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Gemeindeblatt für die Jüdischen Gemeinden Preussens · 1936-10-01 · 10 (1.10.1936) inkl. Mitteilungen der Gemeinden (Magdeburg, Bremen, Nordwestdeutschland, Halle, Duisburg, Tilsit, Stettin und Pommern) · p. Seite 11

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Journal
Gemeindeblatt für die Jüdischen Gemeinden Preussens
Volume
14 (1936)
Issue
10 (1.10.1936) inkl. Mitteilungen der Gemeinden (Magdeburg, Bremen, Nordwestdeutschland, Halle, Duisburg, Tilsit, Stettin und Pommern)
Date
1936-10-01
Page
Seite 11 (sequence 11)
Language
German
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Pftdagogisdie Arbeitstagung in Berlin Vom 24. bis 27. August fand in Berlin eine vom Preußischen Landesverband jüdischer Gemeinden und der Reichsvertretung der Juden in Deutschland veranstaltete Arbeitstagung im Rahmen der Lehrerfortbildung statt. Die Tagung, die von Dr. Fritz Bamberger geleitet wurde, war von etwa 200 Lehrern Berlins und der niheren Umgebung Berlins besucht. Sie begann an vier Nachmittagen jeweilsmit einer Musterlektion, an die sich dann die Einzelbesprechung und die die prinzipiellen Fragen behandelnde Aussprache anschloß. Die Lehrstunden zeigten, wie in den verschiedenen Profanfächern Jüdisches behandelt werden kann; die Besprechung erörterte Umfang und Grenzen dieser Darstellung des Jüdischen im Allgemeinunterricht. In diesem Sinne galt die von Studienassessor Gärtner gezeigte Lektion des ersten Tages, an dem Rabbiner Dr. Galliner als zuständiger Dezernent die Teilnehmer begrüßte, der Palftstinakunde (1. gemischte Klasse der Theodor- Herzl-Schule). Rektor Dr. Stern hielt eine Deutschstunde mit einer von Buber gefaßten chassidischen Legende als Thema (1. Mädchenklasse der Mittelschule der Jüdischen Gemeinde). Fräulein Dr. Littmann gab mit der Oberklasse der 4. Volksschule der Gemeinde neueren Geschichtsunterricht, und Lehrer Johannes Wolf stellte in einer Heimatkunde-Stunde mit einer 5. Klasse der Knabenvolksschule der Jüdischen Gemeinde die Möglichkeiten für die Behandlung jüdischen Brauchs und Aberglaubens dar. Kurse für praktische Hauswirtschaft Im Rahmen der Lehrerfortbildung wird nach den Herbstferien ein Fortbildungskurs in praktischer Hauswirtschaft stattfinden. Das Ziel dieses Kurses soll sein. Profan- und technischen Lehrerinnen, die Möglichkeit zu geben, im Rahmen der Volksschulen den hauswirtschaftlichen Unterricht zu. erteilen. Der Kurs, der eine praktische Tätigkeit, Hospitieren und methodische Unterweisung umfaßt, findet in der Koch- und Haushaltungsschule der Jüdischen Gemeinde, Auguststraße 14/15, statt. In der Woche ist mit einer Tätigkeit von zwölf Stunden zu rechnen, die nachmittags und abends so gelegt werden, daß die berufliche Lehrtätigkeit dadurch nicht behindert wird. Die Dauer des Kursus beträgt sechs Monate. Es ist ein Monatsbeitrag von 5 RM zu entrichten. Die Teilnehmerzahl ist beschränkt. Meldungen sind an den Preußischen Landesverband jüdischer Gemeinden, Charlottenburg 2, Kantstraße 155, zu richten. Synagoge Emden IOO Jahre alt Die Synagogengemeinde Emden beging die Hundertjahrfeier ihrer Synagoge, die seinerzeit für eine schon damals 300 Jahre alte Synagoge errichtet worden war. Nach Begrüßungsworten des Gemeindevorstehers Louis W o 1 f f hielt Landrabbiner Dr. Blum die Festpredigt, in der er insbesondere an die Reihe bedeutender Rabbiner der Gemeinde, unter ihnen vor allem an Samson Raphael Hirsch, erinnerte. Synagogenvorsteher Mas van der Walde gab einen historischen Ueberbllck über die für die Gemeinde Emden Im vergangenen Jahrhundert geleistete Arbeit. Namens des Rabbinerverbandes gratulierte Rabbiner Bamberger (Wandsbeck). Die Glückwünsche der Reichsvertretung und des Preußischen Landesverbandes überbrachte der Vorsteher der Isr. Religionsgemeindc Bremen, Max Markreich, der auch für den Vorsteherbund jüdischer Gemeinden Nordwestdeutschlands sprach und der im alten Memorbuch von Emden erwähnten Vorsteher gedachte. 50 Jahre Synagoge Köslin Die Synagogengemeinde Köslin beging am 23. September in feierlicher Weise das 60jährige Bestehen der Synagoge. Herr Rabbiner Dr. Scheuermann überbrachte die Glückwünsche des Preußischen Landesverbandes. . Einführung des Bezirksrabbiners in Schneidemühl Am Freitag, 4. September, wurde als Nachfolger für den nach Berlin berufenen Herrn Dr. Jospe der neue Bezirksrabbiner für die Grenzmark, Dr. Fritz P 1 o t k e, in Schneidemühl in sein Amt eingefüht. Herr Isidor L e w i n richtete im Namen des Vorstandes herzliche Begrüßungsworte an den neuen Rabbiner urid erklärt^, die Gemeinde habe zu ihrem neuen Rabbiner Vertrauen, weil seine bisherige Tätigkeit im Rabbinatsbezirk Neumark (Landsberg a. d. Warthe) der Gemeinde Schneidemühl bekannt sei. Den Glückwunsch der Repräsentanz sprach Herr Siegfried Sommerfeld aus und bat den neuen Rabbiner, sich insbesondere der im Brennpunkt des Gemeindeinteresses stehenden Frage der Errichtung einer jüdischen Schule in Schneidemühl mit aller Kraft zu widmen. Bezirksrabbiner Dr. P1 o t k e dankte den Rednern für ihre Begrüßungsworte und gelobte, mit ganzem Herzen der Gemeinde Schneidemühl und den Gemeinden seines neuen Bezirks zu dienen. Er werde, so sagte er unter Bezug auf das Schriftwort: „Du sollst sie hüten und tun mit deinem ganzen Herzen und deiner ganzen Seele“, sich bemühen, seinen Gemeinden Berater, Helfer, Lehrer und Seelsorger und ohne Unterschied der Richtung der Weltanschauung allen Mitgliedern der Gemeinden seines Bezirks nahe zu sein. Berliner Gemeinde gründet Sprachenschule Die Jüdische Gemeinde zu Berlin gründet mit Beginn des Winterhalbjahres im Anschluß an ihre Handelsschule eine Sprachenschule. Sie soll eine Bildungsstätte für solche junge Menschen werden, die in einem einjährigen Kursus eine gründliche Beherrschung des Englischen und des Spanischen, zugleich auch Kurzschrift und Maschinenschreiben in Deutsch, Englisch und Spanisch erwerben wollen, nm so im Auslande leichter eine Existenz zu finden. Nach Absolvierung des Lehrganges werden die Schüler neben der Beherrschung der Sprachen eine eingehende Kenntnis auch von Land und Leuten besitzen (Wirtschafts- und Kulturkunde). Das Schulgeld beträgt monatlich 25 RM. Weitere Auskünfte erteilt der Leiter der Handelsschule der Jüdischen Gemeinde zu Berlin, Herr Dipl. Hdl. Berger, Berlin-Charlottenburg, Joachimstaler Straße 13 IV. E 1 Fa nt ilien -Anzeigen Erich Mannheimer Dolly Mannheimer gab. Hamburger Vermählte Suhl LThür., Komieerstr. 2 Oie Trauung fand am 2B. Sept. 1936 In der Synogoge Berlin, Prlnzregentenstr., statt Dr. med. Erich Heimann Thea Heimann, gab. Gabriel danken bestens fOr die Ihnen zur Vermählung erwiesene freundliche Aufmerksamkeit. Berlin W15, Im September 1936 Joadilmstaler SfraBe 17 Für erwiesene Aufmerksamkeiten zur Barmizwoh unseres Sohnes Martin danken herzlichst Heinrich Bialystoek u. Frau Fanny, gab. BJodi Das älteste Mitglied unserer Magdeburger Gemeinde Frau Rosa Robinson, Jakobstr. 6, feiert am 25. Oktober 1936 Ih selten geistiger und körperlicher Frische ihren 90. Geburtstag. Für die mir anläßlich meines 70. Geburtstages erwiesenen Aufmerksamkeiten sage ich hierdurdi meinen verbindlichsten Dank. Alexander Jacobsohn Halle (S), im September 1936 Wir danken herzlidt, zugleich Im Namen onserer Eltern, für die uns anläßlich unserer Vermählung erwiesenen Glückwünsche und Aufmerksamkeiten. Heinz Schlesinger und Frau Bfriede, geb. Kohlhagen Hatte S.,lm September 1936 ö ® Klrchnersiroße 2t Unsere liebe Mutter, Schwester und Schwägerin, Frau Emma Abrahamowsky geb. Behrendt ist im Alter von 83 Jahren sanft entschlafen. Im Namen der Hinterbliebenen Trude und Hans Abrahamowsky Magdeburg — Berlin W15 . Kurfürsteedamm 17t Die Beerdigung hat bereits stattgefunden 11

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