Breslauer jüdisches Gemeindeblatt
- Journal
- Breslauer jüdisches Gemeindeblatt
- Volume
- 12 (1935)
- Issue
- 2 (31.1.1935)
- Date
- 1935-01-31
- Page
- [Seite] (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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6 Nr. 2 Breslauer Jüdisches Gemeinde dl att Orgelbegleitung, umrahmten die Feier. Seines Abschluß fand der Festtag in einer gesellschaftlichen Veranstaltung, wetche der Verein seinen Mitgliedern und Gästen aus allen Teilen des Reiches am Abend in den Spichernsäten gab, und auf welcher nach Ueberreichung der silbernen Vereinsnodel an eine Reihe Vereinsangehöriger für 25>jährige treue Mitarbeit, Herr Lauis Wolfs noch durch Uebergabe einer Dankadresse u^> der goldenen Vrreiijsnadel ausgezeichnet wurde. Die gleiche Auszeichnung erhielt Herr'Wilhelm Marcus und der einzige überlebende Mitbegründer ^des Vereins, Herr Farbermeifter Lewinfohn. Die Veranstaltungen waren nicht nur getragen von der tiefen Dankbarkeit des gesamten organisierten jüdischen Handwerks in Deutschland gegenüber Herrn Louis Wolfs, sondern zeugten auch von der hohen Anerkennung und Wertschätzung, die chm in weitesten Kreisen des deutschen Judentums gezollt werden. Diesem Ausdruck der Dankbarkeit und Anerkennung kann man sich nur voll,und ganz anschließen unid hoffen und wünschen, daß dem jubilierenden Vereine und seinem Führer weitere Erfolg« für eine segensreiche Zukunft des jüdischen Handwerks und mit ihm des gesamten deutschen Judentums beschieden sein möge. ll. 8p. Jue ffeage dee taufmännifäen 7lad)mud)fe$ 'Richtlinien des fientvalausfdjuffee dev deutfdjen Juden fät tjilfe und ftufbau Wiederum steht ein Schulentlassungstrrmin bevor. Tausend« von Jugendlichen treten neu in das Berufsleben ein. Ihnen bei der Wahl des künftigen Lebensweges behilflich zü sein, ist «ine der wesentlichsten Aufgaben des Zentralau-fchustes für Hilf« und Aufbau. An die Gemeinden und die jüdischen Organisationen, an die Arbeitsnachweise und Berufsberatungsstellen, am di« Arbeitgeber und a» alle, die zu helfen in der Lage sind, ergeht der Appell: Schafft b e h rft e l l e n, helft mit bei der Unterbringung un>ererJugend. Zwei Monate nur trennen uns von dem neuen Einstellungstermin des 1. April. Säumt nicht! Trefft Vorsorge! Der Zentrakdusschuß hat durch feine Richtlinien zur jüdischen B«rufsp olitik zu erkennen gegeben, in welchem Geist« er die Berufsberatung und Lehrstellenoermittlung unserer Jugend fördern will. Drei Voraussetzungen sind für jede Entscheidung zu prüfen. Die persönliche Eignung, der Wille zur Normalisierung der Berufsoerteilung der Juden durch Ausbildung in handwerklichen und landwirtschaftlichen Berufen, der Wille zur Schaffung wirtschaftlicher Existenzen. Zur Vermeidung von mißverständlicher Auslegung der Richtlinien des Zentralausschusses zur jüdischen Berufspolink wird zur Frage de, kaufntännifchea Nachwuchses folgende« festgestellt: 1. Der Nachwuchs ist dadurch gefährdet, daß der Drang der (Zugend in starkem Maße zu Han da f beitenden Berufen hingeht, u»ck> daß sich schon feit Jahren ein Lehrlingsmongel im kaufmännischen Wirtschaftssektor bemerkbar macht, der keineswegs «ine rein jüdische Erscheinung ist, sondern auch im allgemeinen Lehrstellenmarkt seit langem zu beobachten ist. Andererseits ist in Betracht zu' ziehen, daß der Nachwuchs des kaufmännischen Wirtschaftssektors vielfach ohne Beanspruchung der gemeindlichen Beratungsstellen in die kaufmännische Lehrstelle eintritt. Hieraus folgt 2. daß. da bei der jüdflchen Jugend auf Grund der beruflichen Tradiiton eine durchschnittliche Eignung für den kaufmännischen Beruf angenommen werden kann, die Berufsberatung Wert daraus legen soll, in erster Linie für diesen Beruf besonder» geeignete Personen auszuwählen. 3. Voraussetzung für die Vermittlung kaufmännischer Lehrstellen ist die Güte der gebotenen Ausbildung, die dem Lehrling geftatteit, seinen Berus möglichst überall in der Welt auszuüben. Es wird dabei die Notwendigkeit in Betracht zu zichen fein, für die ^kaufmännischen Lehrlinge eine besondere zusätzlich« Ausbildung in sprachlicher und beruflicher Hinsicht in die Weg« zu leiten. 4. Lehrzuschüsse werden in der Regel nicht notwendig sein. Fahrgeldzuschüsse und Unterhaltsbeihilfen werden für Lehrling« au» Klein- und Kleinstgemeinden in Betracht kommen, lvenn eine geeignete kaufmännische Berufsausbildung :m eben genannten Sinne in der^Kleingemeinde nicht geboten werden kann. 5. Da es sich um ein neues Aufgabengebiet handelt, sollen die Wirtschaftsstellen Anträge dieser Art vorerst an die Zentralstelle gelangen lassen. nein Inventor-Yerhaaf vom 2S. Januar bl» 2. Februar ist für Sie, gnädige Frau, gerade in jetziger Zeit von ganz besonderem Interesse Er bringt nur bekannt höchstwertige Damenbekleidung zu wirklichen l Original Modelle und Kopien: Winter-Mäntel mit Edel-Pelzen besetzt, Kostüme, Complets,Tee-u.A bendkleid. .Blusen Strickkasaks, Frühjahrs- und Sommer-Mäntel Sommer-Kleider u. Complets in yVolle u. Seide Versäumen Sie nicht eine unverbindliche Besichtigung! La Grünthal, Kaiser-WMhalm.Str. 21 Siegfried Gacuel Telefon 512 23 — Gartenptraße 34 Möbeltransport Lagerung Ausland- und Ubersee-Transporte ia Referenzen k Verpackung Witter und freuen lirh irhonsS e'f neitM'^ge 4ur.v.»M uid die bei TCiuuis'i+e Oblirh niedrigen Pfeife ft irr