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Breslauer jüdisches Gemeindeblatt · 1928-03-01 · 3 (3.1928) · p. [Seite]

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Journal
Breslauer jüdisches Gemeindeblatt
Volume
5 (1928)
Issue
3 (3.1928)
Date
1928-03-01
Page
[Seite] (sequence 18)
Language
German
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s Ar. 3 r 56, Ilbische» Skt(rooermiff(ungs}entra(e der Breslauer geseßeslreuen Zugeudverelue. Dnes der köstlichsten Besitztümer des jüdischen Glaubens» mit dem er steht und fällt, ist der Sabbath. Die Sehnsucht nach ihm hat sich während des letzten Jahrzehnts auch in solchen Kreisen geregt, die ihn gänzlich verloren hatten. Sabbathlicht. und weihevolles Sabbathmahl findet sich häufig auch dort, wo man,, die strenge Sadbathheiligung nicht mehr kennt- Es genügt aber nicht, vom Sabbath zu reden und zu schr lärmen Hier denen Vorwürfe zu machen, die ihn nicht mehr halten. Mc n mutz ernsthaft daran gehen, denen zu Helsen, die ihn heiligen wollen. Diese Ausgabe stellt sich nun die obengenannte Stellenvermittlungszentrale gef, tzestreuer Jugendoereine. Sie war schon 1921 gemeinsam von Ag «dda und Misrachi eröffnet worden. Ihre Haupttätigkeit siel in die Inflationszeit und dauerte bis vor etwa zwei Jahren. Nach diesem §eilpunkt fanden sich weniger Stellen. Auch wandten sich die meisten irmen und Stellensuchende an den Arbeitsnachweis jüdischer Organisationen. Es zeigte sich aber, daß diese gewitz sehr segensreich wirkende Eirrichtung doch den Wünschen der sabbathhaltenden Stellensuchenden nickt voll Nachkommen konnte. So ist denn in diesem Jahre die Tätigkeit der Zentrale wieder ausgenommen, welche sich in enger Verbindung mit den! Arbeitsnachweis ^gestalten soll. Alle 14 Tage 'werden in der .jüdischen Zeitung für Ostdeutschland" die Vakanzen und die Stellensuchenden oer ifsentlicht. Wer die Heiligung des Sabbath fördern will, wird gebeten, mit»ühelsen. Die Briefanschrift der Zentrale ist: G. Feuchtwanger, Friedrich Wilhelm-Straße 59. Dr. H. ' verein zur Abwehr des Antisemitismus. DerrJuden und Christen umfassende Verein zur Abwehr des AntijenHtismus veranstaltete am 28. Februar 1928 in der Herrmannloge einen oost Freund und Gegner gut besuchten Vortrag über das Thema: „Der deutsche Antisemitismus", für den Herr Geheimrat Profesior Dr..Goetz. (Leipzig) als Redner gewonnen worden war. Der Referent, der zugab, als Student selbst zu den Anhängern des Antisemitismus gehört zu hasten, entwarf an Hand der geschichtlichen Tatsachen ein anschauliches Bild vom Werden und Vergehen der Stöcker-Bewegung, die an der Unfruchtbarkeit ihrer eigenen Ziele und dem Mangel an wehrhaften Führerpersönlichkeiten zugrunde gegangen sei. Redner zeigte die Parallelen zur gegenwärtigen völkischen Bewegung, der es aus gleichen Gründen ebenso ergehen werde wie ihrer geschichtlichen Vorgängerin. An den mit lebhaftem Beifall aufgenommenen Vortrag schloß sich eine anregende Aussprache, an der sich auch der hiesige Führer des völkischen Tannenberg-Bundes, Herr Dr. Rosikat, beteiligte. Seine Argumente wurden von den nachfolgenden christlichen und jüdischen Diskussionsrednern, insbesondere aber durch das Schlußwort des Referenten widerlegt. L. K. N Geschäftliches. N Am 27. März findet im Kammermusikfaal ein Kompositionsabend mit Werken von Herrn L i l g es statt. — Am 28. März findet im Mozartfaal eine Vorführung rhythmischer Gymnastik Jaques-Dalczroz unter Leitung von Hilde Manasfe statt. — Der Plüddemann'sche Frauenchor gibt am 30. März im Kammermusiksaat einen Franz G 6 l - Abend. — Dusolina Giannini trifft demnächst in Europa ein und gibt am 13. April hier im Konzerthaus einen Arien- und Liederabend mit Michael Raucheisen am Flügel. — Die neuen Tanz- und Schlagerbände: Von der beliebten Tanz- und Schlagersammlung ,»3u Tee und Tanz" ist jetzt ein neuer (10.) Band erschienen. Derselbe enthält 18 moderne Tstnze und Operettenschlager. Der Band kostet für Klavier 4 Mk., Vioüne und Cellostimme je 2 Mk. — Mitte März erscheinen: »Zum 5 llhr-Tee", Band 10,.und ,Lu'm Tanz von Heute", Band 3, jeder Band mit etwa 20 der neuesten Tänzschlager. Der Preis ist für jeden Bpnd für Klavier 4 Mk. — Vorrätig sind diese Bände und Eintrittskarten bei Julius Haitianer, Schweidniher Straße 52 und Garlenstraße 41/43 (Konzerthaus). Fernsprecher: Ring 1914 und Ohle 5117. entralhefrunsen Neuanlagen Reparaturen -*• Beratung ob.ing Frankel,. Fa. Brono Dunge Fernruf Stephan 32983 DrCSlAB XIII AgathstraBe 11 8klassige 7 s Jüdische Volksschule und Mädch tufige für Knaben sn linier «Inoll.cher A. iflflchl 3 uni Lehrplan der städtischen Volksi Unterrichtsfächer im Rahmen Lehrplans. Schulfrei sind der Sonnabend Klassen auch der Sd Anmeldung« Sonntag 10—11, werktäglich Im Schulgebäude beim SchuUelti schulen. Jüdische des allgemeinen z. Z. für 5 untere | nntag. ‘ n: 12%—13% Uhr er Fellchenfeld. Z. Z. 5 Massiges Jüdisches Reform-Realgymnasium i. E. für Knaben und Mädchen Unter afaolllcheryluUlcfal raenzeistraoe 100 Ostern 1928 Eröffnung der Untersekunda. Lehrplan der preußischen höheren Schulen mit neueren Sprachen in den unteren Klassen. In den höheren Klassen Latein. Religions- und jüdisch-wissenschaftlicher Unterricht innerhalb des Stundenplans. Sonnabend schulfrei. Anmeldungen: Für alle 6 Klassen, Dienstag 9-10 und Donnerstag 11-12 Uhr, im Schulgebäude beim Leiter Rabbiner Dr. Goldschmidt Karl Hamann s bittere Schokolade Mk. 4.— pro Pfd. das bekannte gute Konfekt Mk. 5.— und Mk. 6.60 pro Pfd. | Berlin W.-30, bpiidin Platz 5. Bestellungen werden schnell , nnd sorgfältig ausgeführt. o o C1 o c1 Mliil M\MU Bad Obernigk bei Breslau Tebplop 26 ’ rar Innerl. Kranke, Nervenkrankeu.Erholungsbedürftige, Ge t-teak ranke anaeeeehlosneu. — Abteilung für Zur.ker- und Ptoffwechael kranke. MalartaU-bandL, Parnfrintherapte. — Taeeepfleveenti: 1.Kl.:Zimmer, Pension, Kur u. Arzt 10-12 RU. 2. EI.:Zimmer, Pension, Knr n. Arzt 7.50 KM. — Chefarzt n. Bas. Dr. F. Köbiseh, Nervenarzt. Dr. med. Karl Rau«rbe, Facharzt für Inn. Ei Anke. Daa «ranze Jahr geOffn, Proapekte. »«I Jtl-likeraLJogeDdwrefo Jüfrakioi fiefnerKmlan Vorsitz.: Rabb. Dr. Halperaehn, Breslan IS, Morltzstr.50. — Vor eins lokal: Lß{, „Gerbart Hauptmann“, Schweldn. Stadtgraben 9,1. ST abenda 8■/, Uhr -M> Montag. den 26. Mitrz; VORTRAO des Herrn Kantor Wartenberger: „Die Entwicklung des Synagogen-Gesanget“ tn. Erläuterungen am Harmonium. Oiste sind willkommen. 1

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