Breslauer jüdisches Gemeindeblatt
- Journal
- Breslauer jüdisches Gemeindeblatt
- Volume
- 6 (1929)
- Issue
- 3 (3.1929)
- Date
- 1929-03-01
- Page
- [Seite] (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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44 Breslauer Jüdisches Gemelndeblatl Nr. Z Itntlldii BtFaaonnatbnnQen 6tr SgnagogcngtautiiOt Sitzung der ^Gemeindevertretung der Synagogen^emeinde ittwoch, den 2 7. März 1 929, 18*2 Uhr pünktlich, Sitzungssaal. Wallstraße 9, II. Tagesordnung: 1. Mitteilungen. [ 2. Antrag der hebräischen Sprachschule auf Beihilfe!, i _ 3. Beihilfe jüd. Museuni, e. V. '4/ - für die Luden in Bejsarabien. .5. - desgleichen in Sowjet-Rußland. 0. Annahme einer Erbschaft. 7. Beratung des Haushaltsplanes 1929 30. 8. Steuerprozentsatz 1929 30. . 9. Verwaltungsbericl t. 3 Vorlagen. Keh< i in e Sitzun g. Der 'i Vorsitzende der Gemeinde-Vertretung. P e i j e r, Justizrat. Nachruf! Das Hinicheiden des 5)errn ^ustizrat Michael Breslauer erfüllt uns mit tiefer Trauer. Der Verstorbene hat unserem Kuratorium viele Jahre hindurch airgehört und ihm stets ersprießliche und segensreiche Dienste geleistet. . Wir werden dieses schlichten und treuen Mitarbeiters stets in Ebren gedenken. Breslau, im Februar 1929. Das Kuratorium des Stipendienfonds zur Unterstützung jüdischer Studierender. Religions-llnterrichtsanstalt 1. Zu der am S 0 n n t a g, d e n 24. M ä r z, v 0 r m i t t a g s ■<> U h r, stattfindenden Schlußfeier desSchuljahres 192$ 29 in Der Aula der Augustaschule werden unsere Gemeindemitglieder hiermst herzlichst e ngeladen. Der Direktor der Religious-Unterrichtsa istjalt I. Rabbiner Dr. Sintonsohn. <- Religions Unterrichtsanstalt I, Wallstraße st. Das Schuljahr 1929 30 beginnt sowohl für die Hauptanstalt (Wallstraße 9) wie für die Zweiganstalt (Augustaschule, Schwerinstraße) Mittwoch, den 10. April. Anmeldungen für alle Klassen von Kitaben uiifcj Mädchen nimmt der Unterzeichnete am Sörrntag, den 7. April, 11—13 U h lind Mittwoch, den 10. April, 10—18 U l)j in seinem Amtszimmer, Wallstraße 9 III, entgegen. Der Direktor der Religious-Unterrichtsonstalt I. Rabbiner Dr. Simoiisohn. Religions-llnterrichtsanslall II. Zu der . am Sonntag, den 2*4. StR ä r 3, vor m. 10 ... II h r, stattfindenden Schlußfeier des Schuljahres 1928 29 im großen Saal der Lessingloge, Agiiesstraße.5, werden unsere Gemeindemitglieder hiermit herzlichst^eingeladen DertTlirektor der Religions-Untcrrichtsänstalt II. Rabbiner Dr. Sänger.! Religions-llnterrichtsanstalt II. Anger 8 Das Schuljahr 1929 30 beginnt in der S] Anger 8,1, Mittwoch, 10. April, in den Zweiganstalle Kleiststraße 4, und Odertor, Lehmdamin 3) Dienste: Anmeldungen für a l l e Klassen von Knaben 11 nimmt der Unterzeichnete am Soyntog, 7. April, II—13 Uhr, in seinem Amtszimmer, Anger 81, Der Direktor der Religions-Unterrichtsijl Rabbiner Dr. Sänger. ind auptanstalt, n (Jlming, g. 9. April. Mädchen vormittags gegen, nstalt II. Am 20. Febrrchr 1929. verstarb das frühere langjährige Mitglied unserer Gemeindevertretung. Herr! Svftstrat Michael Breslauer kurz vor Vollendung seines 76. Lebensjahres. Mit ihm ist ein Mann hingegangen, der voll edelster Gesinnung; und lauterstem Charakter seit fast 20 Jahren bis!zu seinem letzten Atemzuge für das Gemeinwohl gelebt und gewirkt hat. Wir gedenken seiner unermüdlichen treuen Amtsführung als Synagogen-Vorfteher an der Neuen Synagoge, seiner hingebungsyollen, peinlich gewissenhaften Mitarbeit bei der Ordnung der Stiftungen nach der Inflationszeit und keiner Tätigkeit für den Stipendlumsverein. Mit 'uns, trauern die Gemeindemitglieder aller Richtungen um diesen anspruchslosen, edlen Mann, dessen .Andenken nicht vergessen werden wird. s 2—, Der Vorstand und die Gemeindevertretung der Syvpgogen^emeinde Zu Breslau. Heut Nacht starb gänzlich unerwartet unH allen, die ihn kannten, viel zu früh, das Mitglissd des Gemeinde-Vorstandes, Herr , Vaak-irektor Emil Hauch« kurz nach Vollendung feines 63. Lebensjahres. Seit 1920 hat er im Vorstande gewirkt und das Finanzwesen durch die schwierige Zeit der Inflation mit Umsicht und großem Erfolge verwaltet. Seine kluge, überlegte Art und sein trefflicher Humor haben ihn selbst bei den schwierigsten Verhandlungen nicht verlassen. Vornehmste Gesinnung und Pflichteifer bis zur letzten Minute, die'ihn sein Leiden unterschätzen ließen, haben ihn jederzeit ausgezeichnet. Um so größer ist unsere Trauer über den schmerzlichen Verlust, um so dauernder das ehrenvolle Andenken, das wir ihm bewahren werben. Breslau, den 26. Februar 1929. > Der Vorstand und die Gemeindevertretung der Synagogen^emeinde zu Breslau.