Breslauer jüdisches Gemeindeblatt
- Journal
- Breslauer jüdisches Gemeindeblatt
- Volume
- 12 (1935)
- Issue
- 12 (30.6.1935)
- Date
- 1935-06-30
- Page
- [Seite] (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 12 Breslauer Jüdisches Gemeindedlatt daraus hingcwiesen, daß hausbcsitz und Handwerk in enger innerlicher Verbundenheit ständen und daß ihr Wohl und Wehe entscheidend voneinander abhängig sei. Der haüsbesitz sei der größte Arbeitgeber des Handwerks und er müffc sich seiner Pflicht dem Handwerker gegenüber bewußt sein, andererseits müsse der Handwerkcr durch solide Arbeit und entgegenkommende 'Preisgestaltung dem Hausbcsitz die Austragserteilung erleichtern. Ferner wurde wiederum betont, daß die Frage des Handwerks nicht nur unmittelbar sür die in ihm tätigen Schichten, sondern insbesondere auch sür die gesamte.Fügend von größter Bedeutung sei. Nur ein Handwerk. das die Möglichkeit habe, sich in der Praxis fort und fort zu bewähren, bleibe leistungsfähig und nur solche Meister, die selbst dauernd durch eigene Tätigkeit sich sortbildeten, seien in der Lage, den Lehrlingen eine wirklich gründliche Ausbildung zuteil werden zu lassen. Vor einem übermäßigen Andrang zum Handwerk wurde allerdings von.seiten des Vertreters des Arbeitsnachweises jüdischer Organisationen gewarnt. Einerseits ständen bei den jüdischen Handwerkern gar nicht genügend Lehrstellen offen, um die große Nachträge zu befriedigen, andererseits sei die Vernachlässigung des kaufmännischen Berufs in dem Umfange, wie das seit Fahren beobachtet würde, keineswegs gerechtfertigt. ' Bifcf), Beidjsverbanö jüdifdjer Sdjwerljbrigee Fn der letzten Mitgliederversammlung wußte Herr Rabbiner Dr. Sänger durch seine anregende und fesselnde Plauderei über seine „Begegnungen mit Juden" aus drei Kontinenten die Hörer in den sin de' Bann zu zwingen, den Balkanländern Spanien, Portugal Und überall galt Herr 'Dr. Sänger der Juden als M Gottesdienst lebend! des Glaubens in g Unterschiede in Marannen oder ernteten reichen . Schwerhörigen, die einmal einen zusarn Nächste Mitgli Gemeindehaus 2. V l u m e n t b a l apparatc". Alle Risch — find will Frau Lotte S ch w Zm Weltkriege lernte er die spaniolischen Juden in näher kennen, später führten ihn seine Reisen nach. Nordasrika, die Mittclmcerinscln und Palästina, r Jnterefie den dort lebenden Juden. So konnte aus eigenster Anschauung die tiefen Unterschiede Aschen wie in ihren Sitten und Bräuchen und im g schildern und treffend die trotz der Einheitlichkeit sößtem Ausmaß bestehenden Differenzierungen und r Form des Judentums bei den Sesardim, den Jemeniten charakterisieren. Die Ausführungen isall und Dank, besonders bei manchen jüdischen durch die Vielhöreranlage z. T. seit Jahren wieder menhängenden Vortrag hören konnten, iederversammlung Dienstag, 2. Juli, 20 Uhr im schweidnitzcr Stadtgraben 28. Herr Dr. Bruno s wicht über das Thema: „Schwerhörige und Hör- ^isehe» Schwerhörigen — auch Nichtmitglieder des ömmen, ebenso andere Interessenten. Auskünfte: a r z, Moritzstraße 33, Fernruf 3<t5 57. Be jiid CiJJaet Qilfsoerein $u "Breslau Geschäftsstelle Schlbßohlc 5, Telefon 551 66. Unsere diesjährige Fahrt nach Lifla findet Sonntag, den 4. August 1935 mit dem Ausodus statt. Näheres durch Martin Ksinski, Schlotzohle 5. Helft alle mitl trrverbt die fölaiie föeitragsfcarte für Hilfe und Aufbau Nur durch Anstrengung aller Kräfte können die großen Aufgabe^ des deutschen Judentums gelöst"! werden. Die blaue Beitragskarte gibt mit ihren monatlichen Beiträgen von 0,25 RM bis 5,— RM jedem die Möglichkeit der Beteiligung. Kein Jude in Deutschland darf in Zukunft ohne die blaue Beitragskarte sein! Wer noch nicht besucht worden ist, melde sich telephonisch "iinter Nr. 21611 oder 54269. Jfüdisehes 'Wohlfahrtsamt j föreslau Wallstraße 9. DIE J Ü D IS CH E SPORTHbEWEGU NG Tteidjsbund jädiföer ftrontfotdaten, Sportgruppe Breslau \ Am 16. 6. trat die 2. Fußballmannschaft des RjF. gegen Dar Kochba II aus eigenem Platz in einem Freundschaftsspiel an und blieb nach mattem Spiel auf beiden Seiten 3:1 (0:0) siegreich. Nach torloser Halbzeit ging RjF. durch Halblinks in Führung, BK. glich durch Linksaußen aus, jedoch konnte der Mittelstürmer des RjF. zwei weitere Erfolge erzielen. Beim RjF. gefiel der linke Verteidiger, bei BK. der Linksaußen sowie der Tormann. Am 23. 6. siegte auf eigenem Platz die l. F u ß b a l l - Jugend- Mannschaft des RJF gegen Var Kochba I. Jugend mit 7:2 (4:1). Nachdem RJF. durch den Halbrechten zwei Tore erzielt hatte, konnte BK. durch Fehler des Tormanns ein Tor ausholen. RJF. schoß jedoch noch 5 weitere Tore durch den linken Läufer, Halblinks und Mittelstürmer, während BK. nur noch zu einem zweiten Tor kam. Am Nachmittag des gleichen Tages spielte eine kombinierte Handball Mannschaft des RIF. gegen eine Cls des RJF. Glogau und überrannte diese mit 18:2 (5:1). Die Glogauer sind eine noch untrainierte Anfängermannschaft und hätten ohne die gute Leistung des Tormanns wohl noch höher verloren. Am 23. 6. veranstaltete die Schwerathletik-Abteilung des RJF. erstmalig einen Kampsabend gegen Berlin und zwar im Jiu-Jitsu gegen die Berliner Sport-Gemeinschast 33 und im Ringen - gegen den Jüdischen Doxklub Berlin. Die Kämpfe, die'vor gutem § Besuch im Vereinshaus Kürassierstraße stattsanden und zu denen der Sportdezernent des RJF., Deck, Berlin, als Kampfrichter sür die Iiu-Iitsu-Kämpse persönlich anwesend war, boten schönen Sport. In der Gesamtwertung siegten die Berliner in beiden Sportarten mit 6:4. Außerhalb der beiger (beide Br^ Wertung und W einem Schaukamps Ergebnis^ e unentschieden; Stark (Br.)—Bartz Hebel. Landsberger Armhebel. Schloß Ärmhebel. — R i n 1,44 Min. durch 2,46 Mim durch (Be.) durch besiere nach 7,15, da M. unglückliches Fallen y.r.S.B. Bat flomatifdjen Ein« Mannsckujf Sonntag, den 23. Meisterschaften in dort erfolgreich abf aus der Außenbahr wonnen, hier hatte fast entschieden. Makkabikreises gewjr Vorsprung vor Fre Im Kugelstoßen k, kampsleistung von unplaziert. (Dl Ar Ci »i tri an l'l, Wettkämpfe trafen sich Seidel und Landsslau) zu einem Einleitungskamps im Ringen ohne ttcnberg (BSG.) gegen Bartz (BSG.) in >jr Jiu-Jitsu-Selbstverteidigung.! Iiu - Iitsu : Geister (Br.)—Heymann (Be.) dlaender (Dr.)—Jakobsohn (De.) unentschieden; (Be.). Sieger: Stark in 1,24 Min. durch Arm» (Bc.) besiegt Baruch (Dr.) nach 22 Sek. durch e.) besiegt Gaßmann (Br.) in 5,16 Min. durch g cnj: Isstck (Br.) siegt gegen Goldstein (De.) nach mzug. Kroll (De.) besiegt Rosenfeld (Br.) nach drücken der Drücke. Schaal (Dr.) besiegt Sanders Äsbcit. Wasserlaus (Be.) siegt gegen Michel (Dr.) ^cgen einer Schultcrpbellung mit Bluterguß durch ausgcben muß. Rodfba Breslau bei den tfdjedjo* attabimeiflerfdjaften 1Q35 t des IT SV. Bar Kochba Breslau ging am Juni 1935 bei den tschechoslowakischen Mattabiroßnitz (Mähren) an den Start und konnte chneidcn. Die 4 mal 100-Meter^stafsel wurde in 46,2 Sekunden leicht vor Hagibor-Prag gebcreits der Startmann P i n c n s das Rennen lOO-Meter-Meisterschaft des tschechoslowakischen An Fritz G e r-b c r in 11,4 Sekunden mit 3 Mtr. md II, Hagibor-Prag und Kaufmann, Preßburg. n! der Breslauer Broniatowski mit einer Vorl,29 Metern in die Entscheidung, blieb jedoch hier 4» Ahmm» Mm» jhf * »oftfafai ,? last rührig . Jllllaner’s Weinstuben Z wln g e r p tat s 1 Hftnld Welngro#h»ndlnng Qertenmtr» Je 40 | Bing 50 rrüBklsdie w< Früher Hering iBSdUNS TauentzleiiTbeater des Kino “ für Jedermnnn Der gemütliche Be rieb