dem Mittelpunkt der Stadt. Ostern 1929 wurde die Errichtung einer vierten Klasse erforderlich. Die Schülerzahl wuchs ständig und erreichte 1932/33 mit etwa 220 Schülern ihren Höhepunkt. Neben den genannten drei Lehrern war inzwischen Herr Grünewald in die Lehrerschaft einge- Ireten. Die Ereignisse von 1933 und die damit verbundene starke Abwanderung in der Gemeinde brachten der Schule zunächst einen zahlenmäßigen Rückgang, der aber durch Umschulungen (von höheren Schulen und von Hamborn) fast ganz wettgemacht wurde. Auch heute beträgt die Schülerzahl noch 196 Schüler. Anstelle des Hauptlehrers Kaiser, der 1934 nach Essen versetzt wurde, wurde Fräulein Loewenthal an die Schule berufen, die Leitung liegt jetzt bei Herrn Frank. Die Zusammenarbeit zwischen Elternschaft und Lehrer war von jeher sehr gut. In mancherlei Veranstaltungen konnten die Eltern einen Einblick in das Schulleben gewinnen. Wenn auch die Schule als solche städtisch ist und nicht unmittelbar der Gemeinde untersteht, so sind doch die Beziehungen zur Gemeinde die denkbar besten, und es muß dankbar anerkannt werden, daß die Schule durch die Gemeinde mancherlei Förderung materieller und ideeller Art erfährt Wenn sich (voraussichtlich am 21. März) in Kürze die Schulgemeinde zusammenfindet, um die Feier des 10 jährigen Bestehens würdig zu begeben, so wird sie besonders den Männern in unserer Gemeinde danken, die sich vor Jahren für die Gründung der Schule eingesetzt haben. Bekanntmachung Die Zahlung der am 15. Februar 1937 fällig gewesenen Vorauszahlung auf die Kultussteuer für das IV. Quartal 1936 (1. Januar—31. März 1937) wird hiermit angemahnt. Nach dem 8. März 1937 erfolgt Einziehung im Verwaltungszwangsverfahren, durch die dem Steuerpflichtigen Kosten entstehen. Duisburg, den 1. März 1937. Finanzamt Duisburg-Süd, Hilfskasse Rendantur der Jüdischen Gemeinde Duisburg. Wir machen unsere Gemeindemitglieder darauf aufmerksam, daß die Bücherei des Bruderbundes Bne Briss allen Gemeindemitgliedern zur Verfügung steht. Wegen Entleihung von Büchern wende man sich an Herrn Lehrer Israel. Das Wohlfahrtsamt benötigt dringend: 2 eiserne Betten, 2 Stühle, 1 Sofa, getragene Herrensachen. — Auf telefonischen Anruf (Nr. 224 17) werden die Sachen abgeholt. Leeres Zimmer von Man er a. Todit. gesucht. ■LLIIate ■•2 ObukemdeH, Huu/atUn u. 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