Breslauer jüdisches Gemeindeblatt
- Journal
- Breslauer jüdisches Gemeindeblatt
- Volume
- 5 (1928)
- Issue
- 7 (7.1928)
- Date
- 1928-07-01
- Page
- [Seite] (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 7 Ieder^ der sich selbst durch eine Reise Erholung und Heilung von Leiden verschafft, gedenke de» schwer kämpfenden Mittelstandes u. sende eine „Reisesteuer" an die Lreslauer Jüdische» Gemeindeblatt krhollinWi Postscheckkonto: Frau Pa lila! Freü^h BreSIau 51028 wesend waren, verbunden worden war. In Anwesenheit der Dozenten, Hörers einiger Kuratoren und vieler ehemaligen Schüler, von Vertretern von Körperschaften und mehrerer Förderer des Institutes hielt zunächst Dr. Pohlgemuth eine Ansprache, in der er den Scheidenden, anschließend an ein Wort der Sidra, die Größe ihres Berufes, das Ausmaß lihrer Pflichten, aber auch die Schwere der auf ihnen lastenden Verantwortung mit geistvollen Worten ans Herz legte. Namens der Abgehenden schilderte Dr. David Ochs deren Gefühle bei der Trennung, gedachte der großen Heimgegangenen Lehrer, deren Wirken auch bei denen, die sie nicht mehr gekannt, unvergessen bleibe, dankte den gegenwärtigen Lehrern und sprach das Gelöbnis der Treue gegenüber der Anstqlt und deren Tendenzen aus. Mit einem vor geöffneter heiliger Lade von Dr. Samuel Grünberg gesprochenen hebräischen Gebete schloß die eindrucksvolle Feier. An den beiden ooraufgehenden Tagen hatten vier der mit Rabbinatsdiplomen bedachten Schüler vor einem zahlreich versammelten Auditorium halachische Themata in je einem eineinstsindigen Vorträge entwickelt. Der Jüdische Frauenbund, verband Berlin, Berlin 71. 24, Monbijouplatz 10, berichtet uns folgendes aus dem Mädchenwohnheim II, Auguststraße 17 (Studentinnenheim): Das Heim, das seit 1925 besteht ubd das einzige in Berlin bestehende jüdische Wohnheim für das in der Ausbildung begriffene Mädchen ist, hat sich im vergangenen Jahre von 10 aus 12 Plätze vergrößert. In der Zeit vom 1. 4. 27 bis 1. 4. 28 wohnten insgesamt 20 Mädchen im Hein , die sich zu folgenden Berufen vorbereiteten: Apothekerin (11, Bibliothekarin (1), Fürsorgerinnen (5), Haushnltungsschülerin (1), Heilgymnastik (1), Hortnerinnen (2), Ärmstä werblerin (1), Iugendlciterin (1), Laborantin > (1), Lehrerin (1), Putzmacherin (1), Schneiderin (1), Studentin der'Medizin (1), £ tudentinnen der Philologie (2). [ Der Pflegesatz beträgt bei voller Pension 80 Mark monatlich. Die Zimmer werden jeweils von 2 jungen Mädchen geteilt. Aus den zahlreich!» Anfragen schließen wir, daß das Heim einem starken Bedürfnis entgc genkommt. Auskunft erteilt der Verband Berlin des Jüdischen Fra» enbupdes, Berlin N., Monbijouplatz 10. Schluß des redaktionellen Teiles. Geschäftliches. U Friedrichshöhe. Bad Obernigk bei Breslau. Inhaber :ritz Köbisch. Ein stolzer Bau auf einsamer, von > Sanatorium und Leiter Dr. F „ , , . _ weichen Grashalden umwachsenen Anhöhe, über die. im weiten Raum der Tag leuchtet. Wie ein Herrschet thront er weithinsichtbar mit seinen roten Türmen, Dächern, Giebeln und den breiten Terrassen, von' Meister Hqlkpaap 1912 erbaut, und läge er nicht im stiefmütterlich behandelten Osten, das Sanatorium mit seinen vornehmen und mustergültigen Irtstitutionen wäre längst im Bädecker verzeichnet und noch viel be- > rühmter und von Heilung- und Erholungsbedürftigen gesuchter, als es > hier der Fall ist. ' ' : Um den schloßarligen Hauptbau gruppieren sich zwei Billen und > zwei reizende Blockhäuser als Dependancen. Eine große Gärtnerei mit! Glashäusern und Frühbcetanlagen sorgen für Blumenschmuck und erlesestes Gemüse. Ein palmenreicher Wintergarten. Balkons mit Liegebetfen, die fast jedem der hübschen Einzelzimmer angegliedert sind, lange Rustdbogenwandelgänge mit erlesenem Bilderschmuck und die großen geschistackvollen Gesellschastsräume neben vielen zweckdienlichen Einzels zistimern bilden das Innere de° Haupthauses. Es ist für die Patienten mst inneren Leiden und die N -rvenkranken —. Geisteskranke sind ausgeschlossen — bestimmt und enthält Badeeinrichtungen und alle Kurmittel modernster Ansprüche, samt dem Laboratorium und hem Operationsraum. Am Fuße der Anhöhe, ii i dem Riesenpark, aus dem vorwiegend ühadelbäume ihre würzigen Arcme spenden, liegt die sogenannte Turm-, Villa. Ein Sanatorium für sich. Das „Waldheim", abgeschlossen von den anderen Häusern, ist seit einig!» Jahren den Lungenkranken zugeteilt. Sonnige Liegehallen mit vielen bequemen Liegebetten ^schließen sich an.! Ueber alle Gebäude hinweg thront auf laubumkränzteni Hügel, schwerfällig, rückweisend aus eine versunkene Zeit, eine alte traulich« Mühle, die der Kunst sind Raritäten liebende Besitzer, der bekannte Neurologe Tr. Fritz Köbisch liebevoll erhalten hat./Er mit seinem Aerzte, 'ftab und der Schwestern widmct sich in staunenswerter Arbeitskraft nicht nur seinen Patienten, die hier vorwiegend mit sorgsamster Einfühlung psychisch behandelt werden,, er hält auch alle Fäden des Auhenverkehrr ist der Hand und hebt durch »emeinnügige Interessen den galten Ork. I Das a meisenhafte Getrie! e des großen Personals,! dem die peim ljchste Saubi rkeit und Pünktlick keit, die ganz hervorragende Verpflegung und Bedienung obliegt, wird >on einer tüchtigen Hausdame, in letzter Linie aber von der außerord« ntlichen Umsicht' der Gattin des Leiters, pr die Patientin durchaus unl emerkbar, geleitet. j j Die vielen Kassenpatienten aller größeren deutschen Bersicherungäiräger.^uf die jetzt die Sanaorien angewiesen smd'und die von gcnjz Deutschländ hierher gesandt werden (auch eine Wohlsahrtseinrichtung dir deutschen Republik), fühlen sic» hier wie in eine andere Welt versetzt. Hie freund!che Erinnerung dieser künstlerisch gepflegten Umwelt, die stnterschiedsl )se, sorgfältige koiziliante Behandlung begleitet sie darin stoch lange in den rauhen Allt >g hinein. I Das wichtigste aber ist, l aß oft bei eingewurzelten Leiden'in vesthältnismäßig kurzer Zeit die erfreulichsten Resultate gezeitigt' werdest. Der Erfolg/durch die gute Lr st begünstigt, wird durch die' vielgestaltige klinische und diätetische Behardlung hervorgebracht. Außer dem Leiter,!der speziell Nervenarzt ist, dar kt das Sanatorium die Resultate auch «r Tüchtigkeit des Arztes für innere Krankheiten,' dem Oberarzt Dr. tausche,! der durch seinen Takt und seine Formgewandtheit den iPatienten den Ton angibt, was bei den verschiedenartigen Elementen simmerhin ksine Kleinigkeit bedeutet. „ j | 100 Äahre Sobtzick-Sch« kolade. Sobtzick-Schokolade — wer von uns Schlesiern kennt sie nicht? Die gleiche Beliebtheit, deren sie sich hqut bei unseren Kindern erfreut, war den Erzeugnissen der Firma Frqnz Sobtzick schon beschixden, als der Großvater die Großmutter nahm. I Bor 100 Jahren — am 1 Juli 1828 — in Rdtibor Dom Stammvater Felix Sobtzick gegründet, entwickelte sich das Unternehmen in steter Litzie erfreulich aufwärts. Gründliche Fachkenntnisse, zielbewuht^s Etresten nach Erreichung hochwertiger Qualitäten, Energie,. Fleiß und Sparsamkeit warenldie Grundsteine [für das Haus Sobtzickdie den Erfdlg brachten. Per Sohn, der wett über die Grenzen seiner Heimatprovinz bekannte verstorbene Kommemienrat Franz Soblzick, konnte näch 30 Jahren!bereits einen ansehnlichen Betrieb übernehmen und ihn in nahezu 45jsthriger Tätigkeit zu einer imponierenden Bedeutung führe». Seine j beiden Söhne, Franz und Hermann, widmeten getreu der Ueberlieferung ihre Kraft dem weiteren-Ausbau des. Werkes und haben es verstanden, trotz des Wegfalls großer Absatzgebiete durch die Ab- ' trennung Oberschlesiens, Posens und Westpreußens, es immer wester ' vorwärts zu bringen. — Mime — das ist unser Wunsch zum Iubellgg« — die Firstta Sobtzick weiten blühen und wachsen zur Genugtuung der! Schassenden und zur Ehre schlesischer Arbeit. T Zentralheizungen Fernruf Gute zuverlässige Uhren Fichgejchlft EMIL HARTMANN t Ecke rflcke CanlAWUBO, BH Irea-Aaii ehe) Neuanlagen Reparaturen Beratung ob.-iMt rränhdF, Bruno Dunge MW XIII -Agathstraße 11 «H»MHIHIIMtHMMIIHIIHHmilMIMMHMIMimHMH«HIIMMHHIHMWMMHMMMtHlHIIMHHInaMI Aescniap-Drogerlc Apotheker Qnttav May empfiehlt Drogen, Parfümerien, Hausbaltartikel Pboto-Handlang Ankertltzuotz »amtlicher Amateur-Arbeiten Angustastr. 61 Tel. S42TS Rabatt (aoO. Markenartikel u. Braunen)ln Bona IpHltlllllllHIMIIUI iUIHHHHMIHUHHHIl H IlfltllMMIII Ml Will Hl IHM Ml MMMHI MM lufluchtshous-Synnsooe Friedrich-Wilhelm-Straße 25. Die Erneuerung der Platzkarten fincct vom 3. bla 5. Scptefnber 1928 vormittag zwilchen 10 bin 12 Uhr bei Krau Inspektor lifftaN, Friedrich-WUbelm-Straße LZ statt. haben ln unterer Zelt echrtftdlAflröOtan i