Breslauer jüdisches Gemeindeblatt
- Journal
- Breslauer jüdisches Gemeindeblatt
- Volume
- 8 (1931)
- Issue
- 3 (3.1931)
- Date
- 1931-03-01
- Page
- [Seite] (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
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r 46 Breslauer jüdisches (Bemetnbcblaff Nr. Ober 2000 Jüdische Handwerker ' sind dem „Zer.tralverband Jüdischer Handwerker Deutschlands“ angeschlossen. Kollegen urd Freunde der Hand- . werkersache meldet Euch noch heute in unsere« Geschäftsstelle Richard Kempe, Gartenstr. 82 :: Tel. 54716 ROBERT PRINZ Inh. Moritz Prinz, Inil*lUiion,m«iit*r Reuichestrsfla 47/48. partari* and 1. (tage ■ Beleuchtungskörper Tel. für jede Befeuchtungsart und Kraftanlagen AUSFÜHRUNG VON LICHTREKLAME j Sanatorium FrledrldishOhe 1™-«» Bad Obernlgk 0. Breslau *«•«•! z Für tnncrl. Kranke, Nervenkranke u. Emolunf&DedOrftige! Q z (Geisteskr. ausgeschl.) — Abtellf. für Zuckerkr. « tfCClJJaCL M Z Tagesatz: I. Klasse 11—14 RM.t 11. Klasse 7-50 RM. | Chefarzt Dr. Köbitch — 3 Aerzte. J Remcbettr.il/12LOutenftr.S4 M , , ... , , ... M Werbet für oen rfumboiot-verem MMMMMlllMMMliiMMIIMMMMMM =q== 1 -> 11 1 11 - > ■ - S'ic Wonatsfchrift für Geschickte und Wissenschaft d«s Judentums tritt mit ihrem iiciierfd'icucnen ^ebnuirhcft in den 75. Jahrgang eilt. Wenn sie {ich als einzige unter den zahlreichen deutschen Zeitschriften jüdisch-wiffcnfrhaftlichen .Inhalts zu erhalten gewicht hat, so verdankte sie dies dem llinitatthe, daß sie für den (belehrten — und nicht mir sin! den jüdischen belehrten unenthehrliches Rüstzeug liefert, zugleich aher zahlreiche Beiträge enthält, die das Interesse weitester Leserkreise heanspruchen können. Das neue Heft zei^t, ivic glücklich die Zeitschrift auch im neuen Lahre dieser ihrer Doppolaurgahe Rechnung zu tracien weiß. Es beginnt in ihm eine Aufsaßreihe über das jüdische Schulwc^'n in allen Ländern der Welt; den ersten Aiifsou, der die jüdischen, höheren schulen in Deutschland behandelt, hat' Herr Gvmnasialprofcffor Dr. Fünf geliefert, weitere Aufsätze über das jüdische Schulwesen in anderen Ländern aus der Hand gründlicher Sachkenner felgen, .verlier bringt das Heft einen Heberblid übet neue Forschungen zur Geschichte der jüdischen Kunst — ein Thema, dessen Bedeutung, wie die Gründung zahlreicher neuer jüdischer Wuscuinsoerclne zeigt, auch der Richkfachniann zu schiftzen weiß. Selbstverständlich enthält das Heft auch Beiträge, die nur für den Gelehrten hestinnnt sind, wie die Untersuchungen des Rabbiners und. Ilniversitätsprofcffors Herzog zur Geschichte der Luden in Steiermark. Aber der ebenso gediegene wie gemeinverständliche Bericht des Berliner Rabbiners Dr.??iiir Wiener über neue Schriften zur Bibelforschung wendet sich an wcffkeile Kreise; gleiches gilt von den Beiträgen zur Bibelerklärung, welche Dozent Dr. Torcznner und Professor Dr. Heinrich Lewy beisteuern, — letzterer mit sehr lehrreichen Ausblicken auf die Geschichte jüdischer Sitten und Bräuche. Wie mir bereit, ist auch für die nächsten Hefte eine Reihe gemeinverständlicher Beiträge bereits zugesagt, insbesondere auf den Gebieten der jüdischen Domiletik und Pädagogik, .sowie der alljährliche Sammelhericht über Neuerscheinungen auf dem Gebiete der schönen Literatur. Wan bezieht die Wvnatsschrift, indem man Wikglicd der Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaft des rSubentums in Berlin wird und den jährlichen Windeftbeitrag von 'Mk. IC.— an diese Gesellschaft <Postscheckkonto Paul Beit Simon, Berlin 7C5Ci oder an einen der Bertrauensmänner sendet, tvelche in jedem lieft der Wonatsschrift aufgezählt sind. Dr. 7! o s e p h Eohn: Das Eschweger Wemorduch. Hamburg I C5C. Der Verfasser, heute mehr als 5C flabre alt, ivar vor vielen nähre» Kreisrahhiner in Eschwege und hat dort außerordentlich ivertvolles Waterial zur Geschichte der jüdischen Stadt- und Landgemeinden im .Kreise Eschwege gesannnelt. Eine reiche Fundstelle zur Geschichte des inneren Lehens bildete das Wemorduch, dessen älteste Eintragungen bis zum 7!ahre IvSC ea. reichen. Der Verfasser gibt einleitend einen kurzen lieberblief über die Geschichte der Eschiveger Luden, die schon früher in dieser Stadt wohnten. Das Weinorhuck ivird nach den Persönlichkeiten, die es auszählt, dargeitellt, während ein hebräischer Anhang (Urkunden, Pinkas ustv.) Beiträge zur Geschichte der Luden im Eschweger Kreise liefert. Die kleine Schrift bietet dem jüdischen Historiker viel Typisches hei der Entivicklung einer mittleren Gemeinde und gibt ein hübsches Bild einer Einzeldaritellimg einer jüdischen Gemeinde in Deutschland. —d. Praktisches Judentum von?! e'ui a n. Berlag G. Engel, Leipzig ICöl. Preis drosch. 5 Wk. Ein moderner Icrcinia, kenntnisreich in jüdischer Lehre, warnt und beschwört in tiefer Rot und Sorge um ihren arg bedrohten Bestand die heutige 7!udenheit. Bittere Wahrheiten ichleudert er jüdischen — besonders liberalen Führern und Waffe entgegen, schreckt vor tiefstem Pessimismus nicht zurück. Auf 174 Seiten Text einschl. Anmerkungen nebst Sachverzeichnis behandelt er mit manchen Ilebertreibungen sein Thema. ii c i ii e jüdische Richtung bleibt verschont. Richt nur einen Weg weisen, Richtlinien gehen, anfr ii 11 c I n will diese Schrift, den jübifeben geistlichen Führern neue Aufgaben zuerteilen. Dies tiefernste, schlichte Buch mit den vielen herben Wahrheiten ivird jeden wahren Thiben erschüttern, besonders hoffentlich unsere jüdische Jugend und es iväre eingehendster Besprechung ivert, falls es der Raum zuließe. ' Bz. Schluh des redaktionellen Teiles. Jtr in JifrrsIriiBtialt Ibrnianil ölr krinf Jtmimirtm Jüd.-Sehles. Theatergruppe Leasing - Loge, Agnesstraße 5 'Sonntag, den 12 April 1931, 20 l’hr Einmalige Aufrührung „Der verwandelte Komödiant“ Komödie v. Stefan Zweig und weitere Darbietungen Eintrittskarten in beschränkter Anzahl Theaterkasse: Gebr. Barasch und A. Wertheim Die leichten, feinen Zigaretten des vornehmen Rauchers: Blaue Sorte 4 Pfg. Privatmarke „ v. Müller & Co. Tauerrtzienplatz 10a Synagoge Rehdigerpl. 3 Alltäglich früh und abends Gottesdienst. Am Pessach: .. Fruhgottesdiensteum6' i u. 8 Vs. am 1. u. 8. Tage Predigt, am” 8. Tage Seelenfeier JüdischeVolksschule für Knaben und Mädchen, 7 stufig mit z. Zfc. 11 Klassen | unter staatlicher Aufsicht Rehdigerplatz 3. Für das 1. und 2. Schuljahr je eine Parallel-Klasse im Schulhause, Minoritenhof 1/3. I- Lehrplan der städtischen Volksschulen. {Jüdische Unterrichtsfächer im Rahmen des - allgemeinen Lehrplans. Schulfrei sind der Sonnabend fand z. Zt. für die 2 unteren Jahrgänge anch der Sonntag. Anmeldungen für alle Klassen nur Rehdigerplatz 3 täglich 8—*/49 Uhr bei dem Schulleiter Feilonenfeld. Höhere Jüdische Schule für Knaben und Mädchen, Sexta bis Unter-Seknnda nach dem Plane der Oberrealsohule, bezw. des Lyzeums. Unter staatlicher Aufsicht. Jetzt Menzelstraße 100. Ab Ostern Rehdigerplatz 3. Englisch beginnt in Sexta, Französisch in I7ntcr-T»rtia. TMieionsn. jfld.«wissenschaftlicher Unterricht innerhalb des Stundenplans» Sonnabend schulfrei in allen Klassen. Die Aufnahme nach Sexta erfolgt mach den neuesten ministeriellen Verfügungen ohne eine Aufnahmeprüfung. Das neue Schuljahr beginnt am Mittwoch den 15. April. Anmeldungen für alle Klassen tägl. ^-,12- '/,14 Uhr beim Direktor: Studienrat Dr. Radebrecht (Privattelef. ab 14Uhr: Nr.25361) Stellvertreter u. Leiter des Religionsnntefrichts: Dr. Speyer (Privattelefon: Nr. 335 83). 999