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Gemeindeblatt für die Jüdischen Gemeinden Preussens · 1936-09-01 · 9 (1.9.1936) inkl. Mitteilungen der Gemeinden (Bremen, Nordwestdeutschland, Halle, Duisburg, Magdeburg, Tilsit, Stettin und Pommern) · p. Seite 11

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Journal
Gemeindeblatt für die Jüdischen Gemeinden Preussens
Volume
14 (1936)
Issue
9 (1.9.1936) inkl. Mitteilungen der Gemeinden (Bremen, Nordwestdeutschland, Halle, Duisburg, Magdeburg, Tilsit, Stettin und Pommern)
Date
1936-09-01
Page
Seite 11 (sequence 11)
Language
German
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MITTEILUNGEN DER ISRAELITISCHEN GEMEINDE BREMEN UNDDER S7NAG0GEN-GEMEINDEN NORDWESTDEUTSCHLÄNDS __ # Aufruf! Nur wenige Tage trennen uns von den Jomim Nauroim. Unsere Sehnsucht, einmal unsere Synagoge in ihrem schönsten Schmuck, bis zum letzten Platz von einer betenden Gemeinde besucht zu sehen, wird in diesem Jahre ihre Erfüllung finden. An uns wird es liegen, die äußere Notwendigkeit zu einem inneren Gewinn zu wandeln und das Erlebnis einer auf einen engen Raum verwiesenen, aber in sich fest gefügten Gemeinde zu gewinnen. Dieses Erlebnis aber darf nicht auf die Hohen Feiertage beschränkt bleiben. Ausgeschlossen vom geistigen und kulturellen Leben unserer Umwelt, würden wir zu einem Dasein neben dem Leben, zu einer Schattenexistenz verurteilt sein, wenn wir nicht in einem regen jüdischen Gemeindeleben einen vollgültigen Ersatz für alles das, was uns die Umwelt versagt, suchten und fänden. Ober unsere Pflicht, die Not des Tages zu meistern und im engsten Anschluß an unsere großen Hilfsorganisationen die äußere Existenz jüdischer Menschen wieder aufzurichten und zu stützen, dürfen die großen, von den Ahnen überkommenen Aufgaben unserer Kehillaus, G’ttesdienst und Lehre zu pflegen, nicht verabsäumt werden. Darum sei das neue Jahr mit dem Vorsatz begonnen, nicht nur mit materiellen Opfern unserer Gemeinde die Treue zu erweisen, sondern auch am g’ttesdienstlichen und geistigen Leben regen Anteil zu nehmen. Gebt unserer Synagoge das Jahr über oftmals ihr schönstes Festgewandl Laßt ein reiches geistiges Leben im kommenden Jahr in unserer Gemeinde erstehen! Aus Gebenden werden dann Beschenkte werden. Gebet und Lernen können Lebensschätze uns erschließen. Alles Denken und Schaffen aus Not schränken das geistige Blickfeld ein und müssen zwangsläufig in die Enge führen, wenn wir unser Schicksal nicht in die großen Zusammenhänge unserer jüdischen Weltanschauung hineinzustellen vermögen. Reiches religiöses und geistiges Leben unserer Gemeinde ist somit der Lebensgrund jedes Einzelnen, der seine seelische Existenz gegenüber allen zermürbenden äußeren Sorgen zu behaupten entschlossen ist. In diesem Sinne rufe ich allen Familien unserer Gemeinde und ihren Angehörigen in der Ferne den Segenswunsch zu ’mbttfci D*nb Rabbiner Dr. Felix A b e_r. Amtliche Bekanntmachungen Gottesdienst an den hohen Feiertagen Unter Bezugnahme auf das den Gemeindemitgliedern zugegangene Rundschreiben wird hiermit noch einmal darauf hingewiesen, daß Zutritt zu den gottesdienstlichen Veranstaltungen am Neujahrs- und Versöhnungsfest nur gegen Vorzeigung einer persönlich gültigen Platzkarte gestattet ist. Die in der Synagoge aonst übliche Platzordnung ist während der hohen Feiertage aufgehoben. Die Teilnehmer am Gottesdienst ersuchen wir eindringlichst, überall Ruhe und Ordnung zu wahren, den Weisungen der Ordner unbedingt Folge zu leisten und Ansammlungen auf den' Vorplätzen, vor den Gebäuden und auf den Straßen unter allen Umständen zu unterlassen. — Garderobe ist abzugeben. Bremen, 2. September 1936. Der Vorstand. Nahrung und Kleidung Es ist traditionelle Sitte, das alte Jahr mit einem guten Werk abzuschließen und das neue Jahr mit guten Werken zu beginnen. An alle Gemeindeangehörigen ergeht deshalb unsere herzliche Bitte: stellt Lebensmittel zur Verfügung! Veranlaßt Euren Lieferanten zu einer besonderen Lieferung anläßlich der hohen Feiertage! Füllt auch unsere Kleiderkammer auf! Brauchbare Kleidungsstücke für Männer, Frauen und Kinder werden zum bevorstehenden Winterhalbjahr dringend benötigt! Das Jüdische Gemeindebüro (Gartenstr. 7) ist während der Vormittagsstunden zur Annahme von Lebensmittel- und Kleider-Paketen gern bereit. Bremen, 1. September 1936. Jüdisches Wohlfahrtsamt. Aus der Israelitischen Gemeinde Bremen Beiträge für den lokalen Teil sind an die Israelitische Gemeinde Bremen, Gartenstr. 7, zu senden. ' Gottesdienst in Bremen. Sabbat 6. Sept.: ki szabo 12. Sept.: nizabim wajelech 19. Sept.: haasinu (Sabbat schuwab) 26. Sept: Jom kippur Synagoge: Gartenstr. 6 Vorab. Morg. Minchah Ausg. 19 8 19 19,49 18,40 8 18,45 19,26 18,15 8 18,30 19,13 18 7 15,30 18,57 Beginn der Selichoth: Sonntag, 13. September, Jahresschluß 5696: Mittwoch. 16. September. _ Fasten Gedaljah: Sonntag, 20. September (Tag 5 Uhr 40, Nacht 19 Uhr 05). Erew Sukkot: Mittwoch, 30. September: 17 Uhr 45. Laubhüttenfest, 1. und 2. Tag: Donnerstag, 1., Freitag, 2. Oktober: 8 Uhr.' * , Familiennadiriditen Rarmlxwah: ■ 19. September: Egon, Sohn des Herrn Leo Schächter, Hohenlohestr. 22. _ Verlobt: Lotte Jonas, Kreuzstr. 51 und Alfred Rosenbaum (Fulda) 80. Geburtstag: Selig I. Schragenheim in Delmenhorst, Cramerstr. 20, am 26. August. Austritt aus der Gemeinde: Max Ginsberg, Hohenlohestr. 16. Jahrzeiten im Sept. 1936 (am Vorabend beginnend): 4. September 12. September 17. September 18. September 20. September 26. September 27. September 30. September Emil Cohen Herrn, und Willy Anspacher Berthold Gröger Israel Weiss Dr. E. Buchholz Willy Stein A. Aronsohn Max Jonas. Ein neues Jahrbudi wird, wie in regelmäßiger Folge seit 1929, auch für das neue Jahr 5697 durch den Verband der Jüdischen Gemeinden Schleswig-Holsteins und der Hansestädte herausgebracht werden.. Das Buch enthält neben Angaben über die Verwaltungen' der Gemeinden und Vereine interessante Abhandlungen aus dem Verbandsbezirk. Für den billigen Preis von RM. 1.— sollte das Jahrbuch in keinem jüdischen Hause fehlen. In Bremen hat Herr Max Ehrlich, Neustadts Contrescarpe 88, den Vertrieb übernommen. BesteUungen können auch im Gemeindebüro (D 28588) abgegeben werden. RjF - Bremen Der Reichsbund Jüdischer Frontsoldaten, Ortsgruppe Bremen, veranstaltet am Mittwoch eines jede» Monats Kameradschaftsabende im „Hotel mm 11

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