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Breslauer jüdisches Gemeindeblatt · 1932-09-01 · 9 (9.1932) · p. [Seite]

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Journal
Breslauer jüdisches Gemeindeblatt
Volume
9 (1932)
Issue
9 (9.1932)
Date
1932-09-01
Page
[Seite] (sequence 10)
Language
German
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i 106 Breslauer Jüdisches Gemelndeblall Nr. 9 ns.Dn D7®n' ins®« as Wer Jerusalem vergi&t — s Fällt der Vergessenheit anheim I ■o J» «a ■ * 2 ® «*> S Q S i ■ « — x 2 s O M Z I 1 WtV bx-ir" px Denket an die Aermsfen der Armen im Heiligen Lande! Vergesset nicht der Talmide (hadiomim der armen Gelehrten und ihrer notleidenden Familien! Rote Büchsen \s reinigt Alles für Alle KURSUS I, Literatur - Bürgerkunde - Wirtsdiaftskunde Erf. Lehrerin Monat 10 Mk. Beginn OkL Anfragen Postamt 1, Schließfach 58 erläuternde Cirkulare nebst Rabbiner-Erklärungen verschickt kostenlos Deutsdi - Holländische Palästina-Verwaltung Deutsch-. Palästina-Verwaltung Frankf urt-M. RechneigrabenstraBe 10, I — Telefon 387 82 Büchsen sind zu haben bei Frau Helene Fried, HöfchenstraBe 15 Postscheckkonto Nr. 9553 Frankfurt am Main Dr. Mittelhaus höhere Lehranstalt für LernanfSnger nur 15 Schüler, daher individuelle und sorgfältige Erziehung für Sextaner und alle anderen Klassen Anmeldungen täglich 12—13 Uhr Gute Erfolge, geringes Schulgeld Förderkurse für schwächere Schüler Kaiserin Augusla-Plalz 5 Austritt« aus dem Judentum > in der Zeit vom 16. Juli bis II. August 1932. Kind Senja Heinrich, Konstantin Schnier-Straße 112. Kassiererin Charlotte Leuschner, Michaelisstratze 195. Stenotypistin Anni Troplvwitz, Opitzstraße 1. Privatsekrelärin Käthe Frey, Hohenzollernstrape 61. Rechtsanwalt Dr. Eugen Handmann und Schüler Hans Dandmann, Steinstraße lö. Architekt Ulrich Stein, Wsgnerstraße 20. Austritt« ana der Synagogen-Gemäind« Breslau in der Zeit vom 16. Juli bis II. August 1932. Kaufmann Arnold Meyer, Augustastr. 49.! Uebertritt« in das Judentum . in der Zeit vom 16. August bis 12. September 1932. 2 Frauen. , ■ . - - H Mus dem Vereinsleben. U Arbeitsbeschaffung^ Während auf dein allgemeinen Arheitsmarkt die ersten Versuche gemacht werden, die Zahl der Erwerbslosen zu verringern und neue Arbeitsplätze zu schaffen, hält die Not der jüdischen Erwerbslosen noch unvermindei t an. Bei einer geringen Wiederbelebung des Wirtschaftslei ens, wie sie zur Zeit vielfach erhofft wird, mutz auch für die zahlreichen jüdischen Erwerbslosen die Möglichkeit vorhanden sein, wieder in Arbeitsstellen zu gelangen. Diese Hoffnung kanif sich für die jüdischen Erwerbslosen nur dann erfüllen, wenn wenigstens die jüdischen Arbeitgeber bei der Neueinstellung von Personal jeglicher Art jüdische Bewerber in Konkurrenz treten bissen. Leider bewirkt die antisemitische Verhetzung großer Teile des deutschen Volkes» datz jüdische Arbeitnehmer in vielen Betrieben nicht eingestellt werden. Dadurch erwächst den jüdischen I irmen und Betrieben die doppelte Verpflichtung, bei Personaleiästellung und -Wechsel auch mit dem jüdischen Arbeitsnachweis in Verbindung zu treten (Telephon 26863), um durch diesen geeignete Arbeits-s kräfte zur Bewerbung zu veranlassen. Die große Zahl der jüdischen Erwerbslosen, die hier gemeldet sind, bietet die Gewähr, daß fast für jeden Posten im Büro, Verkauf sowie Betrieb, aber auch iin Haushalt qualifizierte Kräfte zur Der^ fügprig stehen. Auch Aushilfsarbeiten jeder Art — selbst Teppichklopfen anläßlich der bevorstehenden Feiertage — werden gern durch uns vermittelt und sind geeignet, in der augenblicklichen Not,! Hilfe-zu leisten. Für Tapezierer- und Schneiderarbeiten sowie auch andere größere und kleinere handwerkliche Reparatur- und Neuosrbeiten im Hause können wir stets geeignete Handwerker Nachweisen. Unsere Schreib st ube fertigt Schreibarbeiten, Vervielfältigungen usw. zu ortsüblichen Preisen schnellstens und bestens an. Arbeitsnachweis jüdischer Organisationen Schlesiens j i Breslau II, Schweidnitzer Stadtgraben 28 ’! , Telephon: 26863 — Postscheckkonto: 26309. Notruf der Erwerbslosen! Mit dem Eintritt der kalten Jahreszeit wird die schoii bestehende Not der jüdischen Erwerbslosen ins Unermeßliche steigen. Schon jetzt ist es einem Erwerbslosen unmöglich, von den gekürzten Unterstützungssätzen auch nur das Geringste von Kleidungsstücken anzuschafsen. Selbsthilfe ist hier dringend geboten. Wir wenden uns an unsere Glaubensgenossen, die heut noch in der glückliche^ Lage sind, Kleidungsstücke abzulegen, diese uns zukommen zu lassen. Ganz besonders fehlt es an Schuhen, Anzügen und Frauensachen, sowie Wäsche und Betten. I; All diese Sachen werden unentgeltlich den jüdischen Erwerbslosen zur Verfügung gestellt. 911

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