Breslauer jüdisches Gemeindeblatt
- Journal
- Breslauer jüdisches Gemeindeblatt
- Volume
- 9 (1932)
- Issue
- 7 (7.1932)
- Date
- 1932-07-01
- Page
- [Seite] (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
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82 Nr. 7 Breslauer Jüdisches «emeiadeblakk i ■ iii I ' * ~ Johannes Haas Zentralheizunsen Aktiengesellschaft Breslau IQ — Waldenburg I. Schles. Hirschberg i. R. — Oberlangenbietau I. Schles. 3uiatnmeti(jcftcllto Mittagbrote für die Arbeiterfamilie, Krankenkost, Roastbeef garniert, Fisch und feine Verwendungsmöglichkeiten, Bisquitteig und seine Verwendungsmöglichkeiten, Hefeteig und feine Verwendungsmöglichkeiten. Alle Ausgaben waren mit Preisberechnung gegeben. Im besonderen Raume zeigten wir rin vorschriftsmäßiges Kranken- und Wöchnerinnen zimmer im Privathaushalt. Die Ausstellung wurde von mehr als 600 Besuchern besichtigt. Von den 16 zur Entlastung gekommenen Schülerinnen wurden nachfolgende Berufe ergriffe« und die Weiterausbildung fortgeführt: 1 Gewcrbelchrerin 5v Hortnerinnen 2 Haushaltspslegcrinnen gingen alle in verschiedene Seminare, 1 Gärtnerin 1 Kunstgewerblerin 2 Hausgehilfinnen (kamen von uns^aus in Lehrhausbalte), 2 gingen als Haustöchter in das Elternhaus zurück, 1 ging als Lehrmädchen in ein Geschäft, l wurde Büro-Angestellte. Auf Grund der vom Handels- und Kultusminister erlasteuen Vorschriften müssen in allen staatlich anerkannten Schulen der oberen Klasten und Aufbauanstalten mehrtägige Wanderungen und eine Studienreise im Lause eines Schuljahres gemacht werden. Es soll dadurch eine stärkere persönliche Fühlungnahme zwischen Lehrern und Schülern ermöglicht werden und andererseits soll durch diese enge Gemeinschaft jede Schülerin sich üben, Rücksicht aus die anderen zu nehmen.. Wir haben eine Studienreise nach Drcsdcnzur Hygiene-Ausstellung gemacht und eine Studienreise nach Präg. Beide Reisen waren im Unterricht gut vorbereitet. Die Schule hat zur Zeit 36 Schülerinnen. Tie Breslauer Ortsgruppe des Jüdischen Frauenbundes hat gemeinsam mit dem Provinzialverband des Indischen Frauenbundes für Rieder- und Oberschlesien im Winterhalbjahr 1931/32 Vorträge und Arbeitsgemeinschaften veranstaltet. Anschließend an ein Kammermusikkönzcrt, das zur Eröffnung im November stattfand, folgte in der ersten Winterbälfte ein Zyklus von drei Arbeitsgemeinschaften" unter dem Titel „Die StellungderFrauzuden P r o b l e m e n d e r Z e i t". Es sprachen vom wirtschaftspolitischen Standpunkt Dr. Lilly Berg- P l a t a u , vom kulturpolitischen Standpunkt Dr. Else Mcidner, während Referendar Hilde G a l l a n d die öffentlich-politische Seite des "Themas beleuchtete. Dem Hauptzweck der Arbeitsgemeinschaften, eine lebhafte Diskufsion auszulösen, wurden die Refferentinnen in den dazu anregenden Kurzreferaten erfreulich gerecht. Den Schluß der Veranstaltungen des Kalenderjahres 1931 bildete eine eindrucksvolle Ehanuka - Feier. * Ein Ausfprache-Abend über das Thema „Unser Kampf ums Judentum" mit den Referenten Paula Ollendorff »nd Dr. Ernst Fränkel fand im Januar d. Is. bei großer Beteiligung statt. Ihm schloß sich der zweite Teil der Arbeitsgemeinschaften an, die die Themen „Die Frau als . Friedensträgerin" (Rescrcntin Berta Kam m), „Die geschichtliche Ent- Wicklung des Antisemitismus" (Reserentin Paula Ollcndorss), 1 „Religion und Ethik" (Referent Dozent Dr. Lewkowitz) behandelten. Die beiden letzten Veranstaltungen leiteten über zu der in Leipzig neu ■ aufgenommenen Arbeit des Jüdischen Frauenbundes, die der Bekämpfung des Antisemitismus gilt. Sie fanden vor einer interkonfessionellen Zuhörerschaft statt, die sich lebhaft an der Aussprache beteiligte. IU demselben Rahmen sprach Herr Gemeindcrabbiner Dr. Vogelst e i n von „Jüdischer G o t t e s v e r c h r u n g". Cr betonte, daß jüdische Gottverehrung in erster Reihe Nachfolge in den Wegen Gottes, jüdische Frömmigkeit also untrennbar von Sittlichkeit ist. Cr wies sodann darauf hin, daß der Gottesdienst sich nicht aus die Synagoge beschränkt, sondern daß das Haus hcrangczogcn wird. Er gab schließlich eine Skizze der Entstehung und einen Aeberblick über die Struktur des synagogalc» Gottesdienstes. Eine rege Diskussion hielt die Anwesenden lange beisammen. Es wurde vereinbart, solche Zusammenkünfte weiter zu veranstaltet?. Anläßlich der Anwesenheit der Vorsitzenden des Bundes deutscher Frauenvtteinc, Frau Dr. von Zahn-Harnack, zur Tagung des schlesischen Frauenbundes in Oppeln fand aus Einladung einiger an der Aufklärungsarbeit interessierter Frauen christlicher und jüdischer Religion eine Zusammenkunft in kleinem Kreise in den Räumen des Breslauer Frauenklubs statt. Frau Dr. von Zahn-Harnack gab einen sehr fesselnden von tiefet Wahrhaftigkeit getragenen Bericht über ihre Erfahrungen bei den in Berlin veranstalteten kulturpolitischen Aussprachen. Sämtliche Anwesenden stimmten Frau von Zabn-Harnack darin bei, daß diese Arbeit auch weiterhin von nichtjüdischcr Seite angeregt und gefördert werden müste. Für die nächste Zusammenkunft einigte man sich auf ein Referat, besten Thema noch nicht vorliegt. Bei der sehr interessanten und leb haften Aussprache über die Cntwicklungsmöglichkciten dieser kulturellen Aufgabe in Breslau wurde immer wieder darauf hingewiesen, daß es wünschenswert, ja sogar unbedingt erforderlich fei, die Aussprache auf dem Boden unbedingter Wahrhaftigkeit zu führen, und daß von diesem Standpunkt ausgehend die Auswahl der an diesen Zusammenkünften beteiligten Frauen zu treffen sein wird. MargarcteWachsmann.! Jüdischer Schwimmverein Breslau. 1. ‘tßir bitten unsere Mitglieder, künftig die Mitteilungen im; „Jüdischen Gcmeindcblatt" zu beachten, da Rundschreiben nicht mehr; versandt ^werden. 2. Am Sonntag, den 14. August d. I. findet unsere diesjährige Schwimmfahrt nach Wilhelmshasen statt. Abfahrt vormittags . 7 Ahr mjt reserviertem Dampfer von der Dampserhaltestellc Ohlauuscr, Ankunft in Wilhelmshascn 7.45 Ahr. Abschwimmcn der aktiven Teilnehmer vom Dampfer um 10 Ahr, für die übrigen Teilnehmer Rückfahrt , mit dem Dampfer hinter den Schwimmern. — Platzbestellungen für den Dampfer erbitten wir in der Geschäftsstelle oder beim Schriftführer. Siegfried Gadiel PiGDeitranspon iiiiMiii!iimjiiiiiiiiniiii:iiMiiiiiiiiiimmiiiii Telefon 41*12 ■wleehen beUebtgen Orten rreibnrger Straße heit reger* Sf T«»- 4.jo_ia Nur StheMoerstrafte 21 Telefon 41*12 itmtmiiiimiinuitiHmiiuiiiHiiinmiiiMiH iHiiwunnfmnitimmw—nwiMitwiimtimi<unumniuninnnmm[|iiMmmminmunriimnnwinunnniiiiniimiH)Hiiiiniinmii Christian Läpple, Mechanikermeister Brsilas 5, ZimmaralraB« T. Tatefo** 2S1 fl BAra-Masdhiaen Reparatur-Wer totatt BAro-Bedarf niiliHHitiraiiHiitnimniiiinniiinitiiiiimniiliHHmnflinwHMiiaBmmmitmwHmiHmwiluimi R. Treatlee Ireelen 1, BCttaentr. 22 Tel. 5 788* Vertilgt s*mtllch. Ungeziefer reetloe. Zahl, erst nach radikal. Vertilgung. Innungemltglled. *ad*Mt1 Wau» vertu- (■et ■* |ea* ehe« Oes IHaCer-Qrßeiten alter Art geschmackvoll . preiswert . dauerhaft Renovation von Wohnungen and Gesdiäflslokalen. Fassadenanstrich Siegm. ^efm SdiUteretraße tO Ftnuprecher 34648 OtgrÜndtt 1898 Ofenarbeiten I Eduard Isaac it Friedrfchstr.ft Wehns. 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