Breslauer jüdisches Gemeindeblatt
- Journal
- Breslauer jüdisches Gemeindeblatt
- Volume
- 9 (1932)
- Issue
- 12 (12.1932)
- Date
- 1932-12-01
- Page
- [Seite] (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
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Str. 12 8reftl«aer Itötsche» •catlitebtlll 140 Kaib “L”«49 n4ber aufschlußreich ist. Die hier d^rgelegten erschütternden jüdischen Geburtenrückgänge, die sich häufenden j ü d i s cd e n Selbstmorde, Geisteskrankheiten, Taubstummheit dürften in. if. für Großstadtradbiner, zumal die Wahl von Predigtthemcn erleichtern, sie vom Vorwürfe der Akrklicbkcitsferne entlasten. Das Buch sollio in seinen Grundzügcn von allen jüdische» Kanzeln gekündet, in jüdischen Logen und Körperschaften behandelt werde». Das »väre der geziemende Löhn für den dann als „Seelcnarzt der deutscbcn Nudcnheit" bewährten Verfasser. 7h. V. Dr. Tobias Jacobowiß: „Die Judenabzeichen in Böhmen", SA Jahrbuch der Gesellschaft zur Geschichte der Juden in der Tschechoslowakischen Republik, III. j Jahrgang, Prag 1931. Derselbe: „Die Erlebnisse des Oberrabbiners Simon Spira-Wedeles > in Prag ,1640—1670). -FA. Jahrbuch ..., IV. Jahrgang, Prag 1832. 1 Die erstgenannte der beipen Schriften des Prager jüdischen Historikers gibt bei der Behandlung der Judenabzeichen einen kurzen Abriß aus der Kulturgeschichte und vfrleiht uns einen Einblick in die Stimmung, mit der die Regierung den Juden gegenübertrat. Pom Judenhut über den gelben Ring und die Halskrause verfolgt der Verfasser die Abzeichen bis zum gelben Fleck, den Maria Theresia einsührte und den Josef II. 1781 abschasste und damit dif Geschichte der entwürdigenden Abzeichen beschloß. Buntheit verleiht der Schrift die hübsche Schilderung derjenige» Juden, die wie Samson W e r t h c i in e r vom Tragen des Abzeichens befreit waren, ebenso auch dii Beigabe einiger Aktenstücke am Anhang. Es wäre gut, wenn auch für andere Teile des Römischen Reiches i» dieser Richtung geforscht und damit sin Gebiet noch mehr bearbeitet würde, das Jacobowiß in verdienstvoller Weise für Böhmen erschloß. Auch die zweite Schrift! besaßt sich mit kulturgeschichtlichen Forschungen, i» deren ^Mittelpunkt die interessante Persönlichkeit des Oberrabbiners Simon SpirasWedeles steht, dessen Manuskripte mit Ausnahme eines kleinen Küchleins „gestohlen und zerrissen" wurden, so daß der Nachwelt nicht viel von ihm erhalten blieb. Aus dem Aktenmaterial der Prager Archive stellt Jacobowiß in hübscher und angenehm lesbarer Schilderung einige Erlebnisse dür, die bis jeßt unbekannt waren.. So spricht er über seine Tätigkeit in'der jüdischen Gerichtsbarkeit, seinen Kamps um die ihm statutarisch zustehende Besoldung, seine Verhaftung in einem Kriminalprozcß, und vieles andere mehr. Die interessante Schrift erfreut den Historiker sehr, da in die Persönlichkeit eines bedeutenden' Rabbiners Licht getragen wird, das manches erhellt. ■ ... i. rb. Der Scbädel des Negerhäuptlings Makaua. Ein Keiegsronian für die junge Generation von Rudolf Frank und Georg Lichen, llmsck'lagezeichnung von Woheln-Ragp.' Verlag Müller & I. Kiepönhe'uer, Potsdam. Kartoniert 2.85 Mk., Ganzleinen 3.80 Mk. „Ein Kricgsroman für die iünge Generation" — so lautet der Untertitel des Buches, in Wirklichkeit müßtc er heißen: Ein kricgsgeguerischer Roman für das junge Geschlecht. And zivcifcllos ist Kricgsfcindschaft auch, die Tendenz des Werkes. Ls erzählt die Geschichte eines 14 jährigen polnischen Jungen, Jan Kubißki, genannt Panje, der, in seinem zerschossenen rieimatsdorfe von den Kriegswirren und -wirbeln erfaßt, eine deutsche Truppe begleitet und ihr vermöge seiner Kenntnis von Land und--Leuten, loertvolle Dienste zu leisten in der Lage ist. Seine Dienste und Verdienste .sollen, nachdem er den Feldgrauen aus dem Citcn nach dein Westen gefolgt iit, die gebührende Belohnung empfangen durch seine Eingliederung in den deutsckvn Staatsbürgerverband — man denkt unwillkürlich an die welbesprocbane Einbürgerung eines bekannten Frontsoldaten, des Führers einer großen politischen Bewegung in Deutschland —. wobei man natürlich auch den eigenen Vorteil im Auge hat, nämlich: Wcrbcmöglichkcit für die Aufstellung eines polnischen Freiwilligcnhceres sowie für die Jcichnung Qeschenke, die Freude machen tirümpfe ocken trickwaren chlüpfer ijianzüge ehals plortstrümpfe in gediegenen, Qualitäten, modischen und auch soliden Ausführungen, für jeden Geschmack, in jed. Preislage und, was am Richtigsten: aus dem Spezialgeschäft! Breslau mnHivvArpIstzl Sonntag, den 11. u. 18. von 1—6 geSffnet Bitte verfang. Sie unsere neueste Preislistei Praktische Geschenke von Gerstel Wollkleider RM. 68.— JIM 42.— RM. 35.— Tag-End- Kleider in Wolle u. 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