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Breslauer jüdisches Gemeindeblatt · 1929-08-01 · 8 (8.1929) · p. [Seite]

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Journal
Breslauer jüdisches Gemeindeblatt
Volume
6 (1929)
Issue
8 (8.1929)
Date
1929-08-01
Page
[Seite] (sequence 18)
Language
German
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143 Breslauer Jüdischer ©etnelnöeblafI Nr. 8 lieber 2000 jadlsche Handcoerker sind dem „Zentralverband Jüdischer Handwerker Deutschlands“ angeschlossen. Kollegen und Freunde der Handwerkersache meldet Euch noch heute in unserer Geschäftsstelle Richard Kempe, Gartenstrasse 82. :: Tel. 54716. | l i , ' .rniuMiiinnit.-iiiiiiBiiiumMMniiimrMnmiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiii'iHCHiiiniii 'IIIIIWIIIIIIIIIIIIIIIIIII 1 Niiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiuiiiiiiiiiuiiiiiiiiitiiiiiniiiiiiiiiii ROBERT PRINZ ‘ Iri-H. Moritz Prinz» IniUlIfttiontmoiiter Telefon 84412. Drucksachen, aller Art, sowie Reuicheitrafie 47/48> parterre and 1. Etage WW Beleuchtungskörper Kalender, Kataloge Plakate, Werbedrucke Tel. für jede Beleuchtungsart BMfcbotr.il/l2 a.O«rtciutr. 14 liefert und Kraftanlagen AUSFÜHRUNG VON LICHTREKLAME 1. <J .ihiuiHiin j iii'iniiniiiii!i;nimiiiiiiMiiiiimniiuiiiiiiiiiiiiJiimiiiii!ii!iimiiimii'iiiiiniii!iiiMiiiiin(im iHHimnim Th.Schatzky A-G BRESLAU-BERLIN 1 iiiiiiiiiiiiiiiiniiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiHiiiiiiiiiiii » r.m bi' Grundfragen bor biblischen Literaturgeschichte werfen. Im dem Zeichen He-t gehr Rabbiner Dr. Lewin den Neuerscheinungen aui i'iohietc bcr oftjübischen Geschichte nach. Eine Anzahl fachgelehrter Ar- .iten Uber Grunb'ragcu der Religionsgeschichte gibt auch dem Laien neu Begr.üi davon, baß bie Wmenschait des Judentums über ihr engeres Fachgebiet hinaus ihren Anteil an ben Ausgaben der Gesamt-' Ideologie nimuu. Man abonniert bie Monatsschrift, inbem man Mitglied?er Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaft des-Judentums in Berlin wird und den jährlichen Mindestbeitrag von 10 Mark an diese Gesellichait Postscheckkonto Paul Veit Simon, Berlin 7030)1 oder an einen der Vertraucnsmäimcr-Ieiibek. welche in last jedem Heiti der Monatsschrift mstgezählt sind. „Jüdische Levölkerungspolikik." Unter diesem Titel gibt die Zentralwohlsahrtssrellc der deuljckicn -Tuiboi, Berlin-Eharlonenburg 2, Kantstraße 2, als Bciheit 2 ihrer Zeilschrist für Jüdische Wohlfahrtspflege die Reierate und Verhandlungen. der Tagung des bevölkerungspolitischen Ausschusses des Preußischen 'Lanbesocrbaudes. am 2^. Februar 1920 d.-raus, unter Beifügung wichtiger statistischer uuh^ literarischer Angaben. Diese Referate stehen auf bedeutender wisseuschattlicher Höhe und oer- '»itreln eine umfassende Einsicht in die Probleme des Geburtenrückganges, der Ehtelosigkcir, der Mischehe und ähnlichem, und manche treffliche Vor- . schlüge zur Abhilfe, bie in der Praris allerdings erst ausprobiert werben müßten. Ludwig S t r a u iz: „Der Reiter". ^Verlag von Rfitlen & Loening in Frankfurt a. Ali.» (Aue Legende, und zwar auch im Wortsinne: eine Erzählung, bie gelesen werben soll. Der Dorggng spielt in der Zeit bald nach den Tagen des Schwärmers Sabbatai Zwi's, in der Ukraine und in Frankfurt. Naftali Hakohen ist als Knabe und Rinderhirt von plündernden Kosaken entführt worben. Als Jüngling gelingt ihm bie Flucht in tollem Ritt au-, ’ einem Pierd« seiner Räuber. Er gelangt glücklich in. seine kleine Vaterstabt, wird von einem Oheim ausgenommen und auf seist inständiges Bitten in' talmudischem Wissen erzogen. Bon brennendem Wissensdurst, wird er in jungen Jahren ein weitbekannter Talmubkunbiger. Da macht er die Bekanntschaft Abraham des'Maggids, von den« er geheimes' Wissen, unter der eindringlichen Warnung, cs je zu gebrauchen, empfängt. Als Rabbi nach Frankfurt berufen, kann er dort der Versuchung, sein kabbalistisch/^ Wissen zu erprobest, nicht widerstehen: aber als er in stiller Nacht bie Beschwörungsformel ausspricht, bricht in seinem Hause Feuer aus, in dem sein Weib und sein Kind umkommt. Die ganze Judengasse wird eingeäschert, und Naftali, der Schuld am Ausbruch des Feuers bezichtigt, zieht ieeliich gebrochen in seine Heimat zurück. Unterwegs trifft er. den gehciimlisvollen Maggib, wird von ihm in feinen Wagen ausgenommen und^furbt, von den« Wahn seiner faustischen Bermesienheit erlöst und gesühnt, in ben Armen des Alten. Die Erzählung ist von hoher sprachlicher und poetischer Schönheit. Besonders gelungen ist bie seltsame Figur des Maggid und die Wiedergabe der mystischen Stimmung, die von ihr ausgehr. Gf. ..Meine ersten 2000 Jahre." Autobiographie des Ewigen Juden. Von Viereck und Eldridge, übersetzt von Gustav Meyrink. Paul List Verlag, Leipzig. Hier ist Ahasoerus nicht jener Urgreis, sondern ein überaus Starker, verflucht, auf seinem Erbenwallen unzähliger Generationen Torheit. Weisheit, Frevel zu erkennen. Dieser faustische Uebermensch wandelt aller Laster und Leiden Pfad, strebt im Orient und Occident als Weiser nach höchster Erkenntnis, bekämpft das Christentum, um den auf ihm lastenden Fluch zu rächen. Als wahrer Mephisto begleitet diesen Faust durch die Jahrhunderte Kotikokura, und als bas Ewig-Weiblich« befehdet ihn. die männliche Brutalität und ungezügelte Sinnenluft, ständig und heftig Salome. .So durchziehen wir. hier eine Lebensgcschichte abenblänbisck>er Menschheit, derart bunt und phantasiebeschwingt, bah selbst höchste Er Wartungen des Lesers «Hüllt, er bis zum Schlüsse (633 Seiten) in Spannung verbleibt, denn die tiefsinnige Legende ist durch die Vielseitigkeit des Stoffes sehr geistreich gestaltet. Bz. Schluß des redaktionellen Teiles. N Geschäftliches. U Die Geheimnisse einer Uhr. Was weiß der Besitzer einer Uhr gewöhnlich von dem Inneren dieser kleinsten Maschine der Welt? Es möge sich der Träger in Bezug auf die Uhr über zwei Dinge stets Rechenschaft oblegen: Erstens, daß es außer der Uhr auf der ganzen Welt keine Maschine gibt, bie Tag und Nacht ununterbrochen läuft, und zweitens, baß auch keine solche mir acht . Tage geht, ohne geschmiert zu werben. Und von der Uhr verlangt bcr Laie, daß sie ein Menschenalter gehe, ohne ihren. Durst an Ocl zu stillen? Vertrauen Sie Ihre Uhr daher stets nur dem.Fachmann an, und als solcher «mpsiehlt sich in der vorliegenden Nummer dieses Blattes Herr H. Weiß, Uhrmacher, Sabowastraßc 76, an der Höschenstraße. Die Konzert-Direktion hainauer eröffnet die Serie ihrer Konzene der kommenden Wintersaison mit einem Abend des berühmten Geigers Professor Kulenkampf. Für das Konzert, das bereits am 9. Sep tember stattfindct, empfiehlt es sich, schon jetzt Karten vorzubestelleu, da bie Nachfrage nach Eintrittskarten sehr groß sein wirb. — Die ersten Herbst-Neuerscheinungen auf dem Büchermarkt sind cingetroffeu. Das Bestseller-Buch im Juli war der neue Emil Ludwig, Juli 11. Preis 3.80 Mark. Dortätig in der Buchhandlung IuljusHaina u e r. Schweidnitzer Straße 32. Line sensationelle Erfindung auf dem Gebiete der Fußbekleidung bringt die Firma Schuh-Herz, Blücherplatz 4, heraus. Es hanbelt sich um ben mit der goldenen Medaille ausgezeichneten „Winzerschuh". Für jeden Stand und jeden Beruf ist das „dehnbare" Schuhwerk passend und begehrt. Bei allen Fußleiden und Abnormitäten die einzig mögliche Fußbekleidung. Der weiche, - geschmeidige, elastische Stoff 'schmiegt sich in mildester und gefügigster Weise ben empfindlichsten Teilen an. ohne die Fußschäden, als große Ballen usw., aussälllg zu machen, Rheumatismuskranke, Gichtleibende usw. finden in dem dehnbaren Schuhwerk ein hervorragendes Linderungs- und Heilmittel. Leute, welche seit Jahren ans Zimnier gefesselt, weil kein passendes Schuhwerk zu finden war, kommen durch dieses dehnbare Schuhwerk wieder in die Lage. Schuhe anziehen zu können. Nähere Aufklärung bringt dos heutige Inserat der Firma. Die .Firma Schuh-Herz gibt' auch bereitwilligst Kataloge mit Abbildungen, Preisen und Erläuterungen kostenlos ab, ist auch zu jeder gewünschten Auskunft gern bereit. ZoIlDditshaDS-Synaooge Friedridi*Wllhelm-Strafle 25 Hanger leihweise mit u. ohne Bedienung Die Erneuerung der Platzkarten tindet vom 22.—c3 Sept. 1929 Vorm. zwisdi.10—12(Jhr bei Frau Inspektor Dagobert Freund Schiftan, Friedr.-Wllh.-Str. 25, statt. Neudorfstr. 25 Telefon 34996 ^612723826

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