Breslauer jüdisches Gemeindeblatt
- Journal
- Breslauer jüdisches Gemeindeblatt
- Volume
- 12 (1935)
- Issue
- 24 (31.12.1935)
- Date
- 1935-12-31
- Page
- [Seite] (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 24 Bre» la uec SÜdtsches (&emetnt>e Blatt mit einem L’cbcnsUn.i, Zeugnisabschrificn über ihre boruslichr Tätigkeit möglichst umgchcnd zu melde».. Vertretung der Juden in Deutschland, Adt. Zentral Vcrlin-Ebarlottoiiburg 2, Kantstraste 158. Die Mql eingehend geprüft, da nur eine beschränkte Teilnehm werden kann. Ausbildung und bei der Reichswohlfahrtsstellc, düngen werden erzähl zugelassen 1, Oüdtfdjes Pflege- und fldoptionsmefen Zm Glieder l 9?5 sand die zweite VorslandSsitzrng der Zentrale siir jüdische Pslegestellou und Adcptionsvermittlunz Kinder- und Mutterschutz des jüdischen Frauenbundes e. V. um er Leitung ve» ,yran Clara <c a m u e l, Elberfeld statt. Zn regett Gedankenaustausch wurden fragen besprochen, die noch vor der üblichen neuen Zahressitziing geklärt werden sollten. Auster dem Arbeitsäiisjchust, dem Elberselder, Tüsseldorser und idölner Mitglider angebisren, waren der .Frauenbund, das Zsonburger Irieim.Z'ie Zo itralwolilsahrtSsielle, der Rabbiner- und ^ebrerverband sowie die Astftaltslcitpr vertreten. i tlle i Es wurde u. a. beschlogen- Die EntfendesteUen dringend daraus! aufmerksam gemacht werken, ihre ir untergebrachten Schützlinge gegen Krankheit zu versiäic Kleinkinder gut empseblene P'legcstellen in tleinerei berüctsichtigeir. Ueber die Tagung sür Kinder und Zngendalijah Teilnehmerinnen berichtet. Ti ei dieser Gelegenheit sürchtung Ausdruck gegeben, dast in .Kleingemeinden kinder, die bündjsch nicht ersastt sind, grbstere Schwi, Einordnung in die Zugendalijab haben werden. j Die Zenlralle erklärte sich zur Mitarbeit heti den Zamilieii si e l l e n sür Schulkinder bere Die jiidifdfe Selbstverwaltung in Paläflina n erneut u Pslegesamili rn; weiter Ortschaften td n fltr tu wurde von den wurde der Tjelebende Pslcgel igkeiten bei der 'er Teschassuna it. Winterhalbjahr Z o e l über das lecwaltungsrecht Der e r z l - E l u b veranstaltet im jetzigen eine Reibe von Vorträgen über Palästina. Am lg. Detember sprach Asiesior a. D. Geore Tbema „Aus dem palästinensischen Staats- und E und behandelte l abei das Kapitel der jüdischen Selbstverwaltung in Palästina. Tie Zuden Palästinas, gleichviel ob seit gebürgert oder nicht, sind in der K n e i i e t b ZiSrael zusammeijigeichlosien, welche nicht nur die, Zuden Palästinas der Regierung gtge tüber repräfentiert, sondern auch ausgedehnte, die Zuden betressend^ " besugnisse ausübt. Tie?Ritglieder der Knesieth Zis Asieiath?lewcharim, d. i. Äbgeerdnetenversammlung heraus bildet. Sämtliche Mitglieder der Knesieth Zisrael, gleichviel ob eingebürgert oder wicht, besitzen das Wahlrecht zur Asiefatb Rewcharim nach den dafür gültigen Bestimmungen. Zn den einzelnen Orten Palästinas, .sofern in ihnen mindestens .sti Zuden wohnen, bestehen jüdische Gemeinden. Wo mehr als 75 Prozent der Einwohnerschaft eineS OdteS Zuden sind, ist die Stadtverwaltung gleichzeitig Verwaltung der jüdischen Gemeinde. -Die Städte geniesten Selbstverwaltung. Wahlrecht zu den Stadträten haben nur die Männer, mit Ausnahme der Stadt Tel A w i w, die überhaupt verwaltungstechnisch eine Sonderstellung einnimmt. Auch in dieser rein jüdischen Stadt: waren ursprünglich Stadt- und Gemcindeve» waltung identisch, doch hat man sich aus praktischen Gründen genötigt gesehen, ^eine besondere Verwaltung für die jüdische Gemeinde zu bilden. Schon diese wenige», dem hochinteressanten Vortrag Asiesior a. D. ZoelS entnoitzmenen Angaben dürsten genügen um zu zeigen, wie wichtig die Maserie namentlich sür die Palästinawanderer ist und wie sehr die Vortrüge des Hcrzl-Elubs das Znteresie weitester Kreise verdienen. j Der L>erzl-Elub jvendet sich, wie der Vorsitzende Hans ^o e l bei seiner Vegrüstungjsansprachc auSsührte. an alle diejenigen Zuden, die gewillt sind, sich mit den Werten jüdischer Kultur, mit' dem Weae des Zionismus und mit sämtlichen Fragen des Aujbaiis' Palästinas beschästigen. i Warnungj DK Rejchsvertretung der Zuden in Deutschland teilt mit: Ein Zosef l e i s ch m a n st. Frankfurt a. M., sammelt Anzeigen sür einen jüdischen Kalender, der als Vranchen-Verzeichnis in verschiedenen Städten herauskomm:n soll. F. kasiiert die Gebühren und verschwindet kamt unbekannt wohin. TL es auch möglich ist. dast er seinen Rainen wechsilt. wird hierdurch seine Perionalbeschreibung gegeben: .Kleine Figstr, schwarzes welliges haar, gescheitelt, süddeutsche Mundart, gewandtes Auftreten. Cs wird hierdurch vor diesem Vetrüger gewc rnt und gebeten, ihn der Polizei zu übergeben unter Venachrichti'gunc an die ReichSvertretung der Zuden in Deutschland, Verlin-Eharlottlmburg 2. Verwaltungststzael wühlen die die ihrerseits einen aeschästssübrenden Ausjchust. den Waad Z.'< umi, aus sich Michaelis Silberstein, der 55 Fahre bang von 187t>—I9n5 der Leiter der Zsraelitisäen Waisenanstalt in Vreslau gewesen war. wird sicherlich noch stielen älteren jüdischen Einwohnern Vreslaus aus.persönlicher Vekänntichait in Erinnerung sein. Ein früherer Zögling der Anstalt nacht uns daraus ausmcrlsam, dast vor kurzem, am 29. Rovember 1935. 25 Zabre vergangen waren, seitdem der in weitesten Kreisen hochgeschätzte Mann im Alter von 82 Zähren vom irdischen Schauplatz avberusen wurde. Einzige fachmlmt’sche JÜDISCHE TANZSCHULE BURSCH (bisher, lulmb der früh. Schles. Tanz- Akademie eröffnet den feixten 3f£ursus dieser Saison am 12. Januar lirmülliglor Preis. Erfolgreiche Ausbildung durch Onnkschreiben und Referenzen nachweisbar. Baldige Anmeldung erforderlich. Weitere Ankündigung erfolgt n i c ht. Büro; Ohmtier Str. 47 IV. 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