Breslauer jüdisches Gemeindeblatt
- Journal
- Breslauer jüdisches Gemeindeblatt
- Volume
- 8 (1931)
- Issue
- 10 (10.1931)
- Date
- 1931-10-01
- Page
- [Seite] (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Nr. 10 145 Breslauer Jüdisches Gemelndeblall Unser Kinüermittagstisch wird im Monat Oktober im Jüdischen Jugendheim,' Schweidnitzer Stadtgraben 28. eröffnet. Der Vorstand der Synagogengemeinde hat unserer Arbeit seine Unterstützung in jeder Weis? gütigst zugesagt. Er hat uns geeignete Helle Räume, nebst Küche, mit Heizung und Beleuchtung zur Verfügung gestellt, so daß die Kinder nicht nur eine gute reichliche Mahlzeit erhalten, sondern auch Gelegenheit haben werden, nach dem Essen dort .auszuruhen. Die Aufsicht führt eine bewährte Hortnerin, die gleichzeitig die Schularbeiten beaufsichtigt. Es sind bereits eine große Anzahl Meldungen eingegangen,, die davon Zeugnis oblegen, wie dringend das Bedürfnis nach einer Kinderspeisung in dieser Notzeit in unserer Synagogengxmeinde ist. Wir bitten unsere Freunde, die unsere Kinderspeisung bisher bereits tatkräftig unterstützt haben, unserer Hilfsarbeit ihr Wohlwollen zu erhalten und uns Spenden an Geld und Naturalien zuzuwenden. Der Vorstand der Synagogengemeinde weist der Kinderspeisung alle Spenden zu, die dem Jüdischen Wohlfahrtsamt in den Monaten November und Dezember dieses Jahres ohne besondere Bestimmung zufließen. Kinderfürsorge des jüdischen Frauenbundes, Ortsgruppe Breslau. gez. Emmy V o g e l st e i n. gez. Hedwig Leipziger. Die Schlesische AursteUungs-Gemeinschast bringt von Mitte Oktober bi» Mitte November eine Kollektivschau von Arbeiten unseres hervorragenden Breslauer Malers I. A s ch h e i m, der iiber Deutschlands Grenzen hinaus Ansehen und Ruf genießt. Wir freuen uns, daß hier einmal in einem geschlossenen würdigen Rahmen die neuesten Werke des jüdischen Meisters gezeigt werden — bei der Deutschen Buch-Gemeinschaft, Gartenstraße -49 —, und empfehlen allen, nicht nur den für die künstlerische Kultur des Judentums Interessierten, aufs angelgentlichste den Besuch dieser Ausstellung, die tiefe Einblicke in das geistige und seelische Ringen igewährt und wichtige Aufschlüsse Uber die schöpferische Kraft des jüdischen Künstlers bietet. Der Eintritt ist frei, werktäglich 9-i-19 Uhr. Auskünfte gibt Bereitwilligst der AusstellungsleiteU Artur Schwarz, Moritzitraße 33. X Goldmann & (§07 x “tf X BreSlau 5, Tauentzienplalz 6 " empfiehlt sich zur Lieferung von bester oberfchleflfcher Hausbranbkodle. Braunkohlen-Brlkttts, Slelnkohlen - Briketts, Saskoks, Hüttenkoks und Holz. Telefon 5585t. Geschäftszeit 8-6 Uhr. A Sübevwaren aus eigener Herstellung | Roßdeutschei1 j Silberwarenfabrik I Tauentzienplatz3 I l Handwerk in Hol! ' An die Mitglieder der Synagogen-Gemeinde Breslau! Die Not zwingt den jüdischenhandwerker und Gewerbetreibenden, sich an die Mitglieder der Gemeinde zu wenden. Der jüdische Handwerkerstand befindet sich heute in einer Wirtschastssituation, in der es um nichts weniger geht, als. um Lebensader Sterben überhaupt. 1 In zwiefacher Richtung ist die Wirtschaftslage des jüdischen Handwerkerstandes eine andere, als die seiner christlichen. Kollegen. Sie ist nicht nur bedingt durch die allgemeine Lagej auf dem Arbeitsmarkt, sondern wird mit bestimmt durch die Einstellung des jüdischen Publikums. Aufträge erhält in nicht seltenen Fällen der jüdische Handwerker deshalb nicht, weil man in verhängnisvollem Irrglauben der Auffassung ist. daß der jüdische Handwerker und Gewerbetreibende vielleicht qualitativ besser, aber teurer arbeitet als der nichtjüdische. Ein Irrglaube, denn alle Preise sind Richtpreise; der jüdische Handwerkerstand, ist in seiner fachlichen Ausbildung und in der praktischen Ausführung der Arbeite» dem nichtjüdischen Handwerker in jeder Beziehung gleichwertig. Die jüdischen Handwerker können daher erwarten, daß sie mit ihren andersgläubigen Kollegen in Wettbewerb gezogen werden. Würden nur zehn Prozent Gemeinde-Mitglieder, denen die Möglichkeit. gegeben ist, Aufträge zu vergeben, an den jüdischen Handwerker denken, die Wirtschastsnot des jühischen Handwerkerstandes und der Gewerbetreibenden wäre empfindlich gemildert. — Der jüdische Handwerker und Gewerbetreibende hat ein L e b e n s r e ch t und eine Lebensaufgabe in der ^Zenzeinde. Er will kein^ Almosen, er will nicht einmal Objekt der Sozialpolitik sein, er rust euch zu: Gebt ihm Arbeit, auf die er einen Anspruch und ein Anrecht hat. Zentralverband Jüdischer Handwerker Deutschlands, Ortsgruppe Breslau. Achten Sie darauf beim Einkauf v. Beleuchtungskörpern, Gasherden, Elektrogeräten und dergleichen. Die B. B. I. ist das führende Spezial* haus. Seine überragende Leistungsfähigkeit sollen Sie selbst beurteilen. BRESLAUER BE LEUCHTUN GS-INDUSTRlj S. BEYER G. M. B. H. Nur APte Taschenstr. 3-6 und Kaiser-Wilhelm-Straße Keine anderen Geschäfte! Wanzen und deren Brut vernichtet unbedingt sicher n. garantiert restlos durch eigenes, begutachtetes Verfahren. _ 2 Jahrs schriftliche Garantie Spezial-Institut filr l.iiaU Breslau 21, Herderstr. 43 Wanzenbek&mpfuhg He JUIin Fernruf 82524 Beratung kostenlos. — Ausführung an jedem Ort ohne Preiserhöhung. 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