Breslauer jüdisches Gemeindeblatt
- Journal
- Breslauer jüdisches Gemeindeblatt
- Volume
- 11 (1934)
- Issue
- 5 (15.5.1934)
- Date
- 1934-05-15
- Page
- [Seite] (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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i ' Bresl-ueijIüdisches Gemeindeblat r. 5 In' Düsseldorf fand türüich -ic diesjährige Vorstandssihung der ‘/Vntralitdlc, --für jüdische Pflegestclle»- und Adoptionsvermittlung, Elberfeld unter Leitung der Versitzenden, Uran Samuel, statt. Bei den Beratungen waren nutzer der» Arbeitsausschuß der Zentrale vertreten: der jüdische Frauenbund, der Rabbincrvcrband, die Zentralwoblfabrtsjiell^, der Preußische Landesverband, da» jüdische Wohlfahrtsamt Berlin, die Sammelvormundjchaft, die Anstaltsleiter, autzerdeni ärztliche und Uwistiscbe Sachverständige uiid einige Haue. Die Debatte icher einige neue Ersetze nahm einen breiten Raum ein. Scfand eine Aussprache narr übxt „dHs Gesetz zur Verbtinmg erbkranken'Nachwuchses", das sowohl in Bezug auf seine, praktische Anwendung und Wirksamkeit in der öffchie» und geschlvsscncn Erzichungs- -^knd Gefäbrdekenfürsorgc als auch in seiner 'theoretischen Bedeutung in, Dinblick auf das jüdische?religionsgesetz erörtert wurde. wurde beschlossen, einer Stelle in, Reich! alle Anträge, die für die Sterilisierung jüdischer Personen gestellt wetzden, zur Gewinnung eines Rcberblickes und zur cvenkl. Beratung zur .ürennknis zu bringen, ferner wurde der Wunsch »ach einer Ltell^ngnabn^ der deutschen Rabbiner geäußert. . Dr. Margarete Bereut referiere über das Gesetz .jgcgen Witzbrauch bei der Eheschließung und der etuuabine a» .Kindes statt" in seiner Beziehung zur Ädopti'onsvermittlu^g. , Demzufolge sind Adoptionen zwischen Angehörigen verschiedener Psrsse fürdie Ztlkunft unerwünscht, könne,! jedoch rückwirkend aut Grunp dirjer Tatsache allein nicht angckochten werden. . Es wird darauf hingewieseu, daß Adoptiveltern, die Kinder nicht-’, deutscher Staatsangehörigkeit adoptiert baden, für diese Passe bade», inüssen, denn eine Adoption an sich ändert nicht die Sraatsangebörigkeit des Kindes. Reben gesetzlichen Maßnahmen wurden noch eine Reibe von Adoption von Geichwisirrn uiio. Zu», Pflee,estellenir>ese» wurde vor allen, die Trage des Krankenversicherung sonne die Schulung de, Pflcgciiiüiler und Vertrauens-- trauen beraten. Mit der Zentraltvohtfahrtsnelle in vereinbart wdrdcu, dag die Beschaffung von Pflegcsteilen im Ausland für Kinder bis zu .12 Jahren durch die Elberfelder Zeichralie. für ältere Kinder! durch die Zentralwohlfahrtsnelle erfolgen soll. > ' , Es wurde davon Kenntnis gegeben,' dag die geplante Erhebung cksal unehelicher jüdischer Kinder" inzwischen ß >sscn, im Titel der Zentrale die allgemeine er- und Mutterschutzes stärker zum Ausdruck über „Vorkonnnen und Sch cingeleitct worden ist. Ferner wurde bcschl Aufgabe des jüdischen Kini zu bringen. Die Verhandlungen Zeigten wiederum, welch' ernste und wichtige Aufgaben die Zentrale zu erfüllen bat. Alle Vertreter beteiligten sich nijt wärmstem Interesse an den Beratungen und gäbe,« aus ihrem reichen Schatz an Erfahrungen Anlegungen für die ivcitcrc Arbeit. Die ordentliche Rfitglicdcrvcrsamiulung des Versicherung:' - Äereins a. G. ,F>i« Hilfe" zu Berlin bat am ZO. April d, As. stattgefundeu. Aus dem Geschäftsbericht ist zu entnehme», dag sich der Verein trou der veränderten Verhältnisse im Jahre I9ZZ günstig entwickelt hat. Wen , auch durch Auswanderung, usw. ein entsprechender Abgang an Mitgliedern zu verzeichnen ist,! so hat der Eingang an Reuanträgen diesen Mitglicdcrvcrlusl wieder vollständig ausgeglichen. In den erste» p Monaten des laufende» Jahres ist bereits ein bedeutendes Ansteigen des Versichcrungsbcstandcs festzuftellen. Der „Hilfe" ist cs gelungen, sich in den zwei Jahren ihres.Bestehens in weitesten jüdischen Kreise» gut einzuführen und sie konnte bei vielen cintrctcnden Versichernngsfalle» helfend eingrcifcn. Der Verein war außerdem in der Lage, auf Grund der mit verschiedenen Landesverbänden,' Gemeinden und» Drganisationen abgeschlossenen Empfchlungscherträge -diesen Institutionen ivesentliche Beträge für deren Wohlfahrtscinrichtungcn zuzuführe». Die heutige Zeit verlangt mehr denn je eine» gewissen Schub, so daß der Beitritt zum Verein, der unter Aufsicht des Reichsaufsid'tsamtcs für Privatvcrsichcruiig steht und bei $M,cr ersten deutschen Versicherungs-Gesellschaft rückßedeckt ist, wohl empfohlen werden kann. An Stelle der im Berichtsjahr ausgcschiedcncn Herren des Beirats sind in denselben neu gewählt worden: Herr Felir Struck, Berlin, Herr Rabbiner Dr. Fuchs, Ehemnitz. Am Iv. 2lpril d. 7i. wurde in Landcshur der neuhergejtellie Sitzungssaal cingcwcihk. i Der erste Vorsteher Schüftan begrüßte die Anwesenden. Dann hielt Herr Prediger Falkcnstein die Wcihcrede, gedachte dabei verdienstvoller Männer der Gemeinde und schloß mit dein Wunsche, daß stets in diesen. Raume Frieden und Eintracht herrschen möge. Mit einem kleine»l Piftbiß wurde die eindrucksvolle Feier der Lhcwr.a Kadischa beendet. I .... und Weine und Liköre zu allen Festlichkeiten dürfen nur von HERZBERG sein Haus Bellevue Bad Altheide Telefon 271 In:'-: Else Heppner «ystkt. PPii'-.n ' 'kt Zimmer-von RM. - an. Jü-' Diät, Pauschalkur. Einzices rlt .eiiss Haus r-1 Platze. 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