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Breslauer jüdisches Gemeindeblatt · 1928-04-01 · 4 (4.1928) · p. [Seite]

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Journal
Breslauer jüdisches Gemeindeblatt
Volume
5 (1928)
Issue
4 (4.1928)
Date
1928-04-01
Page
[Seite] (sequence 11)
Language
German
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9lr. 4 Btctlauet Jüdische» (BemeinOcblatt 73 Israelitische« tMä-chenheim. I Die Ltssingloge veranstaltete am 25. März d. I. zu > Gunsten des hiesigen Jlräesitischen Mädchenhrims einen Gesellschastsabeijd. Das vor etwa 36 Jqhren durch Mitglieder der Lesstngloge gegründete Heim hat leider, wie alle Anstalten, nicht nur den weitaus größte» Teil feines Kapitals, sostdern, was vielleicht noch schlimmer ist, durch die ungünstigen wirtschaftlichen Verhältnisse einen Teil seiner zahlenden Mitglieder verloren. Herr W« i l l, der erste Vorsitzende des Heim», der zunächst in herzlichen Worttn der Lesflnaloge als Gastgeberin dankte, betonte vor allem, daß Zweck und Ziel dieses Festes sei, den Erschienenen zu zeigen, auf welches Niveau Vorstand und Leitung das Heim gebracht haben. Er hofft dadurch neues Interesse bei unseren Glaubensgenossen für das Heim und seine segensreichen Einrichtungen und damit Fj-eunde und neue Mitqlieder gewönnen zu haben. Das Fest selbst verlies in jeder Weise harmonisch. Den ersten Teil der Darbietungen bestritten einige Künstler, die ihr Können in liebenswürdiger Weise dem guten Zweck zur Verfügung gestellt hätten. Daran schloß sich eine Theateraussührung. Die jungen Mädchen de» Heims boten durch chirklsch außergewöhnliche Leistungen dem Ohr und Auge der Zuschauer «alleslei. Eine Damenkapelle, dirigiert von einem jültgen Mädchen des Heims, einer netten Karikatur des „Mister Meschugge", brachte ein Schlagejrpotstourri und endlich beschlossen ein Grotesktanz und Volkstänze das reichhaltige Programm.! Efn ansehnlicher Ueberschuß konnte dem Heim überwiesen werden, das aber vor allem mit einer wesentlichen Erhöhung seiner Mitgliederdeiträge rechnet. Da immer höhere Ansprüche an daS Institut gestellt werden« und Ausnahmegesuche.oft wegen unzureichender Mittel abgelehnt werden müssen, ist besonders dringend zu wünschen, daß die Hoffnungen, die der! Vorstand und die Anstaltsleitung von dem Erfolg dieses Abends erwarten, sich realisieren. Beitrittserklärungen und Spenden anläßlich freudiger und ernster Weill, Scharnhprststraße 31, D. K. 4|(UIIM9vlllUlUM^Cil Uliu Wf'VlIUCU Ulli Familienereiignisse werden an Herrn Emil Postscheck-Nfnnmer Breslau 62 600, erbeten. „Peoh" Jüdisches Brockenhau», E. v. Im Rechnungsjahre 1027 wurden unserer WohlsahrtseiNrichtung von unseren Breslauer Glaubensgenossen eine große Anzahl Brockenspenden der verschiedensten Art überwiesen. Aus der Provinz gingen gleichfalls Post- und Bahnsendungen ein, welche hauptsächlich Kleidungsstücke enthielten^ Wir danken all unseren Gönstern von dieser Ställe aus nochmals aufs herzlichste. Wie segensreich wir unsere Wriksamkeit mit diesen Spenden zü gestalten vermochten, sei . durch nachstehende 'Zahlen ausgedrückt. 9840 in uns« rer Kleiderkammer vorsprechend« Personen konnten 14 820 Bekleil ungssjtücke mannigfachster Art, /darunter auch Schuhe, Strümps«. Hüt! etc. erwerben. Im Betriebe fanden 6 jüdisch« Hilfskräfte dauernde Befhästigung. i f Aus neuen und gebrauchten Stoffen wurden 4630 Stücke, hauptjach ich Kleider, Hemden, Bettwäsche1 usw. durch 24 jüdische Heimarb iter neu angesertigt und instandIksetzt. wodurch «sich jüdische Schneider und Schneiderinnen, Nöhterinnen, Schuhmacher,elc: fast das ganze Jahr hinl«urch einen wöchentlichen Nebenverdienst sichern! konnten. In unserer Mö lelkastnner herrschte nach Möbeln jund Haüshaltungsgegenständen aller Art dauernd die lebhafteste Nachfrage Auch hier könnten jüdische Tischler zu Jnstandsetzungsarbeiten eingestellt werden. Sasjuns überwiesene Altmaierial, wie Papier, Zeitungen, Äsen, Lumpen. Flaschen etc. wurde bestmöglichst verwertet. Mit Hflfe de» Jüdischen Wohlfahrtsamtes war es uns zu unserer Freude möglich, etrria 270 Erwerbslose nach und ocic> den Winter über zu beschäftigen^ so daß manchen Tag bis 20 Mau» gleichzeitig Holz sägen, hacken und ahliesern konnten. Durch ihrer Hände Arbeit konnten sich diese Arbeisswilliäen eine Unterstützung verdienen, die unser Ziel, „Arbeit statt Almosen" in die Tat umsetzte. Wir hoffen, noch in diesem Jjahre unseren «gesamten Betrieb aus dem Grundstück Höschenstrah« i 52 vereinigen zu flötinen; wenn es uns möglich wird, die hierzu erforderlichen Räume dusch einen Neubau her stellen zu können. Wir bitten unsere Glaubensgenosse» nach wie vor. unsere Bestrebungen durch gütige Mithilfe ^förderst zu wollen und das äe Jahr hindurch alles Entbehrliche an Wäsche^ Kleidung, Schuhwerk. el, Hausrat usw. von uns abholen zu lassen. Auch ..ohne" Geldspenden trägt dadurch jeder Geber zur Linderung von Bol b e i un'b tut ein gutes werkt ,! I Telephon: Ring 6185 (Äimmesnuminer 26 1^4). T - I . Der Zentralverband jüd. Handwerker Deutschlands, Ortsgruppe Breslau, hielt am 28. v. Mts. bei Hirschlft, Reuschestratze 11, seine Moncusversammlung ab, welche um 2051 Uhr abends vom T Vorsitzenden, Herrn Maurermeister Perl, eröffnet! wurde. Ausgenommen wurdest 8 neuej Mitglieder. Zum Verbandstag in Hannover, welcher vom 2.—3. Juni tagt, melden! sich außer dem ersten Vorsitzenden noch 3 weitere Mitglieder. Es wird, im Prinzip beschlossen, eine Sterbekasse zu gründen,« der Vorstand wird« jedoch ermächtigt, mit Sterbekössen-Versicherungen kn Verbindung zu treten, um die Höhe eventueller Beiträge in Erfahrung jzu bringen.! Der Mitbegründer der lein beste? Kamerad so nennt Lotte Lorring.die reizende Rimdiva, die Apparate von UMWW« G.M.B.H. BERUN-STEGLITZ.w^$Enwe(?io Jeder Radiohändler führt Jhnen unsere Geräte kostenlos und unverbindlich vor. Fordern Sie brieflich kostenlosen Katalog Nr. 13 -i mm l&lompi mufagi-Onnchlimgen t&rten-itr. 86/üeTelctiit. Zwelg^lfKloMKQ Inserate toben in unserer Zeitschrift des besten frfolg! Bandand StaoMüd]- wmm empfiehlt sidi zur gefl. 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