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Breslauer jüdisches Gemeindeblatt · 1933-01-01 · 1 (1.1933) · p. [Seite]

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Journal
Breslauer jüdisches Gemeindeblatt
Volume
10 (1933)
Issue
1 (1.1933)
Date
1933-01-01
Page
[Seite] (sequence 14)
Language
German
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14 1 Btciloatr Jüdische» Oemelabebletf Nr. 1 —-— 1 — ....-j- Beschatt igt jüdische Handwerkerl Nachweis durch: „Zentralrerband jBdlscher Handwerker Deutschlands", Breslan, CharloHenttr. 40 :: Tel. S0731. M a r r i n cBub < r : Di« Legend« de» Vaalschem. (1432, Schocken Verlag, Berlin SW. 14.) Das Buch behandelt das Leben der Chassidim, „einer ostjüdischcn Sekte, die gegen die Mitte des achtzehnten Iahvhuiwerts entstand und noch in unseren Tagen entartet fortbesteht- und erzählt das Leben des Stifters dieser Sekte, des Pabbi Israel den Eliescr, der Daat-schem, das ist Meister des wundersamen Gottcsnamcns, genannt wurde und von etwa 1700 bis 1760, zumeist in Podolien und Wolhynien, lebte. Es gibt, mehr poetisch als philosophisch gestaltet, eine gute Anschauung von den wirren, phantastisch-mystischen und ekstatischen Vorstellungen dieser Sekte. Gf. Rudolf Hallo: Kassel«« Synagoqengeschicht«. Der für die Erforschung jüdischer Kunst hochverdiente Autor gibt gemeinsam mit Rechtsanwalt Dalberg und Landrjsrabbiner Dr. Walter eine Geschichte der israelitischen Gemeinde Kassel heraus, deren l. Band vorliegt. Der Verfasser hat in tiefgründiger Weise au» den Gemeindeakten die Geschichte verschiedener Synagogen seiner Vaterstadt für die Zeit von 1245—1834 erforscht. Don größtem Interesse ist die Feststellung, daß in der ersten fwlfte d«s 14. Jahrhunderts die Zahl der jüdischen Handwerker in Kassel eine ungewöhnlich große war; der Verfasser entstammt gleichfalls einer solchen' Kasseler Handwerkerfamilie. Auch »on bedeutenden Miniaturmalern wirb berichtet, von Fiorino, besonders aber von der Familie Pinhas, die sich durch drei Generationen mit dieser Kunst beschäftigte usw. Für unsere Generation dürfte der Rückblick auf die Verhandlungen, die anläßlich des Reubaues der noch heute bestehenden Synagoge zwischen Gemeinde und Staatsbehörde geführt wurden, von großem Interesse sein. Besonders aber das Gutachten, das der damalige Führer der Gemeinde, Dr. Pinhas, gegen die Pläne erstattete, die inan der Gemeinde aufoktrontLnen wollte. Es ist verblüffend zu hören, daß Pinhas schon damals, vor WOIühren, in überaus geiswoller Weise sich gegen jede Art einer orientalischen Bauweise n>endete, der gleichen, die 50 Jahre später als hie für Synagogenbauten geeignetste auch von jüdischer Seite angesehen wurden Der Wert der Arbeit geht über den Rahmen lokalgeschichtlichen Interesft weit hinauf und karkn als ü'ertvolles Kulturdokument jüdischer Geschichte gewertet werden. Prof^ Alfred Grotte. Jüdische» Jahrbuch 1432. Verlag Berlin S. 42, Luiscnufer 34. Preis 4.30 m. Troß der schweren Wirtschaftslage war der Verlag auch in diesen, Jahre bemüht, das Jahrbuch 1432 sowohl inhaltlich als auch äußerlich weiter auszugestalten. Interessante' Aufsätze bekannter deutscher Juden, wie Prof. Georg Bernhard, Alfr. Döblin, Sim. Dubnow, Dr. Wilh. Kleeinann, Dr. M. Hildesheimer, Kammergcrichtsrat Leo Wolff u. a. füllen den ersten Teil des Buches aus. Diesem folgt eine — nicht ganz vollständige — bibliographisch« Ilebcrsicht von in deutscher Sprache erschienenen Rcücrscheinungen über das Judentum.! Der Rachschlageteil wurde sorgfältig revidiert und vielfach bereichert; so ist das Iüd. Jahrbuch 1432 zu einem ivertvollest Hand- und Rachschlagerverk über das deutsche Judentum geworden. R. R. Purimspiel ^aman" von Moritz^Scherbej. Gerade rechtzeitig vor dem diesjährigen Puritnfcst erscheint eine Reuausgabe des beliebten Purimspiels „Haman" des Dichters Moritz Scherbel. Mit seinem Drei-Akter „Haman" hat Moritz Scherbel, dessen 100. Geburtstag vor kurzem in allen jüdischen Zeitungen gefeiert wurde, ein humorvolles Purimspiel geschaffen, das durch seine Leichtveiiständlichkeit und schöne Dersfortn besonders bei der Jugend Anklang gefunden hat und in jüdischen Schulen und Vereinen gern aufgeführt wird. Di« Aufführungsrechte sind anläßlich des 100. Geburtstages von Moritz Scherbel durch den Enkel (Scherbel-Derlag, Derlin-Eharl. 4) freigegebcn worden, so; daß die Aufführung überall gebührenfrei erfolgen kann. Das Textbuch des „Haman" ist hübsch ausgestatlet; cs kostet nur RM. I,—. , Naturschutz und Judentum, ein vernachlässigtes Kapitel jüdischer Sittenlehre von Dr. S. Lichtenstaedter. Verlach I. Kaufmann, Franksurt a. M. 1932. Preis brasch. 1,20 RM. — Dieses Büchlein zerstört wirkungsvoll die Mär, daß wir Juden natuösremd von Kindheit an als Individuen und als Religionsbekenner seien, daß wir nur für städtische Dinge, nicht für Bäume, Pflanzen, Piere interessiert seien. Denn geistreich und anziehend werden uns Stellen der Thora (auch Maler-Arbeiten aller Art gesdimadcvoll ♦ preiswert » dauerhaft Renovation von Wohnungen und Qesch&ftsiokalen. Fassaoenanstrich Siefim.Cobn.fchiuersir.io FemsDreCher 34648. GaorQndet 1898 IC. TrMÜtr ■reslae I, Am Raihaas I Tel. 288 75 Vertilgt «amtlich. Ungeziefer restlos. Zahl, erst nach radikal. Vertilgung. Innungsmitglied. SpoialMat: Waaseavwtn. «saf all aad efeae Oas Telefon 4M 11 Siegfried. Gadiel Obcltronsport swtsohen beliebigen Ortes Wohnnngstansdi Speditionen Freiburger sirafie Nur SdwttnigeniraAa 21 Telefon «1012 Meine Ware wie Immer in bekannter Gala. Alles frei Uaus. blutfrische »eeNnehe hriufn / Bsdemni Inh. E. Kleemann Höfchenstr. 86 Tel. 391 65 iiimmiuimiumiiitiiiiHiiiimiUlimiimiiii Ladenbai Lidrireklane Rrnemdrilder IrMamobtiriarl »»»„»,»», Fritz Winkler Breilau 5 i Gartenstrabe 3S Fernruf 21554 (Zimmennann) Rundffunkaiier Markenfabiikate sowie sämtliche Einzelteile nur von n »Her Art e 40 ,'KA Fordern Sie nnrer bind Hohen : ELEKTRA-RADIO Breslau 1 Tel. SB7 60 Nur im Knick der Nikolaistraße 18/19. Werbet für den Humboldt-Verein! TAre vonfdex <CÄ. St utfzsatheh ly a-9, (ftxesiaUf Ihm* 9\aupenstt. - £4466,44469 28206284

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