Breslauer jüdisches Gemeindeblatt
- Journal
- Breslauer jüdisches Gemeindeblatt
- Volume
- 5 (1928)
- Issue
- 11 (11.1928)
- Date
- 1928-11-01
- Page
- [Seite] (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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202 Breslauer Jüdisches Gemeindeblall Nr. 11 D«r Jüdische Frauenbund, Berlin R. 24, RIonbijouplah 10, desfen Leim i n, W y°k auf Föhr jetzt über ein Jahr im Betrieb ist und einer Reihe von Kindern und weiblichen Jugendlichen zur Kräftigung und Gesundheit oerholfen hat, kann den vielen, die das Wirken dieser Hülstätte mit großem Interesse verfolgen, die erfreuliche Mitteilung machen/daß es ihm gelungen ist, ein Nachbargrundstück mit Wohnhaus zu erwerben. Dadurch hat sich der Grundbesitz in Wyk verdoppelt. Das Wohnhaus kayn zum April geräumt werden, es wird das Heim ih ,die Lage fetzen, eine größere Anzahl von Pfleglingen, als es^bisher möglich war, aüfzunehmen, vor allem aber mehr Jsolierrüume bei etwa auftretende» Krankheitsfällen zu schaffet«. Durch die Vergrößerung des Heims kann man nicht nur Kinder vom vierten Jahr an, sondern auch, mir es von ärztlicher Seite gewünscht wurde, vom zweiten Jahr« an aufnehmen. Das Heim, das den Charakter der Heilstätte hat, nimmt bekanntlich ib, gefährdete Kinder und weibliche Jugendliche aller Stände zu einem Tagespreis von Mk. 4,— auf, ohne irgendwelche Nebenausgaben für die ärztliche Betreuung, Kurtaxe, Wäsche und dergleichen zu berechnen. Die Kurperiode dauert 8 Wochen. Die Erfahrungen des vorigen Jahres geben Veranlassung, ganz besonders auf die sehr guten Heilerfolge im Herbst und Winter hinzuweisen. . Anmeldungen hiei^ür sind baldigst zu richten an das Büro des Jüdischen Frauenbundes. 4Hiiiiiiiiiiiiitiü]iiiimimMmiiiiiiiiiiiimiiMiuiiiimmMiiiiiiuiiiiiiiiiimiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiHiiiniHiimiiiiiiiiiuiiiimiimiiiiHiiiimiii^ - | Sjrtb alleingehenden Blinden beim Ueberschreiien der I | Fahrstraßen behilflich! .... . 1 | Iud. Blindenfürsorge g .1 (Illar ha INeyerstein, Gartenstraße 17). | fiimiiiiiiiri4iiiimiimiiiiiiiiiiiiiiiiiimimiiiniH iiiiiiniiiiiiiiiiiiiiumiwHiimiiiiiiiiiiiniiiiamiimimiHHiiiiiiiiMuiiiiiiiimiiiiiiiiiir Der! jüdisch-liberale 3t gendverein „Abraham Geiger", Breslau. ler die jüdische Jugend au; selbstbewußten Juden Hera, rege Wichterarbeit. Bereits überihre Eindrücke auf Aus des Oktoberarheit sin , zuhebenj co fand am 3. meindesuckoh der Neuen T gemütlichen Beisammensein veranstalteten wir in unse Gruppe,, Kaiser-Wilhelmsür die eine eigne Ausgest deutsche und hebräische Gel Inhalt der Feier. Das Kidp Jesttafel Tee und Gebäcks der Grundlage des liberalen Judentums zu bilden will, entfaltet auch dieses Jahr eine Anfang September hatten unsere Delegierten er religiös-liberalen Weltkonferenz berichtet. besonders unsere religiösen Feiern heraus Oktober eine Suckousieierin der großen Geynagoge statt, die ihren Äusklang in einem im Restaurant Schaal fand. Am 16. Oktober •em Nereinslotal, Großer Saal der sozialen traße 46, eine religiöse Freitagabendfeier, altung geschaffen wurde. Harmoniumspiel, ete, sowie eine kurze Ansprache, bildeten den uschgebel leitete zu der vom Verein gestifteten über. Ein großer Erfolg ist auch unser all» 14 Tage stattsindender Arbeitszyklus „Die Propheten". Am 31. Oktober sprach Herr Religionslehrer Davidsohn unter großem Beifall in eindringlichen Wyrten über „Gedanken des Liberalismus", woran sich eine eingehende Erörterung anschloß. Aus unserem Novcmherprogramm sind besonders hervorzuheben der Vortrag des Herrn Gemeinderabbiner Dr. Felix Goldmann, Leipzig, am 14. November über „Politik und Religion im Liberalismus" und der Vortrag des Dozenten am hiesigen jüdischtheologischen Seminar, Herrn Dr. Albert Lewkowitz, über „Martin Äubcrs Forderung nach Erneuerung des Judentums (Sinn und Bedeutung)". Daß wir in unserer Arbeit aus dem richtigen Wege sind, beweist die van Veranstaltung zu Veranstaltung ständig anwachsende Teilnehmerzahl. Gerade heutigen Tages, in den verschiedenen jüdischen Strömungen, ist es unbedingt notwendig, daß sich die jüdische Jugend bemüht, in die mannigfachen jüdischen Probleme unserer Zeit einzudringen. Wir versuchen auf der Basis des liberalen Judentums, die jüdische Jugend zu gemeinsamer Arbeit zusammenzuschließen und richten unsere herzliche Aufforderung zur Mitarbeit an alle uns bisher ferngebliebenen jungen Menschen. Wir verweisen auf nachstehende Notiz uüd auf unser Inserat in dieser Nummer über das Novembcrprogramm. Anfragen bitten zu richten an: stud. jur, Alfred Fabian, Moritzitrahe 35 und an stud. jur. Erich Vulkan, Moritzstraße 13.! Auf unsere Anregung veranstaltet die.Gemeinde (siehe Notiz in diesem Blatt unter Gottesdienst) am Freitag, den 36. November, 8!^ Uhr, in der Wochentagssynagoge der Neuen Synagoge am Anger, das erste Mal einen Gottesdienst sür die reifere Lugend. Der Andacht wird die Liturgie der liberalen Synagoge, Berlin-Norden, zu Grunde gelegt Gebetbücher werden zur Verfügung gestellt. Die Teilnahme junger Oer Reichsbund jüdischer Fronisoldalen Berlin teilt mit: Die kürzlich gegründete gemeinnützige Siedlungsgejellschait „Jüdische Landarbeit G, m, b, H." wird sich auf rein siedlungstechnischem Gebier betätigen und schon in der allernächsten Zeit mir der Ansiedlunq wohlerprobter Siedlungsanwärter beginnen, eie hat laut 8 2 des Gesellschaftsvertrages: „Die Förderung der Ausbildung und 'Ansiedlung jüdischer Landwirte und Gärtner in Deutschland und die Förderung bestehender jüdischer landwirtschaftlicher und gärtnerischer Kleinbetriebe" zu ihrer Aufgabe. Um aber die Idee, der Ansiedlung jüdischer Bauern und Gärtner weiterhin propagieren zu können, ist für notwendig erachtet worden, ein neues Vercinsgebilde, einen „Reichsbund für jüdische Siedlung in Deutschland" ins Leben zu rufen. Er wird zum Ziel haben, die Siedlungsidee weiterhin ins deutsche Judentum zu tragen und wird an seinem Teil die Mittel zu beschaffen trachten, die die „Jüdische Landarbeit G, ni, b, H." zur Durchführung ihrer Ausgaben braucht. Dem neuen Bund sollen möglichst alle Teile des deutschen Judentums angchören, denn der R, I. F. steht auf dem Standpunkt, daß die Sicdlungsaufgabc auf den daiwi Qculamm, Cfi£auer Straß« 82» 9^«ikr | zwischen beliebigen Orten Wohnungstausch ]wmmeJ2cßf. aerten Spedltlonan aller Art *' Fordern Sie unverbindlichen Kostenanschlag JlumJlnmiuf iiiiiiiiiiiiiiiiiiliiiiiiniiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiuiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiHiiitiitiiiiiiiiiiiiiiiniiiiiuiiiiHiMiiitiiiiuiiiiiniiiiiiiiiiiiiiiiuiiiii Werbet für den Humboldt-Verein! für jeden Hj» ushciltu Weitestgehende Zah,U^Sß®ge Monatsraten