Breslauer jüdisches Gemeindeblatt
- Journal
- Breslauer jüdisches Gemeindeblatt
- Volume
- 11 (1934)
- Issue
- 4 (4.1934)
- Date
- 1934-04-01
- Page
- [Seite] (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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14 Breslauer ft/u disches Gemeindeblatt Nr. 4 Eugen Spiro wq^e sechzig ^ahre Eugen Spiro, der wtlt -erübmte R öd. Geburtstag. Ist cs wir!lich möglich Eugen Spiro bereits in die Reiben dc> >1» der Tat, wir können uns nur schlver so frisch siebt ber Mann und ein Werk Gehört dieser Wann i bcrbaupt ztc saintbcit ganz besondcw Et re gemacht uns Breslauer Illden nabe, i k er doch eil i und7mit ber diesigen Gemeinde, dadur Baker, wie sieb ältere Gemeir demitglicdctz als tdbcrkantor an ber Alten! Synagoge i ausgezeichneten Anlagen in einem laijg gründlich entwickelt, llncr Midlicher Aacbbem er niedrere Iabr> die Bresj begab er iicb an die Münch« »er 7lkadenli 1805—1307 Schüler Franz >. Stucks, wo er sieb, angeregt und irspirjert vor Kunst so zahlreich vorbandci cn unsterbl und, Plastik weiter fortbildcc. . >300— und als Mensch hochgeschätzt, in seiner Pp er nach Berlin über und kom te dort von verlegte er seine Tätigkeit » ach Pari» Manet Hecinftußt, voll im Fabrwasse kehrte er nach'der Reichsbau?tstadt zur 1027 widmete er sick> mit Eifer auch Empfinden für Farbcnwir ung sowie Farbcnvcrwcndung und F irbcnabskini Gemälde von edelster Bildi ürkung eich der Hauptsache nach Motiv, n aus ^der des Eomer Sees gearbeitei. ~ ' Die Produktionen sei ics Schaffen Privatbcsiß. Bon den Gcmäldcn, wch, t sind, erwähne» wir die „Dame mit Hu:' ein Selbstbildnis des Mc-<kbr ciniGlciw' in Hannover, „Weiblicher Ak: vor dem galcric. „Das Podium" in .Kupferstich für die jüdische Seele cbarikrcristisch«: Unbedeutenden gebörtc zu den schöpfe lick, seiner Kunst die entscheiden! c Prägung Hauptstärke auf den, Gebieli des Port«, übertrefflicher künstlerischer Bolleudup erzeugt bar. Hochbedeutende .Kunstbereinigunghr Ihren. So gebörtc er der Btrlincr und Inhaber der palmcs d'officvcrs d'acadeln dag cs dein Scchzigjäbrigeu beschicdci vielen weiteren Werken zij bereichert alcr beging ain 18. Auöilsejncn niag so mancher dönken, daß Scchzigjäbrigcn ciugcrückt ist? an diesen Gedanken gechöbnc», r unsercin geistigen/ÄuL«. denen, die der jüdischen Gehaben, so stebt/cr namentlich Kind der schlesischen Hauptstadt b noch eng vcrlnüpft, daß sein erinnern werden, jahrzehntelang wirkte. Eugen'Sptzto bat seine cn ubd sorgfältigen Studium Fleiß ergänzte scislc Begabung, sauer Kunstschule besucht batte, c und war dort in/den Jahren 1303 finden wir, ihn in Italien, den in dieser Hc/instättc alter Gen Meisterwerken der Malerei K»04 wirkte er, viel bewundert terjtadt Breslau. D/ii» siedelte Erfolg zu Erfolg sch/citefi. 107ö »ch segelt» btcrf vor des Iniprcst" ' diesmal auf >cr ^andschafttzinalcrci. Eveinc^ Idcercichtum hinsichtlich der nung ließen aus fc/iicc Hand :teben, reizvolle Landschaften, irr, Gegend von St. Wolüsang und i/iy |u>fcuviu irw er^ vor.allem von sionisntus. W14 f die chaucr. Seit ibä s befinden sich gro^ntcils in der Oeffentlichkeit/zugünglich ' in der Münchener Pinafotbek, rMujcum, „Siesta" inuMiiscum, äcgcl" in der Bcrlincv^cationalkabinctt in Berlin. /Das grade Geiübl für die Bedeutzmcz de»! rischen Kräften in Spiro, die gaben. Darum licgt^mch seiiic ts, auf dem er Werkch' vom «ng und mächtigster/ Wirkung -ji zählten ib» mit Stotz, zu den' Rüncbener Sezession au und war L:ic. Wir hoffe» uno wünsche», sein möge, die Welt »och-^mit itir.' Der Preußische Landesverbaüd eröffnet in Berlin eisten Kurs i geplanten Dollisschullel» jüdischer Gemeinden s für die Anwärter d« sr-Bildungsanstalt. Der Preußische L aubesver >aiib jüdischer Gcvflciudeil bat bekanntlich bci'chlcsien, ciiü jüdische Bvlksschütkchrcr- < Bildungsanstalt liberal:r Nichtui:g in Bcrliit zu bcfsründen. Die Dcrbandlungen nut dem Preußischen Winistcrium pit Wisscnschaft, Kunst im' -Polksbi düng sind noch im Garsgc. Ilm keine Zeit zu verlieren, gilt der' Preußische 4/andcsvcrband den Anwärte: il, die sich zur Aufnahme /emcldet babcn und ihm gecig iet erschienen, durch Pcransta/tzumz eines privaten Kursus die Ntöelichkeit, sich schon i^ßt aus tscn Besuch der zu begründenden Lebrerbildungsanstalt vorzubcreitcn. Der Ilnkerricht u ird in Anlebnung an die Tzochschulen für Lcbrt rbildung smaßgebcndc Ltu erteilt. i Nabbiner Dr. Gia l l i n c r, der Lchuldezcr! Preußischen Landesverbandes, cröffnetc den Kursus am Ntiltrvoch, den IS. Avril, in"d m Räumen Lützywstr. lp. Gr drückte in seiner nnleitendm Ansprache den Wunsch aus, daß Dozenten ui d Teilnel ancr erfüllt seien von^dcnr, Geiste des rabbinischm Wort> s: „Die Welt wird nur crbalten durch den Lmuct) der Zlindcr des Lct/rbauscs". 7lm Einschluß darc n machte Dr. ^riß B a m o c r g e r, der die Lotung übcrncmmen bar, nähere Witteilungcn üh die Durchführung des Kllrsus. kr sprach die AeberA^iirsung allS, daß der Anterrick t und die Beziehungen zwischen deil Dozenten und den T eilnehmer i von dem Gcista^cmcinfür die tdcntafcl . senk des samen Erlebnis uifd kameradschaftlicher ^llsainmcnarbcit getragen sein mögen. Der Landesverband habe dies dadurch leicht gemacht, daß :r die Dozenten, insbesondere aus dem j^rcise der jüngcrci Generation ausgcwählt habe. Alitteiljmgen des ReW-undes jüdischer Frontsoldaten e. V. sr Ortsgrupppe Äreslau, Garlenstraße 34 / Telefon 57208 m I. Unsere Toten: Wirr Reumann, s^rih Lippinann, Jacob Wronkcr. 11. Die .Kameraden und Witglicder der Kricgsopfcrabtcilung und der Sportgruppe werhen gebeten, bei Ilmzüge» und sonstigen Wobnlingsveründcrungcn unverzüglich dem Büro Gartcnsir. ö4 Wcldung zu machen. III. Ebcmaligc Angcbrrige des deutschen Heeres, die cntivcdcr vor dem Kriege aktive Soldaten waren oder während des Weltkrieges Heeresdienst taten, aber nicht zur flronttruppc gehörten und ehemalige Angehörige des Knffbäuserbundcs und sonstigen Soldaten- und "Kriegcrbündc wollen sich baldigst in unserem Büro, Gartenstraße 24, melden. Der Frontbund führt diese in einer besonderen Gruppe „Zlltsoldaten". ("'> N. Kriegsopfer-Abteilung. 7luf Grund einer Abmachung, die am 15. Wärz 1024 zwischen der Allianz und Stuttgarter Lcbciisversichcrungsbank A.-G-, der 7k. S. K. t>. B. und der Bundes- Icilung getroffen worden ist, geben wir folgendes bekannt: Die Stcrbegcldansprüchc derjenigen nichtariscbcn Kameraden, Kriegerlvitwcn usw., die am i. Mär; 1022 eine Stcrbegeldocrsichcrgng bei einem der glcicbgeschaltetcn Kricgsopferverbändc batten, sind auf Grund der Abtnacbung erhalten geblieben. Mir hitteu daher, daß alls Kaincraden und sonstige Kriegsopfer, die eine solche ordnungsgemäße Stcrbcgcldvcrsicherung batten, auch wenn sic bisher miwt Mitglieder unseres Bundes sind oder unserer .Kriegsopferabteilung ang»:börcn, sich im eigenen Interesse sofort bei uns mcldcn.j Alles 7läherc werden sie in unserem Büro erfahren. V. Lportgrupp«. :>) Ilnscfe Tcnnisplüke Hardenbcrgstraße haben de» Telefonanschluß Rr. S 10^4 erhalten. x l>) Sonsitag, den flO. April 1024, findet 11111 2 7lbr bei LK'ibvff, WattbiMplak 1 cjn fröhlicher Rachmittag für die Jugend statt, e) lieber Fußball, Handball, Faustball und Fahrten ist alles 7käbere am schwarzen Brest in der Turnhalle zu erfahren, ei) Beim Schwinusien ist die Mitgliedskarte als 7lusivcis unbedhigt mitzubringcii. «■) Die. Frauen tufnen auch am Donnerstag hon 77 22 llbr, im klebrigen gilt die bereits im vorigen Gemeiudhblatt veröffentlichte Zcitpinkeilung. /c lf) Fußballspiele gegen andere .Kampfmannschaften lverden «ntwedcr durw Rundschreiben oder durch 7kawrfchtcn in der 7kel>cn Breslauer Icitung! rechtzeitig bekannkgegeben. | | VI. Wirtschaiftliche Beratung unentgeltlich jedct» Witlivoch von 2—4 llbr.! > Aus dem verleinsleben i Wakkabi-Kuudgebung l Es spricht Rabbinjcr Dr. Joachim Prinz, Berlin, am Sonntag, den ö. Mai 1024, vormittags 17.27 llbr, im großen Saal der Lcssinglögc. Sprcch- und Singchöre des „Bar-jtocl'b^'. Nachrichten des Deutschen Makkabikreises Landesverband Schlesien Der Landcssportkommissar von Schlesien, Ocenneker, bat den Makkabi Fritz Gerber, trctcr der Rieder-, M ihm ernannt. Am 15. 7lpril »'eilte der Breslauer Bar-Kochba in Beutbcn PS. und konnte' die Hindcnburgcr Makkabim im Fußball überlegen 2 :7 (2:7) schlagen. Anschließend fanden Tischtcnnisschaukämpfc statt,, die Breslau sämtlich gegen Dbcrschkesien gewann. Bemerkenswert ist, >daß es Klaus Blumcnfcld gelang, den cbcmaligctt oberschlesischcn Meister Ehrlich zu schlagen. ' Wochenprogramm des Bar-Kochba : Sonntag, den 22. 7lpril, ö. und 27. 7)iai : Tarhutbabcnde. Jeden Montag 17.27— io.27: Mädchcnturncn, ) 20—22: Männcrturncn. . Jeden Dienstag 27—22: Frauenturnen, . 20.20: Sportlertzeimabcnd bei Dr. Lux, Tauentzicnplatz l b. 27.27: Iungmäinicrbeimabcnd bei Eobn, Opitzjtr. 1. Mitglied des „Bar itochba" Breslau, zum Bcrttcl- und tDbcrschlesischcu Makkabi-Bcrcine bei