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Verwaltungsblatt des Preußischen Landesverbandes Jüdischer Gemeinden · 1930-02-28 · 1 (28.2.1930) · p. Seite 2

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Journal
Verwaltungsblatt des Preußischen Landesverbandes Jüdischer Gemeinden
Volume
8 (1930)
Issue
1 (28.2.1930)
Date
1930-02-28
Page
Seite 2 (sequence 2)
Language
German
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Amtliche Bekanntmachungen Überweisung der Verbandsbeiträge. Obwohl, das laufend« Geschäftsjahr kurz vor seinem Abschluß steht, ist noch ein« ganz« Reihe von Mitgliedsgemeinden mit der -Zahlung ihrer Derbandsbeittäge im Rückstand«. Wir weisen ergebenst darauf hin, daß eine sofortige Zahlung der Rückstände ein dringendes Erfordernis ist, wenn der Verwaltung des Verbandes di« Möglichkeit, ihren Verpflichtungen restlos nachzukommen, nicht genommen werden soll. Diejenigen Gemeinden, deren Beitragskonto noch nicht ausgeglichen ist, werden hierdurch nachdrücklich ersucht, chren Verpflichtungen schnellstens nachzukommen und hi« fälligen Beträge auf unser Postscheckkonto, Berlin 33378, umgehend zu überweisen. Berlin-Lharlottenburg, den 25. Februar 1930. Preußischer Laudesverband jüdischer Gemeinden. Bekanntmachung betr. Volkstrauertag. Der Dolksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge, in dem auch die jüdische Glaubensgemeinschaft vertreten ist, hat beschlossen, ebenso wie in den Vorjahren auch in diesem Jahre einen Dolkstrauertag zur Ehrung des Andenkens der im Weltkriege gefallenen Soldaten zu begehen. Es ist hierfür Sonntag, der 16. März dieses Jahres bestimmt worden, an dem religiöse und weltlich« Gedenkfeiern veranstaltet und Vergnügungen und Lustbarkeiten eingeschränkt werden sollen. Wir ersuchen unsere Mitgliedsgemeinden, an dem genannten Tag« «inen besouderen Gottesdienst zu veranstalten oder eine Ge» fallenen-Gedächtnisfeier mit dem Sabbathgottesdienst am 15. März zu verbinden. Berlin-Lharlottenburg, den 28. Februar 1930. Preußischer Landesverband jüdischer Gemeinden. Sachregister. Der vorliegenden Ausgabe des Derwaltungsblattes wird erstmalig «in Sachregister für die sieben bisher erschienenen Jahrgänge beigefügt. Es enthält, nach Stichwörtern geordnet, sämtlich« Artikel, Bekanntmachungen, Gesetze, Ministerialerlass« und Berichte, die bisher von uns im Derwaltungsblatte veröffentlicht worden sind. Wir empfehlen unseren Mitgliedsgemeinden, sich dieses Nachschlagewerkes nach Möglichkeit zu bedienen. Die Erfahrung hat gezeigt, daß sehr häufig Anfragen an uns gerichtet werden, auf die Antworten in völlig gleichartigen Fällen bereits früher erteilt und auch abgedruckt worden sind. Ferner besteht durchaus die Möglichkeit, daß die Gemeinden in der Lage sind, sich auf Grund der veröffentlichten wichtigeren Gesetz« und Verordnungen in manchen Fällen seibst «in Urteil über austauchend« Rechtsstagen zu bilden. Obwohl wir nicht verkennen, daß die Besonderheit eines Falles oftmals «in« grundsätzlich« Erörterung erfordert, hoffen wir doch, den Gemeinden mit dem Verzeichnis «inen nützlichen Wegweiser zur Der. fügung gestellt zu haben. Für die Folge wird dieses Register jeweils am Iahresschluß herausgegeben werden. Berlin-Lharlottenburg, den 28. Februar 1930. Preußischer Landesverband jüdischer Gemeinden. Personalien. Der Abgeordnete des Derbandstages, Herr Theodor Lesser, Elbing, hat sein Mandat niedergelegt. Dasselbe ist an den Geh. Medizinalrat Prof. Dr. Falkenheim, Königsberg i. Pr., übergegangen. Das Mitglied des Rats, Ingenieur Grünwald, Beuthen, ist am 18. Februar verstorben. Sein Nachfolger ist der Rechtsanwalt Dr. Scheyer in Liegnitz. 17. Nachtrag zum Verzeichnis der dem Landesverbände angehörigen Gemeinden, geordnet nach Provinzen und Regierungsbezirken. Rheinprovinz. Regierungsbezirk Koblenz. 1. Lobern-Dieblich. 2. Larden. Verwendung von Wohlfahrtsbriefmarken. Don der Zentralwohlfahrtsftell« der deutschen Juden werden wir gebeten, die uns angeschlossenen Gemeinden noch einmal dringend zu bitten, für den Rest der Bertriebszeit mit allen Kräften den Verkauf der Wohlfahrtsbriefmarken und Bildpostkarten zu fördern. Wir kommen dieser Aufforderung hiermit nach, indem wir wiederholl darauf Hinweisen möchten, daß «in gutes Ergebnis aus dem Verkauf von Wohlfahrtsbriefmarken rm Eigensten Interesse der jüdischen Wohlfahrtsstellen liegt, und gerade stader gegenwärtigen Zeit der Not diese willkommene Einnahmequelle recht ergiebig ausgenützt werden sollt«. Berlin-Lharlottenburg, den 15. Februar 1930. Preußischer Landesverband jüdische» Gemeinden. Aus der Tätigkeit des Rates und der Ausschüsse in der Zeit von März 1929 bis Februar 1930. I. Der Groß« Rat des Preußischen Landesverbandes Jüdischer Gemeinden hielt am 26. Mai, am 20. November und am 9. Februar Sitzungen ab. Bon wichtigeren Angelegenheiten, die zur Behandlung gelangten, seien erwähnt: Der Haushaltsplan für das Rechnungsjahr 1930/31 wurde beraten und verabschiedet. Er schließt in Einnahmen und Ausgaben mit dem Bettag« von 1201000.—RM. ab. Er wird nunmehr ebenso wie J>«r vom Rat genehmigt« Rechnungsabschluß für das Jahr 1928 29 dem Verbandstag« vorgeleHt werden. Di« auf di« Mit» gliedsgemeinden Entfallend« Umlage wurde, wie im Vorjahr«, auf V,o°'o des Reichseinkommensteuersolls festgesetzt. In der Sitzung vom 20. November nahm di« Aussprache über den von den deutschen Mitgliedern der Iewish Agency veröffentlichten Aufruf „Hilfe durch Aufbau" und di« „Erklärung deutscher Juden"'' «inen breiten Raum «in. Sie endet« mll der von den Zeitungen bekanntgegebenen einstimmig gefaßten Entschließung. Sehr eingehend wurde über die vom Rechts-Ausschuß vorgeschlagenen Aenderungen der Verfassung des Landesverbandes beraten. Die Anregung des Derbandstages, den Rat dahin umzugeftallen, daß er «in« aus der Mitte des Derbandstages gewählte Lxekutiv« bildet, fand nicht die Zustimmung des RatS. Di« Mehrheit war der Ansicht, daß, da der Landesverband auf dem Zusammenschluß von Gemeinden beruh«, diese Gemeinden auf das Recht nicht verzichten könnten, an der Verwaltung des Verbandes betelligt zu sein. Der Anttag, den Derbandstag dadurch zu verkleinern, daß nicht, wie bisher, auf je 3000, sondern auf je 4000 Seelen «in Abgeordneter «ntfälll, wurde ebenfalls abgelehnt. Eine Vereinfachung des Derwaltungsapparats soll dadurch «rziell werden, daß in Abänderung des Art. 23 der Enger« Rat sich nur noch aus in Groß- Berlin ansässigen Mllgliedern des RatS zusammensetzen soll. Zu den Wahlordnungen für den Rat und den Derbandstag lag «ine Reche von Abänderungsanttägen vor. Äiährend die erster« verabschiedet wurde, wurde die zweite zur vorbereitenden Durchberatung einem Ausschuß überwiesen. Auf Grund vorangegangener Verhandlungen, insbesondere auch eines Beschlusses der Reichsarbeitsgemeinschaft, bewilligt« der Rat den Bettag von 3200.— RM. zur Unterstützung von früheren Lehrern und Lehrerwitwen der Samson-Schule in Wolfenbüttel, da die Zahlung chrer Pensionen aufgehört hat. — Schließlich sei noch erwähnt, daß der Rat «in« von einem hierfür eingesetzten Ausschuß ausgearbeitet« Dienstanweisung für jüdisch« Gefangenenseelsorg« verabschiedet hat, di« inzwischen dem Iusttzministerium überreicht worden ist. I \

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