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Breslauer jüdisches Gemeindeblatt · 1930-05-01 · 5 (5.1930) · p. [Seite]

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Journal
Breslauer jüdisches Gemeindeblatt
Volume
7 (1930)
Issue
5 (5.1930)
Date
1930-05-01
Page
[Seite] (sequence 11)
Language
German
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Nr. 5 Breslauer Jüdisches Gemelndeblatl 85; Unser« Schreib st ub^> führt Vervielfältigungen, Schreibarbeiten, ciuct>[ zu Reklamezwecken zu! üblichen Preisen bestens aus. Auf telephonischen Anruf'hm (268631 steht der Arbeitsnachweis ebenso wie die Schreibstube allen Gemeindechitglieüern schnellstens zur Verfügung.! Das jüdische Wohlfahrtsamt hat «inen Kursus im Weitznähen eingerichtet. Interessenten dafür wollen sich in dem Büro des Arbeitsnachweises, Schweidnitzer Stadtgraben 28, awnelden. Zweite Lrüvergefellschaft e. v. Breslau. Dies« im Jahre 1703 als Schochre hatob, das ist „Gesellschaft zur Beförderung des Guten" begründet« Brüderschaft hielt am 9. März d. I. ihre alljährliche Generalversammlung ab. Während die Geschichte! der beiden ällesten hiesigen jüdischen Bereinigungen aus dem 18. Jahrhundert, der I. K.-D.-A. und der „Gesellschaft der Brüder" in interessanten literarischen Bearbeitungen offen liegt, fehlt bisher eine geschichtliche Darstellung dieser für die Entstehung der Breslauer Gemeinde nicht minder eigenartigen Brüdergesellschaft; indessen ist der Vorstand mit dankenswerter Hilf« unseres Gemeinde- Archivars. Herrn Dr. Heppiwr, bemüht, die noch vorhandenen Archivalien zu sammeln und jeweils einzelne Kapitel aus der Frühzeit der Vereinigung bei den jährlichen! Zusammenkünften zu erörtern. So entwickelte bei der diesjährigen Mitgliederversammlung der Vorsitzende, Iuftizrat Peiser, an der Hand der ältesten gedruckten Satzung vom Jahre 1801 die Grundgedanken, welch« für die Stifter bei Begründung der Brüderschaft maßgebend wa^en: nämlich im Wege der Bereinigung zu einer höheren Art von Wohltätigkeit zu gelangen als es im Wege der privaten Zedakah möglich sei. Im Vorjahre bildete die Ausstellung des Vereins „Jüdisches Museum" im Hinblick aus die dort gezeigten Stücke aus! früheren Gesellschafts-Synagogen (Seilerhos, Tempel, Storch) Veranlassung zu einem Rückblick aus deren Einrichtungen. Im besonderen Maße interessiert di« Mitfvirkung der Brüdergesellschasten bei den Emanzipationsbestrebungen insbesondere für di« bürgerliche Gleichberechtigung, so zum Beispiel bei der Schaffung des Edikts vom 11. März 1812 betreffend die bürgerlichen Berhältnisie der Juden in den preußischen Staaten, welches sür di« preußischen Juden das Ende des Mittelalters bedeutete. Am 11. März 1813 wurde mit der Jahresfeier dieses Edikts dir Einsegnung der zu den Freiheitskriegen ausziehenden jüdischen Soldaten durch den Oberrcfbbiner in der Gesellschafts-Synagoge vorgenommen. Im Mittelpunkt der geschäftlichen Tagesordnung standen Satzungsänderungen, deren wichtigste di« Genehmigung des mit der Synagogengemeinde getroffenen Abkommens betraf, nach welchem die bisher in der Alten Synagoge angebrachten Gedächtnistafeln mit den Namen der verstorbenen MitAieder bei der Renovation entfernt wurden und an deren Stelle ein Gedachtnisschrein zur Aufbewahrung der G^ächtnisbücher ausgestellt wurde. Die Versammlung genehmigte diese Aenderung in der Erkenntnis, daß der bisherige ästhetisch unschöne Zustand schon aus Raumgründen auf di« Dauer'nicht aufrechtzuerhalten gewesen wäre; im übrigen wird selbstverständlich die Pietät durch Abhaltung der Jahrzeiten der verstorbenen Mitglieder satzungsgemäß gewahrt. Den Finanzbericht erstatteten die Herren Simon Sachs und -Moritz Marck, über die Fürsorgetätigkeit der Gesellschaft berichtete Herr -Max Gins. Trotz der beschränkten Mittel konnte innerhalb und außerhalb des Bruderkreijes manche Hilfe dem bedrohten Mittelstand gewährt werden; freiwillige Spenden und Vermächtnisse zeugen von der Anhänglichkeit der Mitglieder der Gesellschaft, deren gemeinnütziger Charakter übriMNs behördlich anerkannt ist. Das übliche Gesellschaftsmahl beschloß die gutbesuchte Jahresversammlung. —r. Sommerschule in Bad Ilinsberg. Veran st alter: Arbeitsgemeinschaft des Provinzialverbandes des Jüdischen Frauenbundes für Schlesien und Oberschlej ue'n. Am 23., 2-1. und 25. Juni veranstaltet die Arbeitsgemeinschaft unseres Prooinzlalverbandes in Bad Flinsberg im Jfergebirge eine Sommerschul«, in der über südisch-religiöse und Erzi^hungsfragen Aussprachen in einem Kreise stattfinden, der etwa dreißig Teilnehmer umfassen soll. Die einleitenden Referate halten: Dr. Else Weidner: Allgemeine Grilndzüge im Seelenleben der Jugendlichen. Rqbb. Dr. Moses Hoffmann: Di« jüdischen Festtage, Robb. Dr. Bogelstein: Das Judentum qls erzieherische Kraft. Teilnehmerkarten ä 5 M. berechtigen auch zu drei Mahlzeiten >m Landheim. Meidtmgen bis 10." Juni an Frau Martha Meyerstein. Breslau. Gartenstraße 17. Der Schles.isr. Zweigverein zur Förderung 'der Interessen der israelitischen Taubstummen in Deutschland, Sitz' Breslau, veranstaltet« am 22. März im Kurgarten, Breslau. Kleinburg, sein dreißigjähriges Stiftungsfest verbunden mit einer Purimfeier. Der Besuch sowohl von den Hörenden als auch von den Taubstummen ist ziemlich zufriedenstellend gewesen, so daß die Gtücksbriefe, deren jeder einen Gewinn brachte, reichlichen Absatz fanden. Ansprachen des Vorsitzenden Herrn Erwin Kaiser vo»n Hauptverein in Berlin, des Vorsitzenden vom Zweigverein Breslau, Herrn R. Rosenthal, sowie der einzelnen Delegierten der anderen Breslauer Verein« leiteten den Abend enr. Das Programm bot neben guter Musik von Herrn Oberkantor Borin hervorragend gesungene Arien. Die Begleitung hierfür übernahm Herr Organist Schäffer. Di« Damen Spohr und Danski sowie Herr Alfred Balchoff von den Vereinigten Theatern erfreuten mit sehr netten Darbietungen, die aoit den Anwesenden, ebenso wie die Lieder von Herrn Borin mit Beifall ausgenommen wurden. Herr Humorist Reumann trug sein Bestes zur Erheiterung bei. Der Hauptteil dieses Abends wurde dem Tanz gewidmet. Um >41 Uhr fand das gut gelungene Fest sein Ende. Feine 1 I Gardinen i Stores fistln Bettdecken haufenSfe besser und ölllloir beim Herstel 1er Automobil - Verleihung zu Beerdigungen, Hochzeiten und anderen Gelegenheiten zu günstigsten Preisen. Bernhard Grabowski WestendstraBa 112 Telefon 26808 'X Neumarbtm BerOcb)lcht1gunq (xnAnLWOftKhe.1 E r\ a r o Cndeiall HUT- GUtotl*4<<Ä4<iwvt>‘ OL&£vt&tn£€ 'P&rtVjw *) Julius Jffliiucr (l 1 vereid. Dolmetschern für Englisch u. Französisch A i) \ f. d. Landger.-Bez. Breslau *) \ \ OpllZSlr, 28 Telefon 36759 ’UcbcrsetzunQen ettCer CLrtt Eleklr. | Tel-26474 Licht Klingel Radio Anlagen und Slörungen ff. Jesina, Sie^nstraße 11 m Bt| V* ■ B M | *) ‘ücbersctzunfen ateer drtt t) 9 EL Iw I il n L (• fnfOKft SwmtMÖm. fpaidMA (% zeigt stets das Neueste der Mode zu billigsten Preisen Hauptes schilt: BIQcharplatz 5 Zweiggeschäft: U.Schweidn. Str.Sa Swinemünde Villa Vara, Friedrichslr. 8 Einziges rituejles Restaurant u. Fremdenheim Herrliche Lage, 1 Minute vom Strande, vorzügliche Verpflegung elegelnger. Zimmer. mlBtge Preise. Dampf- Wäscherei Blitz Posensrstr. 44i ♦ Tml. 21342 wäscht Wäsche .nach Gewicht auch, im Beisein der Hausfrauen oder deren Personal. Schonendste Behandlung, sorgfältigste Ausführung. l

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