Breslauer jüdisches Gemeindeblatt
- Journal
- Breslauer jüdisches Gemeindeblatt
- Volume
- 11 (1934)
- Issue
- 13 (15.9.1934)
- Date
- 1934-09-15
- Page
- [Seite] (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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10 Breslau.« r,8 üdischesGemeind^blatt %r Nr. 13 75 Meter: 3. Dr. Brinitzer, Kuaelstohest: I. Loewenbach, Breslau, 7,^0 Meter; 2. Gaffel, Oppeln, 7,60 Meter; 3. Stichel, Breslau, 7,07 Meter; Alt« Herren 93 und Sliterr l. Lachmapn, Breslau, 10,6 S« .; 2. Her;, Breslau, l l Sek.; Oppeln, 11,1 Sek. Weitspru» > a. d. Stand: I. Spiegel, Breslau, 2,60 Meter; 2. Dr. Brinitzcr, Oppeln, 2 60 Meter; 3. Lachmann, Bressau» 2,59 Meter. Kugelstotzei: 1. Dr. Brinitzer, Oppeln, Breslau, 8,13 M:ker; 3.'Kochmann, Beuthcn, Jagend 16/17: 100 Metci: I. Breslauer, Berlin, 12,3 Sek, KUgclstohe 9: 1. Wollheim 11,07 Meter 3. Weinstock 10,7 3 Meter, alle Berlin. Jugend 18/19: 100 Mete:: 1. Ofchinski, Bresle lauf 12 S'c k.) .2. Bloch, SIcisse, 13 Sek.; 3. Weitspru»I. Ofchinski, Breslc mann, Berlin, 4 60 Meter; 3. Karliner, Brcsla i, 4,21 Meter. ' Schlagball: I. Geller«, Gleiwitz, 38,so Meter; 2. Michaelis, Berlin, 57,30 Meter; 3. Kaxliner, Breslau, 54,70 Meter. Knaben Ä1/21: 75 Mercr I. Dlumenfcld 10,2 S-c Weitfprur g:I.Blumcnfeld 4,50 M <1 3. Pick 3,91 Meier. Kugelstoh« n: I. Blume» selb 13,24 B 3. Tarnvwski 9,74 Meter. Knaben 22/23: 75 Meter I. Hänflcin 12,8 Sek.; 2. Trinslateur 13 Sek. Weitspru, g: I. Häuflein 3,60 Meter; 2. Benjamin 3,54 Meter; 3. Schrimnier 3 10 Meter. l Kugclstotz n: 1. Benjamin 8,40 Meter; L. Schrimnier 6,50 Meter, Mädchen 20/21: 75.Meter: I. Lubas; 12;8 £et, I Weitspru, g: I. Oper 3,40 Meter; 2. Lbdas; 3,20 Meter. Kugclstotz m: I. Guttentag 6,52 Meter; 2. Oper 6,12 Meter. 8,35 Meter; 2. Lachmann, 1,11 Meter. - 2. Pförtner 11,06 Meter; u , 12,4 S « k. (im D o r - Koch, Berlin^ 13,9 Sek. u, 5,15 Meter; 2. Slcuk.; 2. Pick 10,4 Sek. t « r; 2. Lcdfeldl 4,10 Meter; e t c r; 2. Lewin 9,94 Meter; 75 Meter: 1. Weitsprung: I mann 3,42 Meter. Kugelstotzen: 4 mal 100 Mh> 50 Sek. ' 4 mal I Runh, F a u st b a 1 l F u h d a l l sid! Mädchen 22/23: vönisch 12 Sek.; 2. Ehrlich 12,4 Sek. Ehrlich 3,55 Meter; 2. Löwenson 3,52 Meter; 3. Gut t . Guttmann 5,19 Meter. ter: Männer: 1. Berlin I 49,3 Sek.; 2. Berlin II e: 1. Berlin 1. gewann Berlin gegen Breslau, gt« Breslau II gegen Hindenburg I 10:0 (6:0>. Jüüischer Schoiimmverein Breslau e. v. Anschrift der Schriftführerin: Frau Ilse Blumestthal, Breslau ö, Friedrich-Wilhelm-Straße 89, I. 1. Am Donnerstag, den 2 5. Oktober 193 4, 20,15 Uhr, findet im Breslauer Hallenschwimmbad, Awingerstrahe, unser internes Schwimmfest statt. Insbesondere zeigen wir hier vielseitig all« Schwimmarten und das Rettungsschwimmen. — Meldeschlutz 11. Oktober am Schwimmabend, spätere Nachmelüungen können n i chsbl>erücksichtig!t werden. 2. Im Verlauf des Schwimmfeftes findet eine Preisverteiluna beim Stiftungsfest (Winteroergnügen) statt. Näheres wird noch bekanntgegeben. 3. Jeder Schwimmer sollte unter fachmännischer Leitung weiter üben und sich vervollständigen. 4. Ab 1. Oktober findet verschärfte Kontrolle der Mitgliedskarten statt. Ohne solche ist das Betreten der Halle ausgeschlossen. Die Mitgliedsbeitrüg« gehen sehr schleppend ein. Es ist Pflicht eines jeden Mitgliedes, i seine Beiträge pünktlich abzuführen. 5. Das Hallenschwimmbad macht erneut daraus aufmerksam, daß das Rasieren im Schwitzraum verboten ist. Bücher unüIZeitfchriften Jakob Wassermann, Joseph kerkhovens örrtte Existenz. ErsterBänd. Derün. Jüdische Bstck Vereinigung 1934.* Der erste i Veröffentlichung der Jüdischen Bucboctcinigung Georg H e r m onns: „Eine Zeit stirbt", folgt nunmehr Jakob Wassermanns groh:r. nachgelassener Roman. Er sind die gleichen Gestaltent die uns aus dim „Fall Maurizius" und aas „Etzel Anhcrgast" vertrau, sind, die dicixlbrcn Lebensfadcn weitcrspinncn. Im Mittelpunkt dieses Buches steht «äs Schicksal des Nervenarztes Joseph AL r k h o v e n , und dadurch wird cs begreiflich, daß mancherlei Krankhaftes breite Behandlung erfährt.'! Sirberlich hat der Dichter in dieses Werk, das er nickst mehr selbst veröffentlichen konnte, auch vieles aus seinem eigenen Leben hincingctan. Bor ollem ist cs wohl das Sebicksast seiner ersten lEhe, das in der Gestalt des Schriftstellers Herzog uns «ntgegcntritt. Für den besinnlichen Leser sind cs sehr viele kluge Aussprüche, die der gereifte am Ende feines Lebens schbcndc Menschenkenner Jakob Wassermann kür immer festbält.! Das Gesamtwert des Dichters ist in dhr jüdischen Ocffcntlichkcit anläßlich seines ullzrt frühen Todes eingehend gewürdigt worden. Daraus sei bei der Behandlung dieses Buches nur dies hervorgehoben: Bei aller Bedeutung dis großen Dicbters muß doch deutlich gcßagt werden» daß er niit seinem ganzen Schaffen einer min abgeschlossenen Epoche der Menscbheitsgoschichte angcbört, nämlich dein!unbedingten Individualismus. . Das- Zergiicdjcrn einzelner Menschen, einzelner Stimmungen entspricht ■ heute schon nicht rstehr unserer Ecsamteinst^lluirg zum Dasein, denn auch . wir Juden' fühlen heut« stärker als je die Hinneigung zur Gesamtheit und das Zurücktreten dcs'Einzclncn hinter de» Gemeinschaft. Die Jüdisch« Buchvercinigung hat zweifellos dadurch, daß sic dieses Werk, das bisher nur im Auslckkid erschienen ist, dgx jüdischen Lesern clt zugänglich machte, einen Akt der Pietät erfüllt und den vielen Freunden der Dichtung IaÜob Wassermanns sicherlich n^ue hinzugcuvnncn. Wir möchtest aber dem Wunsche Ausdruck geben, daß, nachdem zwei Bände von Dichtungen erschienen sind, die vor allem dem Bedürfnis der älteren Leser Entsprechen und nun ja auch noch der zweite Band des vorliegenden Buches in Aussicht steht, doch die Leitung der Jüdischen Buchgemeinschaft inun auch Werke herausbringt, die etwas Zukunftsweisendes bedeutest und die unserer um neue Lebensgestaltung ringenden Jugend etwas -zuj sagen haben. Dr. Willy Cohn. *) „Jüdisch^ Buch-Bereinigung", Bcrtrauensstelle Rudolf Schlveiher Breslau, Gutenb^rgstraße 5. IoachimPrinz,Illustriert«Jüdisch«Geschichte. (Brandussche Bcrlagsbuchhandlsmg. Ohne Jahr.) Das in zweiter Auflage erschienene einbändige Werk behandelt die jüdische Geschichte, vom zionistischen Standpunkt aus gesehen. Bezeichnend hierfür sind die Schlußsätze. „So scheint uns jede Formulierung der Iudcnfrage im Sinne des Liberalismus an den Kernproblemen .unserer Epoche vorbeizugehcn. Sie verlangt gebieterisch eine neue, den neuen j Ideen gemäße Formung. Ist aber die Frage einmal klar gestellt, dann kann ihre Lösung nur in dem Versuch bestehen, ein neue» Gespräch zu beginnen, das von der „Gleichheit" des Menschenantlihes absicht, die nationalen Verschiedenheiten von Juden und Nichtjuden bejaht unt>| von hier aus in der Achtung der einen Nation vor der anderen den neuen Weg sucht." Mit dieser Auffassung yängt wohl der Ilmstand zusammen, daß die Geschichte., bis zur Zerstörung des Tempels durch Titus und »um Ausstande Bar Kochbas auf nur 53 Seiten behandelt wird, während d^r Rest des 22b Seiten starken Buches dem Mittelalter und der Neuzeit gewidmet ist. Im übrigen liegt ein sehr interessant und fesselnd geschriebenes Buch vor, das auch der mit ästhetischem Behagen lesen wird, der cs im Grundsätzlichen oder in Einzelheiten beanstandet. Nach Schluß der Redaktion eingegangen: 60. Geburtstag: 27. 9. 1934 Herr Willi^Bielschawsky (stühcr Namelau), Breslau IS, Friedrich Hedbelstraßr 12^. /fff /ÄffMfff /fffcfff 4*4 'HwftfÜfM'! Hotel Adler bol Oarteostr 79« unweit Schweidn. Str. Telefon B0694 and 34680 Modern« Zimmer, fließend.Wasser Mäßige Preise coie rohrte Zwingerplatz 2 coie König GartensiraQe 40 rrfinidsdie Weinstuben Früher Häring Inh : Liesl Barwitz Messergasse 28 Der gemütliche Betrieb Znm Deldisadler GartenstraBs 09, am Hauptbahnhof Restaurant und Krubstucksstuben Bekannt gute Speisen u. Getränke Niedrige Preise! Sie ess Ms. Up. len Hol l preiswert im Restaurant er Ltstint>Loqe, Agnestraße 5. - Tel 548866. . 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