Breslauer jüdisches Gemeindeblatt
- Journal
- Breslauer jüdisches Gemeindeblatt
- Volume
- 11 (1934)
- Issue
- 9 (13.7.1934)
- Date
- 1934-07-13
- Page
- [Seite] (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Nr. 9 Breslauer Jüdisches G e m e i n d e bl at t Sprechstunden: Semeinde-Nabbmer Sr. Dogelstein wohnt Jetzt Tauentzienplatz 7, I, Fernsprecher 577 88; Montag, Dienstag» Donnerstag S>/r—10*/2 Uhr. Gemeinde-Rabbiner 'Dr. Hoffman n, Wallstraße 9, Fernsprecher 538119; Sonntag, Montag, Dienstag, Donnerstag 81/2-491/2 Uhr, Freitag 10—11 Uhr. — Mittwoch keine Sprechstunde. Rabbiner Dr. Sänger, Schweidnihcr Stadtgraben 8, Fernsprecher 294 81; -9—10 Uhr (außer Montag und Donnerstag). Rabbiner Dr. S i in 0 n s 0 h n, Gutenbcrgstraßc 13, MFernsprecher 852 30; 10—11 Uhr (außer Sonnabend und Sonntag). Rabbiner Wassermann (für Sch'eloth); werktäglich 11—12 Uhr, Freiburger Straße 34, Fernsprecher 549 97. Rabbiner Dr. Halpersohn, Morihstraße 50, werktags 1—2 Uhr, außer Freitag. Oberkantor Weiß, Wallstraßc 9, 12—15 Uhr (außer Freitag und Sonnabend.) Kantor Warten berge r, Schweidnihcr Stadtgraben Nr. 8, Fernsprecher 278 88; Spreckstimden 8—10 und 14—15 Uhr. Kantor Topper,! Wallstraßc 5, Fernsprecher 202 93; nachm. 16—18 Uhr. - > Hilfskantor Lachmann, Kronprinzenstraßo 53, III, Sprechstunden täglich außer Freitag und Sonnabend vormittag 11—12 Uhr. Chordirigent der Neuen Synagoge Heinrich Markt. Sprechstunde 15—16 Uhr, Breslau , Höfchenstr. 9, III. Oberaufseher Mamlok (Alte Synagoge), Büro: Wallstraße 9 (Zimmer 5), Sonntag bis Donnerstag-9>^ bis 12 Uhr vorm, j j Oberaufseher Haasc (Neue Synagoge), jGartenstraßc Nr. 19,111, Sprechstunden täglich außer Sostnabcnd, nn Gemcindebüro, Wallstraße 9; 9-^-11 Uhr. Für, gefl. und genauen Beachtung Unter Aufsicht der Synagogen-Gemeinde stehen nur die folge», den Betriebe:! Die Fleischereien und wurslsabriken: Samuel Kwijelecki, Goldene Radegasse 15 (Hauptgeschäft) und dessen Filiale Viktoritzstrahe 70, für Fleisch nur in abgeteilchn Stücken (Dauerwurst aufi Plombe oder Stempel zu achten). — Adolf Schrimmer, höfchenstraß, 22. Die Restaurationen: Willy Kornhaüser, Schweidnitz« Stadtgraben 9, Bella Gesundheit (OekonomiePer Lessinglogc!), Agnesstr. 5, Frl. Bacher (Bereinigte Speisehäuser). Gartenstraße 21J Die Bäckereien und Konditoreien: Georg Schleimer, Goldene Radegasse 5, dessen Filiale Diktoriastraßc 74. Rlilch, Butter und käse: Milchkuranstalt Anton A »man Gmbh„ Kleine holzaasse 8. Butter und Käse liefert die Bresl Hier Molkerei. Berlinerstraße 60 62. Die Mitglieder der Synogogcn-Ge neinde werden hierdurch dringend darauf hingewiesen, daß sie dein Einkauf des Geflügels vom Ausland (Ungarn) auf die Plomben bzw. Stempel (Tag und Stunde der.Schlachtung, hebr. Zeichen) genauestsns zu achten, da sonst die Gefahr des Auwerwerdens besteht. Breslau, den 10 Juli 1934. , Mitteilungen der Organisationen firbeitsnachweis jüdischer Organisationen j Breslau 2, Schweidnitz«! Stadtgraben 28. Telefon 268 63 | Wir suchen Stellungen für Arbeitskräfte folgender Berufs zweige: Kaufmännische Angestellte männlich und weiblich, Sprech-i stundcnbilsen, Laborantinnen, Röntgenassistentinnen. Gelegenbeits-i arbcitcr, Chauffeure, Vapkangestclltc, ^Handwerker, Kellner (auch für! Gelegenheiten), RachhilssSlebrer und .Lehrerinnen. Wir suchen brim gcnd eine Fleischer-Lchrstellc. i Arbeitskräfte für folgende Berufe werde» gesucht: Jungt perfekte ^Hausangestellte, kausmännisches und ungeprüfte Erzieherinnen, Pflegos jüdische Friedhof Schlesio alte Begräbnisstätte birgt Grotte» welcher auf der» geleistet bat, gebührt ga anschaulichen Ausftchrunp ns in Dyhernfurtb besichtigt. Dies« Kunstdenkinälcr eigener Art. Gebiete der Denkmalspflege Hz besonderer Dank für seine inte cn. Kontoristinnen, jüngere Lehrpersonal, geprüfte ersonal. Wir bitten, uns j de freie Stelle unverzüglich zu melden. llahrbund^rte rrn Profe for rvorragenides cssariten //// d h. Kric g. Neichsbund jüdischer Frontsoldaten e. v. OrtSgrupppe Breslau, Gartenstraß« 34 / Telefon S7208 Postscheckkonto Breslau, Äereinskonto Otto Elkeles, Rr. 18340 Unsere Toten: » Kamerad Kurt C h a r i g , hirfchberg * Kamerad Walter F 0 erster, hirschberg. 1. Diejenigen Kameraden, Zlltsoldatien und Kriegshinterbliebene, bic die'Regelung ihrer Sterbekassenangelegenheiten nocb nicht oorgcuommen haben, bitten wir uns schleunigst! aufzusuchen. 2. Wir macken darauf aufmerksam, baß keine Zusammenkunft stattfinden darf, die nicht vorher dem Büro gemeldet ist, damit wir hier rechtzeitig die Anmeldung bei der Staatspolizeistellc vornehmen können. Diese Anordnung betrifft selbstverständlich auch die Sportgruppc und die Kriegsopfer-Abteilung. 3. Kameraden, unterstützt das Werk für Hilfe und Aufbau! 4. haltet Such fern von Gerüchtemachern. Ruhe und Ordnung zu batten ist die erste und vornehmste Pflicht eines jeden Bürgers. * Der Reichsbund Jüdischer Frontsoldaten E. B. veranstaltete für seine Kriegsopfer-Abteilung am 8. Huli eine Ausfahrt nach Dybernf u r t h. In 25 Kraftwagen, welche in liebenswürdiger Weife von Mitgliedern des Auto-Clubs '11027 und von Kameraden und Gönnern für diesen wohltätigen Zweck I zur Berfügung gestellt waren, erreichte man bei schönstem Wetter Dyhernfurtb. Im schattigen Garten des Oderfährgafthaufes wurden 100 Kricgsoerletzte, welche au der Fahrt tcilnahmc», mit Kaffee und Kuchen bewirtet, wobei der rührige Leiter der Kricgsopfcrabteilung Kamerad Dr. Harry hirschberg die Kameraden berzlichft begrüßte und auf die segensreiche Tätigkeit der Abteilung aufmerksam machte. Unter Führung des weit über die Grenzen unserer Heimat bekannten Kunsthistorikers Professor Grotte wurde alsdann der älteste , jüdischer Muslkverein Für die Leitung 1 feines Orchesters hat der Musik:«ein den bekannten Kapellmeister^Kurt Havelland gewonnen über dessen Lebenslauf wir folgendes erfahren, ha pell ab d ist am l. Juni l004 in Kassel geborey und erhielt seine musikalische Ausbildung zu nächst durch dortige Lcjhrsr. Ostern 1925 bezog er die Berliner Staal liche Hochschule für Musik, wo «'Klavier und Thearie stchierte. Seine Lehrer in Klavier waren Leonrd Kreutzer und Arthm Schnabel. 11127 errang er in einem pianistifchen Wettbewerb ali Preis einen Blüthner-Flügel. Dom Herbst 1927 ab .wirkte er sodann sechs Jahre als "Kapellmeister an dem. damals unter Leitung des! Intendanten Paul Belker stehenden. Staatlichen Theater in Wiesbaden. Er hat dort Opern, Operetten und Balletts dirigiert. Außerdem be tätigte er sich vielfach nls, Klavierbegleiter sowie als Kammermusikspieler. Im Jul-i'Auqüst 1933 nahm er an dem van Hermann» Scherchen geleiteten Musikfest in Straßburg teil und dirigierte moderne Orchesterwerfe,; unter anderem solche von hindemith. Wladimir Vogel, de Falla. Im April 1934 wurde er durch General . Musikdirektor Ro festst pck. der-ihn von Kassel her!kannte, nach Berlin zum , Kulturbund'deutscher Juden" geholt. Havelland hat das gesamte- Juniprogpamm des Kulturbundes in Berlin dirigiert «Mozart „Serenade", ovool „Schießbude") und bei Publikum und Kritik die größte Anerkennung gefunden. Kapellmeister .Havelland ivird feine Breslauer Stellung alsbald antrkten und mit! dem Aufbau des Orchesters beginnen. Den Chor des Musikoereins leitet der aus den! Synagogen, konzerten bestens bekannte Kapellmeister Werner Sgnder. Vermittlungsdienj schastshilfe Die Zentralstelle m i t t l u n g s d i c n st Beteiligungsin öglichkeiti gung angebotenen Obji suchenden weitgehende neben 'sich durch den Ausbaus, da sie auf di« ländern auch bewährte können. 6er Zentralstelle für jüdische Wirtr jüdische Wirtschaftshilfe hat einen Der eingerichtet, der sich zur Aufgabq gestellt hat. nachzuweisen. Die Bonität dar! zur Beteili Irvird nachgepvüft. so daß für den Anlage cherheit gegeben ist. Für gesund« Objekte errmittlungsdienst wichtige Möglichkeiten des ftm Wege nicht nur kapitalkräftige Teilhaber, und erfahrene Fachleute für sich gewinnen Daö Jüdisch« Schuf «st« rnheim «. D. nimmt zum l. Oktober d. I. Lehrschwestern auf. Bewerbungen sind schriftlich an die Oberin, Kirscb- Atlee 33, mit Lebenslauf, Geburtsschein und letztem Schulzeugnis zu ricbten.