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Gemeindeblatt für die Jüdischen Gemeinden Preussens · 1936-06-01 · 6 (1.6.1936) inkl. Mitteilungen der Gemeinden (Bremen, Nordwestdeutschland, Duisburg, Magdeburg, Halle, Stettin und Pommern) · p. Seite 14

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Journal
Gemeindeblatt für die Jüdischen Gemeinden Preussens
Volume
14 (1936)
Issue
6 (1.6.1936) inkl. Mitteilungen der Gemeinden (Bremen, Nordwestdeutschland, Duisburg, Magdeburg, Halle, Stettin und Pommern)
Date
1936-06-01
Page
Seite 14 (sequence 14)
Language
German
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der benachbarten Gemeinden, erfolgte am 3. Mai dit Grabsteinsetzung des verstorbenen Landesrabb. Dr. Philipp de Haas. In der Friedhofshalle sprachen Rechtsanwalt Löwenstein-Oldenburg für die Landesgemeinde, der Nachfolger des Verewigten, Herr Landesrabb. Herbat und Herr Landesrabb. Dr. Blum-Emden. Die Reden, die ein wahres Bild des Verstorbenen zeichneten, waren umrahmt von hebr. Gesängen des Herrn Lehrer Hartog, Wilhelmshaven-Jever. Nachdem Herr Dr. Blum die Enthüllung des Steines vorgenommen hatte, beschloß Herr Rabb. Dr. Aber mit Mischna-Lernen und tiefempfundenen Trostworten für die Familienangehörigen die eindrucksvolle Gedenkfeier. Am 12. Mai sprach Herr Rechtsanwalt Dr. Rosenak aus Bremen in 'unserer Gemeinde über „Arbeit des Hilfsvereins auf dem Gebiete der Auswanderung“, und im Anschluß daran gab der Redner einen Bericht über die Arbeit des Zentralausschusses für „Hilfe und Aufbau“ im Jahre 1935. Die gutbesuchte Versammlung lauschte mit regem Interesse den interessanten und inhaltreichen Ausführungen des Redners. Im Anschluß daran wurde ein Appell an die Gcmeindemitglieder gerichtet, die Arbeit der Organisation „Hilfe und Aufbau“ nach besten Kräften, auch finanziell, zu unterstützen. Am 13. Mai feierte unser Gemeindemitglied, Herr Dr. med. Rosenthal, seinen 50. Geburtstag. Die Gemeinde spricht Herrn Dr. Rosenthal, welcher sich in seiner Eigenschaft als Vorsitzender des hiesigen „Centralvereins“ und als Vorsitzender der hiesigen Ortsgruppe des Kulturbundes besonders verdient macht, auf diesem Wege noch nachträglich die herzlichsten Glückwünsche aus. Am 6. Juni d. J. wird der einzige Sohn unseres Gemeindemitgliedfs Ivo Israels Bar-Mizwah. Die Gcmeindemitglieder werden hiermit gebeten, zu dem festgesetzten Termin möglichst vollzählig in der Synagoge zu erscheinen. Der Sohn unseres verewigten Landesrabbiners, Herr Josef de Haas, hat am 16. Mai Deutschland verlassen, um sich in Johannisburg ein neues Heim und eine Existenz zu gründen. Wir möchten an dieser Stelle noch einmal dem in unserer Gemeinde so beliebten jungen Menschen das Beste für die Zukunft wünschen und hoffen, daß es ihm gelingen wird, seine Pläne zur Freude seiner Angehörigen und all derer, die ihn schätzen, zu verwirklichen. Harbarg. Am 19. Mai sprach auf Einladung der Synagogengemeinde und der zionistischen Gruppe Harburg-Wilhelmsburg Herr Prediger Gordon über das Thema: „Als Gast der Tel-Aviv in der Väter und der Kinder Land.“ Herr Gordon hat vor wenigen Monaten diejenigen Kinder, die von der Bernstein-Linie für ein gewonnenes Preisausschreiben eine Freifahrt und einen dreiwöchigen kostenlosen Aufenthalt in Palästina bekommen hatten, dorthin begleitet und berichtete in zweistündigen höchst interessanten Ausführungen von dieser Reise. Seine Darlegungen fanden die intensivste Aufmerksamkeit der das Gemeindeheim bis auf den letzten Platz füllenden Zuhörer. Im Anschluß an die mit großem Beifall aufgenommenen Ausführungen des Redners fand die Vorführung von über 100 Bildern von dieser Fahrt statt. Herr S. Goldmann als Vorsteher der Gemeinde dankte dem Vortragenden für den höchst genußreichen und lange schon erwarteten Abend. ** Osnabrück. Der geschätzte und verehrte Vorsteher der Synagogengemeinde Osnabrück, Herr Hermann Kalzmann, hat am 10. Mai das Fest der Silberhochzeit begangen. Zahlreiche Glückwünsche bestätigten ihm und seiner Frau Paula geb. Bendix die Freundschaft, die er sich bei den Mitgliedern der Gemeinde durch seine stete Hilfsbereitschaft erworben hat. Aurieb. Meno van Dyk, Sohn des Herrn Carl van Dyk und Frau Erna geb. Wolff, Barmizwoh am 6. Juni 1936. MITTEILUNGEN DER JÜDISCHEN GEMEINDE DUISBURG Gottesdienstzeiten F reitag Sabbath Sabbath Abend Morgen Ausgang 5./6. Juni 7,30 9,00 9,37 12./13. Juni 7,30 9,00 9,44 19./20. Juni 7,30 9,00 9,47 26./27. Juni 7,30 9,00 9,47 3./4. Juli 7,30 9,00 9,44 F amiliennachrichten 70. Geburtstag: 2. 5. 36 Fräulein Johanna Meyer, Duisburg, Obermauerstr. 18. 22. 6. 36 Frau Osias Mandel, Duisburg, Ulrichstr. 15. 75. Geburtstag: 17. 6. 36 Herr Levy Katz, Duisburg, Angerstr. 26. Geburten: 12. 3. 36 Hella, Tochter des Herrn Juda Warczawski, Duisburg, Universitätsstr. 33. 25. 5. 36 Eva, Tochter des Herrn Lehrer Gottfried Israel, Duisburg, Bismarckstr. 146. Haushaltplan 1936/37 Die Gemeindevertretung hat den vom Vorstand der Gemeinde eingebrachten Voranschlag zum Haushaltsplan für 1936/37, der auf der Einnahmen- und Ausgabenseite mit 37 000 M. abschließt, genehmigt. Sie schloß sich dabei im wesentlichen den Vorschlägen des Vorstandes an. Für den zu erhebenden Steuersatz sind 30*/* der Einkommensteuer in Aussicht genommen. Jüdischer Kulturbund Rhein-Ruhr Das Maiprogramm brachte an zwei Abenden Höhepunkte künstlerischen Schaffens. Die Triovereinigung Joseph Schwarz (Klavier), Boris Schwarz (Geige) und Godfried Zeelander (Violoncello) spielte Beethoven, Brahms und Tschaikowski. Wenn solche Künstler sich zusammenfinden, dann gibt es einen guten Klang! Mit dieser Zusammenstellung hat der Kulturbund einen guten Griff getan. — Otto Bernstein, der uns bestens bekannte feinsinnige Rezitator, trug Dichtungen von Hesse, Giono, Bany, Buber, Perez, Börne, Hebel und Ansbach vor. Auch die bekannten Dichtungen offenbarten sich uns in seiner lebendigen Ausdeutung als etwas bisher nicht gehörtes Neues. Bekanntmachung Die Zahlung der am 15. Mai fällig gewesenen Vorauszahlung auf die Kultussteuer für das I. Quartal 1936 (1. April bis 30. Juni 1936) wird hiermit angemahnt. Nach dem 8. Juni erfolgt Einziehung im Verwaltungszwangsverfahren, durch die dem Steuerpflichtigen Kosten entstehen. Duisburg, den 25: Mai 1936. Finanzamt Duisburg-Süd. Hilfskasse Rendantur der Jüdischen Gemeinde Duisburg. Jüdische Schule Fräulein Käthe Pinczower, die an unserer Schtile seit mehreren Monaten den zusätzlichen Unterricht in Neuhebräisch, Englisch, Handarbeit und Turnen geleitet hat, wird demnächst auf ihren Wunsch aus dem Schuldienst ausscheiden, um nach Palästina fiberzusiedeln. Lehrerkollegium, Eltern und Schüler wünschen der beliebten Lehrerin das Beste für ihre Zunkunft. 14

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