Breslauer jüdisches Gemeindeblatt
- Journal
- Breslauer jüdisches Gemeindeblatt
- Volume
- 8 (1931)
- Issue
- 9 (9.1931)
- Date
- 1931-09-01
- Page
- [Seite] (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 9 127 8te»latter Jüdisches Oemelnöeblalt Mädchen) an einer Volksschule und .einer höheren Schule unterrichtet werden. , Die Jüdische Volksschule ist sieb^nstüftg und führt seit Jahren in der Grundschule Doppelklassen. Ilm den Kindern, die im Zentrum wohnen, den Schulweb abzukürzen, ist je eine! Klasse des ersten und zweiten Schuljahres in dem städtischen ,Schukhause Minoritenhof 1/3 untergebracht. Für die Schule ilt der Lehrpsan der hiesigen städtischen Volksschulen maßgebend; zugleich tverden ich Rahmen des Vormittagsunterrichts die jüdischen Fächer erteilt. lyex Sonnabend ist schulfrei, für die unteren Jahrgänge außerdem der Soisntag, an dem auch die übrigen Klassen zurzeit nur zwei Stunden Unterricht haben. Die höhere jüdische Schule führt zurzeit die Klassen Sexta bis Untersekunda. Sie legt ihrer Arbeit den Lehrplan der Oberrealschule bzw. des Lyceums zugrunde. Auch sie erteilt den Religions- und jüdischwissenschaftlichen Unterricht innerhalb des Stundenplans. Im hebräischen Unterricht werden die Kinder unabhängig von der Klasseneinteilung ■ und ihren Kenntnissen entsprechend in Gruppen eingereiht, von denen eine für Kinder ohne alle Borkenntnisse bestimmt ist. Die Aufnahmeprüfung nach Sexta fällt nach Maßgabe der ministeriellen Verfügungen fort. Naturgemäß ist auch an dieser Anstalt der Sonnabend schulfrei. Die beiden Schulen stellen eine Einheitsschule dar. nicht nur darin, daß sie einem einheitlichen Erziehungsziel zustreben, allgemeine Bildung mit jüdischem Wissen harmonisch zu verbinden, sondern auch in dem Sinne, daß sie Kinder aus dein religiös, politisch und sozial verschiedenen Schichten unserer Gemeinde »«reinigen.- ' Vertraut darum eure Kinder dem jüdischen Schulwerk an! Sofortige Anmeldung ist erwünscht und wird im Schulhause Rehdigerplatz 3 von den beiden Schulleitern in ihrem Amtszimmer entgegengenommen, für die Volksschule im ersten Stock am Sonntag von 9 bis i 10 Uhr, werktags von 12 bis 1 Uhr. Ivom Schulleiter Feilchenfeld, für die höhere Schule im zweiten! Stock, Montag, Mittwoch und Donnerstag i von 'A10 bis 10 Uhr vom Schulleiter, Stuoienrat Dr. Radebrecht, oder! f telephonisch täglich von 16 bis 20 Uhr (Nr. 253 61, ab 1. September i Nr. 63361).! - lelegrammablösungen zugunsten des Jüd. Schulwerk». Die Jüd. Schule hat neue, voij Grete Danzig entworfene Telegrammformulare Herstellen lassend Wir bitten jeden, von ihnen weitgehendsten Gebrauch zu machen. Ihr helft damit, das Jüdische Schulwerk zu stützen.- Die Telegramme sind zum Preise von 1 RM. inkl. Umschlag erhältlich in den Buchhandlungen von Brandeis, Horwitz und der Bücherdiele, Kaiser-Wilhelm-Strahe, ° ferner in den Kolonialwaren-Geschästen von Jereslaw und Preuß. Der Kalender des Jüd. Frauenbundes ist zum 6. Male erschienen und veranschaulicht in Sprüchen und 54 Bildern den Gedanken: jüdische Gemeinschaften und Juden als Führer". Der Kalender hat sich schon recht viel Freunde erworben und wird hoffentlich durch die neue Ausgabe weitere hinzuwerben. Er kostet als Kalenderblock 1,90 Mk. (mit immerwährender Metall-Unterlage 2,90 Mk.) als Wandkalender 2,20 Mk. Bestellungen bei der Geschäftsstelle des Jüd. Frauenbundes, Berlin N. 24, Monbijouplatz 10. jüdische Volkshochschule Breslau. Eröffnung des ersten Winter-Halbsemesters 1931/32 Sonntag, d?n 1. November 1931, vormittags 11-Uhr, Leffing-Loge, Agnesstrahc 5, l mit einem Vortrage des Schriftstellers Fnnz"W e r f e l „Realismus und Innerlichkeit". Vorlesungs-Verzeichnis: 1. Studienrat Dr. Willy Cohn: „Das Mische Schlesien. Ein Rundgang durch Vergangenheit und Gegenwart der Gemeinden Schlesiens". Mittwoch 20—21 Uhr. i 2. Dr. Ernst Fraen kel: „Soziologische und wirtschaftliche ^Fragen im deutschen Judentum". Donnerstag 19—20 Uhr. 3. Dozent Dr. Albert L e w k o w i tz : „Juden und Judentum in den Weltanschauungskämpfen der Gegenwart". Donnerstag 20—21 Uhr. 4. Dr. Else M e i d n e r: „Die Situation des' modernen Menschen, mit Proben aus der französischen, amerikanischen und deutschen Literatur". Montag 20—21 Uhr. 5. Dr. Heinrich Speyer: „Optimismus und Pessimismus in den Weltreligionen". Buddhismus, Judentum, Christentum und Islam. Dienstag 20—21 Uhr. 6. Dr. phil. Margarete S t e i n b e r g : „Ausgewählte Bilder der Bibel in der Kunst des 15. bis 16. Jahrhunderts . (Vergleichende Betrachtungen mit Lichtbildern.) Dienstag 19—20 Uhr. Eintrittskarten und .Vorlesungsverzeichnisse ab 19. Oktober im Sekretariat, Agnesstraße 3. ' (jJj) Strümpfe das schöne, preiswerte Festgeschenk Neue Schjveidn. Str. 5a Ecke <£artensth Eleg. Geschenkpackungen gratis. Telefon 31^33. . 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