Mannheim
Compact Memory

Breslauer jüdisches Gemeindeblatt · 1930-04-01 · 4 (4.1930) · p. [Seite]

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Breslauer jüdisches Gemeindeblatt
Volume
7 (1930)
Issue
4 (4.1930)
Date
1930-04-01
Page
[Seite] (sequence 14)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
90% known words query
IRI
…/3970005-7569523-7569666--1251-3971173
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

1 entity mentions

es Breslauer Jüdisches Gemeindeblaik Nr. 4 j >i. 4. Jeanette Lemberger, Arletiusstraße 26. II. 4. 'Abraham Adler, Friedrich-Wilhelm-Straße 24. -I I. 4. Jacob Jonower. Antonienstraße 40. 16. 4. Isaak Rosenmann. Charlottenstraße 13. 16. 4. Max Bilk, Zimpel, Pirolweg 2. 16. 4. Elias Henoch, Brandenburger Straß« 29. N Mus dem vereinsleben. Die GcsellUhaft zur Förderung -er Wissenschaft de» Judentums;ii-olt am 19. März d. I. in Berlin ihr« Hauptversammlung ab. die sich .-ines zahlreichen Besuches von hiesigen und auswärtigen Mitgliedern, owie oon Vertretern der angesehensten Organisationen zu erfreuen hatte. Der Vorsitzen«, Professor Dr. M. »obernheim, erstattete den Gechästsbericht.!Der Kassenverwaltung wurde Entlastung erteilt. Der 'lusschuß wurde wiedergewählt. Im Anschluß cm die Hauptversammlung hielt Herr Dozent Pros. Dr. I. Heinemann aus Breslau einen Vortrag über: „Die gefchichtichen Wurzel, des neuzeitlichen Humanitätsgedankens". Der Vor- :ragende ging davon aus, daß die 3be« der Humanität, deren Geltung kich für das lf. Jahrhundert von selbst verstand, inzwischen starke Anfechtungen erfahren hat. Insbesondere befürchte man von ihe eine Gefährdung der ILillensstärke und der Hingabe an den näheren Pflichtenkreis. Der Redner zeigte, daß der Humanitätsgedanke im. Altertum keineswegs, wi^ seine Gegner glauben, aus Kräften des Verfalls und der Zersetzung erwachsen ist, allerdings "aber zu verwandten Konflikten gerührt hat. die ja auch heute zu Tage treten. Plato und Aristoteles vertreten den Gedanken der Menschheit, aber nicht den der Menschlichkeit: die Zyniker vertreten den Kosmopolitismus, gehen.aber di« eigentümlichen Werte der menschlichen Kultur preis. Die Stoa-verbindet Menschheits- und Menschtichkeitsgedanken, legt aber qtzietistische Ergebung ip den Raturlbus nahe. In Israel erwuchs aus dem Glauben an den einen Gott die Idee der einen Menschheit: und da dieser eine Gott zugleich als Gott der Gerechtigkeit und der Liebe erkannt wurde, trug der Menfchh.'ilsgedanke zugleich humane Züge. Die UebxrwinLung der Schwierigkeit glückte hier leichter, da Ukiterordnung.unter den Willen Gottes gefordert wurde. der nicht Ergebung, sondern gerechte Tat von' uns verlangt. Daher. find die Vertreter der Humanität im Judentum zugleich närkst« Willensmenfchen gewesen. Die Ueberwindung des Gegensatzes oon Partikularismus und Unioerfalismus gelangt auf dem Wege, daß man an die Sendung Israels glaubte: der Jude soll daher feinen Eigenwerten treu bleiben, um sie der Menschheit zu verkünden. Nicht Philantropie, sondern Mitgefühl (Beria) fordert der jüdische Humanitätsgedanke. Der Zentral-Verband jüd. Handwerker Deutschland», Ortsgruppe Breslau hielt am 25. Februar in der Lestingloge seine Monatsversammlung ab, di« vorn 1. Vorsitzenden, Herrn Maurermeister Julius Perl, eröffnet wurde.' Dieser gab zunächst einen Bericht über das zehn Tage vorher abgehaltene Stiftungsfest, welches außerordentlich gut besucht war, alle Teilnehmer viele angenehme Stunden zusammenhielt und einen ansehnlichen Ueberschuß brachte. Besonderer Dank gebührt hierfür dem Geselligkeitsausschuß, nämlich den Herren Kott, Draier und Gellert. Es wurde hierauf über das neue Jugendheim berichtet, welches am 16. März eröffnet wurde und in welchem außer den Uebernachtungsräumen für 12 Lehrlinge noch die Modellierräume für Gehilfen und Lehrlinge, sowie ein gemeinsamer Versammlungsraum untergebracht ist. Der- Verein hat 300 Mark als Zuschuß für Linoleum und di« Frauengruppe 100 Mark für Wäsche in den Uebernachtungsräumen gespendet. Um 9% Uhr erhielt Herr Dr. Hirschseld, der Syndikus des Verbandes des Breslauer Einzelhandels, zu einem Vortrag über Wirtschaftssragen das Wort. In gemeinverständlicher, klarer Ausdrucksfornr gab der Redner eine Uebersicht über die geschichtliche Entwicklung der Wirtschaft vor und nach dem Kriege, um später die Wirtschaftskrise und ihre Ursachen zu beleuchten. Er behandelte dann die wirtschaftliche Lage des Ostens, speziell Schlesiens und zuletzt unserer Vaterstadt Breslau. Zum Schluß zog er eine Parallele zwischen den Wirkungen der Krise auf den Handel und das Handwerk. Aber der Redner erschöpfte sich nicht nur in der Kritik über oorgekommene Fehler und Geschehnisse, sondern gab auch wertvolle Finger^ige über Verbesserungen, und machte Vorschläge, in welcher'Weise nachhaltig geholfen, werden könnte, so daß er bei Beendigung seines Vortrages allseitigen Beifall ernten konnte. Räch dem Bortrag entspann sich eine lebhafte Diskussion, an welcher sich die Herren Hadda.'Siedner, Gellert, Hirschlik und Frl. Gattel beteiligten. hebräische Sprachschule „Kirjath-Seser", Breslau. Sommersemester 1930. Beginn: Dienst a g, d. 22. A p r i l. Der Unterricht wird frühmorgens, nachmittags und abends im jüdischtheologischen Seminar, Wallstraße 14 pt., Zimmer 4, erteilt. Zu Beginn des Semesters werden neue Anfängerkurse — für Kinder und Erwachsene — eingerichtet. Fortgeschrittene können in allen in Betracht komrnenden Kursen Aufnahme finden. Der Unterricht findet für jeden Kursus an zwei Wochentagen statt und umfaßt in der Regel zwei bis vier Wochenstunden. Außerdem bestehen für diejenigen, die beruflich stark in Anspruch genommen sind, eine Anzahl von Kursen verschiedener Stufen, deren Unterricht einmal wöchentlich zwei- oder dreistündig stattfindet. Für Fortgeschrittene, gibt es spezielle Stunden für T'nach, Mischno, Agada, Grammatik, mittelalterliche und neuere Literatur. Anmeldungen für alle Kurs« vom 22. April an stets Montag bis Donnerstag, 19—20 Uhr, Wallstraße 14 pt., Zimmer 4. Kauffm. Privatschule Charlotte Schaffer Neudorf.tr. 33 - F«imp>. 31833 Franz, und engl. Handelskorrespondenz Franz, und engl. Stenographie Durchschrelbe-Buchhaltung Aut Wunsch Prospekt Glaserarbelfen mideirlnralunungen führen ans Schubert & Weigelt Breslau 13, Gabitzstr. 45 Telefon 363 16 Drucksachen aller Art, sowie Kalender, Kataloge Plakate, Werbedrucke ll.f.rt Th. Schatzky A-G BRESLAU-BERLIN Sdiles. Dienenwabeimonlg «ne er too den Bienen eingetragen wird p. Pfd. 2.50 Mk. und reinen schles. Blenenhonia du Beste, was es gibt, kauft man direkt beim Imker im Spezialfesdilft für BlMMzucht Georg Junggebauer, grslnt, kkIilSl ist.il Preis p. Pfd. IJ50 Mk. Von to Pd. ab frei Haus in Breslau, tattei: 9 Pfd. netto 14.— Mk., 5 Pid.6— Mk. Ueberallhia franko. Nachn. 30 Pfg. Aufklärungsschrift gratis und frei. ^miiiinniiiiiiHiiiiHiiiiiiliiiiiiiHiiiiiiiiiiitiiiiiiiiiniiiiiiiiniiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiii^ | Auto-Fahrschule ( .Silesia“ ft* r* Breslau H, Taoentzienstr. 34 | Fernsprecher: 346 69 5» Erste Schule Schlesiens I Hausverwalter, selbstind. Kaufmann, sucht noch einige Verwaltungen. Gewissenhafte Ausführung. Für alleinstehende Damen ermäßigte Gebühr. Gef). Angeb. unter Ha W. 88 an Tb. Schatzky A -0.. Breslau S, Neue Qraapea* strafe 7, erbeten., Langj. erfahr, alt. Hausverwalter in. best. Empfehl., abcreb. Bochh., suche noch einige Verwaltungen^. übernahm. Gefl. Offert. B. 400 an TH. Srbatzkf A.-G. Breslau ö, N. 8r*up«natr. 7 Chauffeur 24 Jahre alt, jüdisch, Führerschein 2bu. 3b,sucht Stellung. Angebote unter U. B. 89 an Th. Schatzky A.-O., Breslau S, Neue Graopesstrafe 7, erbeten. Augengläser , mod. Fassungen Theatergläser B.Prawatky , Optikfer Höfchenstraße 78 Nor bei der _c_ €€ fimnen- Dcsohlung (Kernleder) bis Größe 33 Paar nur von „ 39—42 „ 1.9S Damen-Absätze 3S—85 _pf. Herren-Besohlung (Hemieder) 1.75 bis Größe 42 Paar nur von „ 43—17 „ 2.4S J Herren-Absätze SO—OS Pf. A>UU Kinderbesohlung je nach Größe von 90 Pf. an. rarhen Paar so—90 Mt I Clllg« Reparaturen in 20 Minuten. | _Freie Abholung und Lieferung._J GrößteBreslauer mechanische Schuhinstandsetzungs-Fabrik Inhaber: Kurt Schfieldenaiin Gabitzstr. 42 (FsbrikgoMudo). Tel. 39386 Annahmaatallai Brandenburg aratr. 29, ptr. Erstklassigen, schnellfördernden Klavier- und Lautenunterrlcbt erteilt Erna Wirlh, Rai»-Vilbela-Strafe 57, III. Ia Referenzen. Schriftl. Anmeldung erboten. Monotis -APonteM.« Bnouu 1

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.