Breslauer jüdisches Gemeindeblatt
- Journal
- Breslauer jüdisches Gemeindeblatt
- Volume
- 8 (1931)
- Issue
- 12 (12.1931)
- Date
- 1931-12-01
- Page
- [Seite] (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
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Ober 2000 jüdische Handwerker sind dem „ZeotralTcrband Jftdtscp werkersach« meldet Euch noch ier Handwerker Deutschlands“ argeschlossen. Kollegen und Freunde der Handle In unserer Oeachiftsatelle Richard Kempe, Qartenstr. 82 :: Tel- 54716. Ier bi ri „von Vergangenheit und Zukunft des Judentum»", so d die letzten Jfjcfte der. bekannten „M onalsschrisI für Ge ii nd Wilsen schaft des Judentums" .überschreiben nicht nur der geschichtlichen Erforschung des Judentums dieneH, auch in das jüdische Schulwesen, also in die Bildungsstätten wachsenden Generation einführen, wie sie sich überall da, w jüdische Siedlungen vorhanden find, entwickelt haben. Im Ar die Bilder aus Deutschland, Ungarn und Polen, wie die früfpc ri sie brachten, zeichnet Ernst Simon- Haifa ein äußerst lebensv^I des Schulwesens in Palästina, seiner verschiedenen Richtungen eigenartigen Aufgabe. Durchaus auf den Juden der Gege zeigen, ist auch die Uebersichl Ernst Jacobs über die Paulu if :r legten Jahre, in welcher dcr Gegensatz jüdischer und pu römmigkeit herausgearbeitet ist und Einseitigkeiten der orscher zurückgewiesen werden. (Hingeleitet wird das Heft armherzigen und feinfühligen Rqchruf auf den Frankfurter ofef Horovitz aus der Feder seines Nachfolgers Gotthold W e bonniert die Monatsschrift, indem man Mitglied der Gesell orderung der Wissenschaft des' Judentumsin Berlin wird jährlichen Mindestbeitrag von Ist Mark an die Gesellschaft l .kpnto Paul Peil Simon. Berlin 7030) oder an einen der V« r sendet, welche in jedem Heft der Monatsschrift aufges edenkblälter für Rabbiner Cr. Leopold Ireilel 1931. Verli g H f a i b e r , Laupheim. , I Am 4. März dieses Jahres verschied in Laupheim Rc bb. Dr. L Treikel im 80. Lebensjahre. Die Gedenkblätter entholten eine Biographie und die bei seiner Bestattung gehaltenen Nachn fe. Der verblichene, ein Sohn unserer Stadt und durch Familienbinde mit unserer Gemeinde eng verknüpfte— der Dyrenfurter R ,s> in. Großvater mütterlicherseits —, erfuhr feine Ausbildung ai Ilnioerntät und dem f ü d i s ch - t h e o l. Seminar. Der S es die Befähigung zum geistlichen Amt, verdankte, blieb er anhänglich und steuerte noch vor .zwei Jahren zur Festschrift des 7äjälirige» Bestehens.dieser Anstalt einen Beitrag. In der rdben wird sein Wirken als Seelsorger, Prediger und Lehrer »fid seine hervorragende Charakter- und Herzenseigenschaften b besonders in seiner' dreißigjährigen Tätigkeit in Laupheim zur kämen, wo er auch die Ruhejahre in geistiger Frische lehrend und irften sich ' chichte affen, die sondern heranstärkere chluß an ■en Hefte lies Bild und feiner Nwart beorfchung ulinischer l hristlichen ch eine» emitiste» l. Man chast zur und den siostscheckkrauensfhrl find. August a w war > hiesiger äite, der zeitlebens anläßlich Trauer- ^ewürdigt tont, die Geltung lernend verbrachte. Vorher amtierte er in Briefen (Westpreußen) und Karlsruhe i. B. Treitel hat sich auch um die jüdische Wislenschaft verdient gemacht durch sein Werk über die Theologie und Philo jophie Philos, das Ergebnis von Forschungen, die er als Achtund siebzigjähriger veröffentlichte. — Die Gedenlblätter werden den älteren Mitgliedern unserer Gemeinde eine Erinnerung bleiben an eine vorbild lich oerehrungswiirdige Persönlichkeit des Rabbinerslandes. Michael F r a e n t e l. I o s e f K a fl e i n : „Eine Geschichte der Juden". Ernst Rowohlt Verlag 1931. Der durch sein Buch „Sabbatei Zwi" bekannt gewordene Verfasser gibt auf 633 Seiten eine Geschichte der Juden, die mit der Besiedelung Kanaans durch hebräische Stämme um 2000 beginnt — und mit einer | Geschichte des Zionismus endet. In diesem, dem „jüdischen Nationalist '• mus" sieht auch er die „jüdische Renaissance". — Es ist nicht hier der Ort, j das Für und Wider dieser Anschauung zu erörtern. In jedem Falle ist das Buch im Tatsächlichen aufschlußreich, glänzend geschrieben und darum! eine genußreiche Lektüre. Gf. j Bruno Weil. Glück und Elend des General voulanger, Verlag Dr. Walther Rothschild, Berlin-Grunewalü. Brosch. 4,80 Mark. 'Der Verfasser, früher Rechtsanwalt in Straßburg i. Elsaß, ist einer der ausgezeichnetsten Kenner des internationalen Rechts und der neuere» jranzösijchen Geschichte, meiner sachkundigen Feder verdanken wir be, reits das interessante Buch „Der Prozeß des Hauptmanns Dreysus" und nunmehr die überaus zeitgemäße Schilderung des Boulangismus. Erstaunlich, welche Gleichheiten diese den Bestand der französischen Republik bedrohenden Bewegung mit dem heutigen Nationalsozialismus hat. Einmal der Nährboden: Das besiegte Frankreich, der verletzte Nationalstolz, dem diese Bewegung mit unerfüllbaren Zielen schmeichelt, die Neuheit der Staatssorm und die ihr nicht wohlgesinnten früheren Machtgruppe», insbesondere Militär und Geistlichkeit^ Nur die Wirlschaftsnot und die Wehrlosigkeit fehlte dem damaligen Frankreich der achtziger Jahre. Dann aber der Führer dieser Bewegung: der General Boulanger, der General des Rachekrieges, ein glänzender Bankettredner, ein „Trommler" großen Formats, Held des Pariser Volkes und Abgott aller Damen <ber schöne Mann aus seinem arabischen Vollblutrappen „Tunis"), und doch ein Führer ohne klares Programm, ohne eigene Gedanken ' (bie erste Parlamenlsrede arbeitet ihm ein Pg. ausi, ein - I Tuchhaus F.A.PRAUSE das Breslauer Spezialhaus für Damenu. 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Sprechstunden: io-ii, s s Fernsprecher Nr. 24894, außerhalb der Sprechstunden Nr. 374 73 ob 4 2(12 iLHADS Gastep iel Hiickn '4 Uhr Sensation hnweiBei M\ Sonnabend um Sonntag nachm, z.z- Uhr Ou»tl Siirk-Gstei tenbaneria Kakadü-Halada Weihnachts ' für kleine und p Preise 50 Pf. bi hmrt kunl T. iße Kinder L— l. 335M 3 3Hi ORlOc .MUtGAAVBI* UND .eCRMANKN* toimOlowinsfci HERRENSTR.31 uSCHWEIONSTR.IO-11 Paula Ollendorff-. der Breslauer Ortsgruppe des Jüdischen Frauenbundes staatlich anerkannt — streut: rituell geführt im modern Erbauten Internat Beginn des nächsten Kurses 1. April 1932 Anmeldungen nimmt entgegen und Auskünfte erteilt KSt« Sternberg, Breslau 18, Lindenallee 6. BRESLAUER PAKETFAHRT-GESELLSCHAFT Breslau, Tauentzlenstr iße 107—111 / Fernsprecher Sammelnummer 523 71 l4n»a ns g» o et Lagerei Spedition oli 2792510482 048909157