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Breslauer jüdisches Gemeindeblatt · 1929-03-01 · 3 (3.1929) · p. [Seite]

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Journal
Breslauer jüdisches Gemeindeblatt
Volume
6 (1929)
Issue
3 (3.1929)
Date
1929-03-01
Page
[Seite] (sequence 13)
Language
German
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Nr. 3 Breslauer Jüdische» Gemeindeblalt 51 Jüdisch-liberaler Juge,doerein „Abraham Geiger" Breslau. - Aus der umfangreichen Vertinsarbeit in den Monaten Januar und Februar sei Nur das Bedeutendste genannt. So hielt am ö. Januar Herr Prof. Dr.-Jng. Alfred Grotte einen Lichtbildervortrag über „Rothenburg ob der Tauber und fein Rabb« iOieir, in welchem uns ein anschauliches Bild der Geschicke dieser Stadt und seiner jüdischen Bewohner gegeben wurde. Am 16. Januar sprach Frau Paula Ollendorss in groß angelegten Ausführungen über „Disraeli.' und Rathenau". Sie zeigte die geistige Berwandtjchafl hieser dem Judentum entstammten Männer, die auch beide seinen Wert izu beurteilen verstanden. Herr Studienrat Dr. Willi Cohn sprach am 6. Februar über „Jüdische Sozialreformcr und der soziale Gedanke in Judentum". Rach'einer Uebersicht über die soziale Gesetzgebung im Judentum zeichnete der Vortragende die Auswirkung dieses sozialen Geistes und des Gerechtigkeitssinnes an den Lebensbeispielen von Jesujs, Lassalle. .'Marx und Rathenau. Der 13. Februar sah Herrn Geftneinderabbiner Dr. Bogclstein als Redner über das Thema „Jüdische Apostel", der.in interessanten Aussührungen den Begriff „Apostel" und seine Rolle im Judentum untersuchte. — Erwähnt sei neben unserer Arbeitsgemeinschaft „Die Propheten" und einer Führung durch das israelitische Krankenhaus, daß auch unsere in, Dezember gegründete jüng, re" Gruppe «ine ersreuliche und intensive Arbeit leistet. — Am 22. Fc bruar fand aus unsere Anregung wiederum eine Freitagabend-Spätandocht noch Art derer, über die hier bereits seinerzeit berichtet wurde, statt. Auch sic war ein voller Erfolg und bestätigte die in sie gesetzte r Erwartungen. Rach dieser Andacht versammelten sich im Restaurant Schaal zürn ersten Male über vierzig Mitglieder zu einem genreinsamen Freitagabend-Essen. Diese Neueinrichtung, die an dem nächsten Freitag ibend-Spätgottesdienst am 22. März wiederholt werden soll» will unsere Mitglieder nicht etwa denr Familienkreis entziehen, vielmehr ist sie v >r allem für diejenigen bestimmt, die keinen Familienkreis besitzen ode mit wirtschaftlichen Schwierigkeiten zu kämpfen haben. . Der Bere n hat darum einen besonderen Fonds gegründet und trägt, da nur ein geringer freiwilliger Unkostenbeitrag erhoben wird, den größten Te l der Kosten. Bor Beginn der reichhaltigen Mahlzeit sprach unser erste'' Vorsitzender, Herr Religionslehrer Davidlohn, ein deutsches Gebet und verrichtete den Kiddusch. Im weiteren Verlaus dankte Irene Rose, thal mit schönen Worten allen Erschienene» und sprach den Wunsch nah weiteren Veranstaltungen aus. Herr D. wies in zu Herzen gehender Rede aus die Bedeutung dieser Neueinrichtung für unseren Verein hin. Die Gemeinschaft unserer «Mitglieder müsse durch sie noch enger werdest, aus daß wahre Freundschaft, die ja das Höchste bedeute, die einzelnen das Leben hindurch verbinde. Auch Alfred Berger sprach einige humorgewürzte Worte. - Nach der Mahlzeit wurde Schir hamaalaus gesungen sund mit deutschen und hebräischen Partien das Tischgebet gesprochen. Um besonders Frau Grete Bial v 'Roch lange blieb man in onge einen früchtereichen Nachtisch hatte sich >m lib. Hauptverein verdient gemacht gegter Unterhaltung zusammen. — Biele Breslauer Gemeinde Toynbeehalle, die sie oft und ge^ Krieg und Nachkriegszeit ihrer früheren Form verschwinde Inzwischen hat unter andcj Soziale Gruppe für er Mädchen Volksbildungs- und etwa fünf Jahren vielen huu Stunden bereitet haben. Dieser Bericht soll nun » diese Abende geben., Männer und Flauen, auch Montag, in unseren Räumen unentgeltlich einen belehrenden aus jüdischem, zu hören, daran und heitere Vorträge. In der Wir stellen diese Einricht, zur Verfügung. Der nächste Eine nepe Toynbeehalle. Mitglieder werden sich noch an die Ate n besucht haben, erinnern können. . haben diese. segensreiche Einrichtung in n lassen. rem Namen und in anderer Form die we r b s t ä t i ge'jüd. Frauen und llntcrhaltungsabende geschossen, die seit derten > Menschen frohe und bildende cch weiteren ÄiTisen einen'. Hinweis aus ets Jugendliche, haben alle 11 Tage, Kaiser-Wilhelm-Straße 16, Gelegenheit, Vortrag aus allen Wissensgebieten, hä lfig schließt sich stets Musik, Gesang, Rezita ion Pause werden kleiäe Erfrischungen gere cht. ng den Mitgliedern unserer Geme Abesid findet Montag, den 16. März, ftyü. Der kadimah, Bund jüdischer Psadsinderorganisationen, veranstaltete am 27. Januar einen zweiten' Elternabend,' der dem Verbtiltnis des Bundes zum Elternhause gewidniet war, nachdem der ei nge Wochen früher veranstaltete erste Abend die Stellung des . Bundes >uni Komplex der gesamtjüdischen Fragen behandelt hatte. > Der Redner des. Abends. Herr Kurt, London aus Berlin, legte in fesselnden Aussührungen dar, wie die Stellung des Bundes aus seinem Werdelang und aus dsm gegebenen Gegensatz zur Auffassung anderer Jugendb! nde in dieser Frage sich entwickell hat. Seine Ausführungen, die von gr indlichster Beherrschung der Geschichte der Jugendbewegung und von hohem Ernst und Verantwortlichkeitsgesühl für die übernommenen. Führe, auj- SabcN zeugten, gipfelten darin, daß der Bund sich aus den Boden en >ster >usammenarbeit mit dem Elternhaus stelle, von dem der Bund jcdoch wiederum Verständnis für die Existenzberechtigung der Jugendbewet ung und deren besondere Ausgaben erwarte. Dem Vorträge schloß sich ein« längere Aussprache an. die nicht nur das starke Interesse der Erschienenen an dem Thema bewies, sondern auch ihre im ganzen zu timmende Einstellung zu den Tendenzen des Bundes zum Ausdruck brc chte. Der Abend war in jedem Falle ein erfreuliches Zeichen für die auf rechten Bahnen fortschreitende Aktivität i der jüdischen Jugendbewegung. nde HaoimanBlsdie Prlvatsdiiile Charlotte Sdiailer Neudorfstr. 33, Tal. 31633 dtsdi., franz.,engl Handelskorrespondenz dtsdi., franz., engl, j Kurzschrift Neuzeitliche Buchhaltung D u r c h s c h r e i b e b u c h h a 11 u n g Für die Feiertage flDB bv T£0 Die Mandelniilch-Pflanzenbutter- Hargarine \^nlt der roten Siegelmarke F.rsajz für Butter. Für Milch- und Fleischspeisen verwcndbnr. Herges,eilt unter Aufsicht Sr. Ehrwürden Herrn Rabbiner Dr. Woli, Köln a. I h. 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