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Breslauer jüdisches Gemeindeblatt · 1932-09-01 · 9 (9.1932) · p. [Seite]

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Journal
Breslauer jüdisches Gemeindeblatt
Volume
9 (1932)
Issue
9 (9.1932)
Date
1932-09-01
Page
[Seite] (sequence 12)
Language
German
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108 Lrssslauer Jüdisches Gemeindeblalk Nr. S 5. A b 15. September d. 0. ist das Sommerbad bei Kallenbach A-bc beendet. " > v.?>u den bevorstehenden Feiertagen wünsck en wir unseren Mitgliedern alles Gute. Sprachkurs« im Iugendh nm. Der » n e n l g e l h l i cd e e n g l i s cd c ft u r f u s, den Frau Wartha Stein, Bocküraße: 11, o Wonale lang in, Augcndhcim gegeben bat. fand irn fiuli seinen Abschluß. Die Teilnehmer ' inb sehr befriedigt und criveitern jekr ihren Wortsebatz durch wöchentlicl'e Hebungen im English Club. Wer von der Schule aus englische ftenistinssc bat, kann daran teil nehmen, der Wonatsbcitrag betragt nur l. Witte Oktober wird ein neuer c n g l i s cb c für Anfänger eröffnet; Dauer v Monate ivei ii crs io e u'jll in Elc RM. ll n t c r r i ch t s k u s u s Kosten 12,-- RW. Die .Kurse finden Wittiooch abend im. Öugendheim siatt. Erwerbslose erhalten auf Wunsch zu beiden .Kursen Freikarten durch uchi gst« dcU Wo die Lebrerin. Ser Verein der Oberscdlesier 1^11 E. 2)., der seine Zusammenkünfte alle Mittwoch abe id in den Räumen des Restaurants Scbaat, Eingang Anger bat, eine groffe Bibliothek besikt, ficf* vornehmlich mir der Pflege der obcrschlesistben Lai dmannsthaft befaßt, soivic Wohltätigkeit ausnbr, niNnnt ivicder Oberschlesfer und Oberschlesierinncn als Witgiieder auf. Weldungen sind an den Schriftführer Eriw Wechselnrann, Breslau, Wenzelstraßc 55, Telefoii $50 52, erbeten. | Ver Ieritralverband iüdrscher Handwerker Deutschlands, Ortsgr. Breslau dielt am 50. August d. A. die erste Bcrsannnsuiig nach der Sommerpause ab.! De> l. Vorsitzende s! u l i u s Perl, begrüßte die überaus zahlreich erschienenen Mitglieder . der Wänncr-, Frauen- und Gchilfcngruppe, insbesondere auch niehrerr Reu-Eingctrctenc und nimmt dann das Wort zu seinem V o r t r a g |ü b e r „S ch i ck s a l! u n d Zukunft des H a n d w e r k s." Er schilderte die Zustände in der „guten, alten Zeit", wo das Handwerk noch „goldenen Boden" hatte, ein patriarchalisches Verhältnis Meister und Gesellen verband und jede: Handwerk seinen Wann nährte. Heute haben Tarifivesen und Waschii enarbeit die Verhältnisse von Grund auf verändert und wer sich behaupten will, muß sich amcrikanisicrcn, d. h. sich auf die modernen Arbeits- und Gefchäftsmcthodcn umstellen. Dies ist nicht immer leicht; besonders schivcr wird cs aber dem jüdischen Handwerker gemacht, der >noch dazu einen ftainfff nach zivei Fronten zu führen hat, auf der einenSeile gegen den brutalen Boykott aus dem. politisch-gegnerischen Lager, j auf der anderen Seii e gegen die verletzenden Vorurteile und die Abneigung der eigenen Gla lbcnsgenosscn. Aach der Gchi erg gä" y> < n aist li -pM ii’ti dass bist rzeugung des Vortragenden ist dieser ^ampf aber nicht aussichtslos, i eine Selbsthilfe geschaffen wird. j Om zweiten Referat des Abends wies Richard ftcmpc auf bi 4 chreckende Arbeitslosigkeit unter den jüdischen Hanbr k s g e h i l f e n hin. Er fordert Maßnahmen von unserer Seite und beim bevorstehenden Verbandstage in Berlin energische Vorstellungen dieser Richtung erheben, damit auch von dort alles getan wird, um dein nd zu steuern. On der sich anschließenden Diskussion wurde fcstgcstcllt, daß die jüdischen ster sehr oft nicht in der Lage sind, überhaupt Gehilfen zu beschäftigen^ sie selbst zum größten Teil keine Arbeit haben. Hier ist die Gleicsf igkcit der jüdischen Gemeinschaft schuld, die noch nicht cingesehen ha i, die Zeitverhältnissc eine Umstellung auch in ihren Anschauungen fordern, jüdische Handwerksbetriebe — trotzdem Arbeit vorliegt —• keine jüdischen ilfcn beschäftigen, sollcn von unserer Seite aus energische Maßnahmen kiffen werden. E» betrifft dies meistens Unternehmer, die unserer Oiisation nicht angehörcn. Letztere hat viel erzieherische Arbeit in biescr ci'tung geleistet und weist in ihren Veröffentlichungen immer wieder ~ die Pflicht zur Einstellung jüdischer Arbeitskräfte hin. Dem wirtschafch Boykott gegen die jüdischen llnternebmer soll durch Aufklärung und paganda cntgcgengetreten werden. Vor Schluß der Versammlung l der Vorsitzende auf die im September stattfindendc Oahrcsvcrsammlunz Gesamtverbandes hin und teilt mit, daß die Breslauer DrtsgrUpp^ ch Delegierte vertreten sein werde. Erneute Bitte der „Peah". j „W er Arbeit schafft, handelt sozia l", so lautet jetzt die Devise, nach der die Peah schon seit ihrer Gründung gehandelt hat. s Ilm für ungelernte Arbeiter Verdienstmöglichkeit zu schaffen, war sic bestrebt, eineHolzspalterci auffccht zu erhalten, die, wie jeder weih, als Zuschuß^ betrieb gelten muß, besonders wenn Maschinenkraft ganz ausgeschaltct wird, ^i Die Spenden von Kleidungsstücken, Möbeln usw., die zum Teil durch Instandsetzung auch jüdischen Bedürftigen zu Verdienst vcrhalfen, habet! durch ihren Erlös die Lasten der Holzspalterei und die Arbeitslöhne der eingestellten getragen; und nur, wenn von vielen Seiten der Peah Spenden zufucßcn, ist sie in der Lage, den Holzspaltebetrieb weiter aufrecht zu erhalten. I Das Aufgeben der Holzspalterei, zu der wir uns leider genötigt sehen wsirden, wenn die ohnehin, jetzt spärlicheren Spenden diesen Zuschuß nicht mehr ermöglichen, würden gerade in den Kreisen der Arbeitswilligen bedauert whrdcn, die in dieser Zeit der Arbeitsnot den Verdienst schwer missen können. Durch diese erneute Bitte erhofft die Peah, daß Spenden unserer Glgubensgenosscn weiter nur ihr zuflicßen und nicht an andere Stellen Kunstgewsfbehaus Knittel, Breslau, Sdiweidnifzer Strafte 8 iimiiiiiimiiiiiiiwMtiMttiiiiiMiiiimiiMiiiiiimliiiimiiiiimmiiiiiiiiiminiiiiuimiiiiittHi miimiiiinimiiiiiiiiiiiiiiimiNmiiiiiiimiiiiin Die Speisen bekannt, vorzüglich in «lvni schönen Christian Hansen-Reslauranl . | Schweidnitzer S1raße16/18 Radeberger Export — Pilsner — Beste Weine schöne Vereins- und Festsäle Li Breslau f, Dhlauer Strafe 1/2 Spezialgeschäft vornehmer Briefpapiere Tüllfederhalter, Tischit. ^Älenükarten Sonder-Angebotj 12 Personen-Besteck, 800 gest. Silber, 72teilig, gedieg. 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